Kategorie: Sonstiges

Sonstige Inhalte, zum Beispiel zu diesem Blog.

It’s been a while…

Es ist schon eine Weile her, dass ich hier zuletzt einen Beitrag geschrieben habe. Im April habe ich auf dieser Webseite zuletzt einen Text veröffentlicht, zum Titel dieses Blogs. Ich bin irgendwie nicht mehr so wirklich dazu gekommen, hier zu schreiben. In den letzten Wochen ist wirklich viel passiert: Ich habe mein Abitur in der Tasche. Ich habe neue Projekte gestartet, wie „FOSS heute“ oder „Politische Perspektiven„. Ich habe auch Texte geschrieben und veröffentlicht. Aber nicht hier. Und das fühlt sich irgendwie schade an.

In den letzten Wochen hatte ich an vielerlei Stelle mit organisatorischen Fragen zu tun, bei „Politische Perspektiven“, mit „FOSSWELT„. Neues zu starten, Projekte weiterzuentwickeln – das kann auch seinen Reiz haben. Es macht Spaß, sich daran zu beteiligen, etwas aufzubauen. Etwas, dass es vorher in der Form nicht gab. Es macht Spaß, auf diese Weise ein Momentum zu schaffen. Mit Menschen in Kontakt zu kommen, über neue Plattformen, neue Kanäle. Jetzt habe ich allerdings das Gefühl, dass ich solche Kanäle auch mal wieder nutzen sollte.

Organisatorisches kann Spaß machen. Aber eigentlich nur dann, wenn man nicht um des Organisierens Willen organisiert. Zumindest geht es mir so. Ich merke schon: Ich schreibe hier gerade sehr verklausuliert, fast schon verkopft. Dabei möchte ich eigentlich nur etwas ganz Einfaches ausdrücken: Ich bin gerade wieder motiviert, zu schreiben, zu veröffentlichen. Weiterzumachen, zum Beispiel auf diesem Blog, und auch anderswo. 🙂

Zum Titel dieses Blogs

Ich gebe es ja zu: Manchmal bin ich ein bisschen sprunghaft. Ich habe den Titel dieses Blogs in den letzten Monaten zwei Mal geändert, auch heute wieder. Gut, im Grunde eigentlich schon drei Mal, denn jetzt habe ich das alles ja wieder rückgängig gemacht. Manchmal kommen mir Blognamen in den Sinn, die sich im ersten Moment super anhören, aber dann… Naja, nach ein bisschen mehr Überdenkzeit finde ich sie teils doch nicht mehr so gut. Daher habe ich mich dazu entschieden, den Titel dieses Blogs einfach an die URL anzugleichen. Die ändert sich immerhin nicht.
Happy Blogging! 🙂

Kommentar: Künstliche Intelligenz erfordert mehr Medienkompetenz

Wer am 30. März 2024 die Tagesschau um 20 Uhr gesehen hat, wurde dabei auch über die neuesten Entwicklungen der KI-Firma openAI informiert. Das Unternehmen, das auch für den bekannten KI-Bot ChatGPT verantwortlich ist, hat nun eine Software zur Imitation von Stimmen erstellt. Ein fünfzehn-sekündiger Sprachclip reiche dem Programm aus, damit es eine menschliche Stimme möglichst originalgetreu nachstellen könne: Das ist ein technischer Sprung, denn bisher waren wesentlich längere Sprachaufnahmen nötig, um derartige KIs entsprechend zu trainieren.

Free matrix background“/ CC0 1.0

Aus Sicherheitsgründen gibt das Unternehmen die Neuentwicklung noch nicht der Öffentlichkeit preis. Zu groß ist wohl die Angst, dass die Software in die falschen Hände geraten, für Desinformation genutzt werden könnte. Doch ist das wirklich die Lösung für ein so drängendes Problem? Wenn openAI seine Neuentwicklung erst später freigibt – ist dann die Gefahr von Desinformationskampagnen kleiner? Wohl kaum, denn mit den Präsidentschaftswahlen in den USA oder den Wahlen zum EU-Parlament stehen im KI-Zeitalter schon in jüngster Zukunft zwei potentiell einschneidende Erlebnisse in diesem Zusammenhang an.

Ist es nicht verwunderlich, dass der Schutz der Welt vor Desinformation davon abhängig gemacht wird, wann eine Firma eine bestimmte Software freigibt? Fast bedrohlich wirkt die Vorstellung, dass es vielleicht nur einen skrupellosen Manager bei openAI mehr braucht, um derartige „Sicherheitsmaßnahmen“ über Bord zu werfen. Vorbei die Vorsicht, vorbei die Rücksicht. Manches mag man sich nicht ausmalen.

Spätestens seit dem Jahr 2023 ist „künstliche Intelligenz“ aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Das mag man positiv oder negativ deuten, wütend oder gelassen aufnehmen, bedenklich oder selbstverständlich finden: Klar ist, dass die KI nicht mehr so schnell verschwinden wird, wie sie auf die Tagesordnung vieler Unternehmen und Privatpersonen gerückt ist. In welcher Form auch immer – in Zukunft muss sich die Menschheit wohl auf ein Leben mit „künstlicher Intelligenz“ einstellen.

Ja, es mag übervorsichtig oder sogar stur klingen, aber: Wer nur das Potential künstlicher Intelligenz sieht, denkt nicht ganzheitlich genug. Wenn die Gesellschaft mit KI Leben muss, sollte sie auch einen angemessenen Umgang mit der neuen Technik finden – nicht zwingend ablehnend, aber besser auch nicht blind bejubelnd. Wo künstliche Intelligenz hinfällt, sollte menschliche Intelligenz mithalten können.

Mit Blick auf nachgestellte Videos und vorgetäuschte Stimmen sollte das früh und zwar früh genug anfangen: Das 21. Jahrhundert ist geprägt von Medien – wie seriös diese sind oder sein können, unterscheidet sich von Fall zu Fall. In einer durch und durch digitalisierten Welt sollten wir Menschen nicht sofort wegsehen, nicht vorschnell die Augen zusammenkneifen. Augen zu und durch – das hat im schlimmsten Fall zur Folge, dass man gegen eine Wand läuft.

Heute braucht es einen bewussten und selbstbewussten Umgang mit klassischen, neuen und kommenden Medien, auf allen gesellschaftlichen Ebenen. Unsere Gesellschaft sollte sich den Herausforderungen stellen, die KI bietet. In den Schulen der Welt sollte mehr Medienkompetenz vermittelt werden. Es sollte gelehrt und gelernt werden, wie man sich zwischen und in mitten von Medien zurechtfinden kann, und welche Rolle man dahingehend selbst spielt. Die Frage nach dem richtigen Umgang mit künstlicher Intelligenz ist auch eine Frage nach medialer Souveränität. Diese sollten wir nicht unbeantwortet lassen.

Blog-Update

Ich habe ein bisschen an diesem Blog gefeilt. Vielleicht habt ihr eine Änderung schon bemerkt: „Buchstäblich abstrakt“ hat jetzt ein neues Favicon bzw. Blog-Logo. Dieses wird zum Beispiel in eurem Browser-Tab angezeigt, wenn ihr auf diese Webseite navigiert. Eine weitere Neuerung ist die frische Blogroll-Seite, die ich soeben erstellt habe. Darin habe ich all die Blogs aufgelistet, deren RSS-Feeds ich derzeit abonniert habe. Vielleicht findet ihr dort ja neuen Lesestoff. 🙂

Bis dahin: Happy Blogging!

Die November-Beiträge

Sicherlich ist es denjenigen, die meinen Blog in diesem Monat besucht haben, bereits aufgefallen: Hier war in letzter Zeit wirklich nicht viel los. Dennoch habe ich im November einige Texte geschrieben – allerdings per Hand. Momentan bin ich dabei, diese der Reihe nach abzutippen. Ich möchte die entsprechenden Beiträge mit zum passenden Verfassungs-Datum veröffentlichen. Deswegen könnte es sich lohnen, in der nächsten Zeit ein wenig durch diesen Blog zu scrollen. Vielleicht entdeckt ihr ja einen Text, den ihr noch nicht kanntet. 🙂

22.11.2023/1

Ich bin Linkshänder. Für mich bedeutet das im Alltag manchmal, nicht einfach die Utensilien des täglichen Lebens nutzen zu können, die für andere ganz selbstverständlich sind: Eine ganz „normale“ Schere benutzen? Fehlanzeige. Mit einem ganz „normalen“ Füller schreiben? Das kann auch schwierig werden. Ja, schon bei einfachen Schreibblöcken geht es los, denn hier muss ich die Blätter wenn möglich heraustrennen, denn links befindet sich oft die metallene Spiralbindung eines solchen Blocks – einfach das ganze Produkt umzudrehen, wird auch schwierig, da die Blätter nuneinmal links gelocht sind.

Hand Light“ von Valeria Boltneva/ CC0 1.0

So viel ersteinmal zu meinen Beispielen aus dem Schul- oder auch Schreiballtag. Linkshändern erzähle ich damit wahrscheinlich ohnehin nichts neues, aber ich frage mich, ob auch Rechtshändern solche Probleme auffallen. Natürlich waren das auch nur die Beispiele, die mir spontan eingefallen sind; mit diesen hört es vermutlich nicht auf. Sie zeigen aber eines ganz gut: Wirklich schlimme Nachteile gibt es für Linkshänder nicht, nur ein paar nervige Kleinigkeiten können immer wieder auftreten – und die sind vielleicht nicht allen Rechtshändern ein Begriff.

Mein Urgroßvater soll gesagt haben: „Alle Maschinen sind für Rechtshänder gebaut.“ Da mag wohl auch etwas dran sein, wenn man überlegt, dass diese mehrheitlich wahrscheinlich auch von Rechtshändern konstruiert und umgesetzt wurden. Wie gesagt: Die Beispiele, die ich hier angebracht habe, klingen wir nervige Kleinigkeiten – und das sind sie in der Regel auch. Für mich ist es aber auch genauso selbstverständlich, die linke Hand zu nutzen, wie es für Rechtshänder umgekehrt der Fall sein sollte. Das ist für mich schlicht eine Selbstverständlichkeit, an der auch nicht zu rütteln ist.

Ich bin wirklich froh, dass die Zeiten vorbei sind, in denen Linkshänder in der Schule regelrecht umerzogen wurden. Ich habe mich auch an die Verwunderung gewöhnt, die eintritt, wenn Rechtshänder etwa bemerken, dass ich mit links schreibe. Umso mehr freue ich mich übrigens, wenn ich bemerke, dass andere es mir gleichtun. Wir machen das alles eben mit links. 😉

Die Werkzeuge des Alltags

In den letzten Tagen habe ich mich verstärkt mit den Schreibutensilien beschäftigt, die ich im Alltag nutze: Von Notizbüchern über Bleistifte bis hin zu Kugelschreibern – das, was mir bisher ganz selbstverständlich vorkam, fand ich plötzlich viel spannender. Manche würden vielleicht sagen, dass ich mich mehr dafür interessiert habe, als ich sollte. Das kann ich zwar schon ein Stück weit verstehen, aber ich finde es doch gerechtfertigt, sich Gedanken über das zu machen, worüber viele vielleicht nicht grübeln. Womöglich habe ich da auch nur ein Interesse geweckt – oder gefunden – was mir zuvor nicht bewusst war.

Office Supplies“ von Artsy Crafty/ CC0 1.0

Wenn man sich Gedanken macht über vermeintlich Selbstverständlichesm hat das noch einen weiteren Effekt, als nur von vielen belächelt zu werden: So ermöglicht sich auch ein Blick auf das fälschlicherweise als belanglos Gesehene. Kurz: So wirkt der “Alltag” weniger trist – und natürlich auch weniger langweilig. Ganz einfach, weil man sich auch für die kleinen Dinge interessieren kann. Nachzudenken über das sonst Vergessene, das hat etwas Schönes an sich. Und neugierig macht es noch dazu. Klar wirkt das eventuell ein wenig befremdlich, für mich ist es das aber nicht mehr.

Nicht vergessen sollte man auch die recht persönliche Komponente, die sich in der oben beschriebenen Neugier niederschlagen kann. Ich betrachte hier ja meinen Alltag, nicht den von irgendjemand anderem. Dadurch sollte im Wesentlichen auch das individuelle Verhältnis deutlich werden, welches zwischen mir und meinen (Schreib-)Werkzeugen des Alltags besteht. Vielleicht interpretiere ich hier zu viel hinein, das mag sein – aber spannend sind solche Gedankengänge für mich eben auch. Es ist übrigens auch schön, wie schnell man im Internet von Menschen mitbekommt, denen es, was das angbelangt, ähnlich zu gehen scheint. Besonders interessant wird es ergänzend nämlich auch dann, wenn man von fremden, anderen Perspektiven mitbekommt.

Wenn der Rechner einfach funktionieren muss

In den letzten Monaten habe ich weniger für GNU/Linux.ch geschrieben. Das lag in erster Linie an einem Mangel an Zeit, durch den ich immer öfter nicht dazu gekommen bin, überhaupt zu schreiben. Trotzdem merke ich, dass ich früher anders an Artikel zu freier Software auf dem Desktop herangegangen bin. Denn früher habe ich tendenziell mehr auf meinen eigenen Rechner – oder auch einer alten Testmaschine – ausprobiert. Mittlerweile habe ich auf meinem “Alltags-Desktop” allerdings einen Punkt erreicht, an dem ich schlicht weniger testen möchte. Vielleicht ist mir damit auch eine gewisse Inspirationsquelle für Texte zu freien Software-Projekten weggefallen.

Macintosh Computer“ von Ian Prince/ CC0 1.0

Mittlerweile muss insbesondere der Rechner, den ich im Alltag nutze, zu allererst funktionieren. Tests und sonstige Experimente sind in diesem Sinne deutlich in den Hintergrund getreten und gehören für mich weniger zum Alltag als noch vor ein paar Monaten. Ich finde die Entwicklung in diese Richtung durchaus spannend – denn bevor sie eingetreten ist, habe ich sie eher als unwahrscheinlich abgetan. Für nachvollziehbar halte ich sie allerdings ebenso. Denn dass mein Rechner auf einmal vorrangig zuverlässig laufen muss, liegt nicht zuletzt daran, dass ich schlicht mehr Arbeit damit verrichten muss, wo ich sie früher vielleicht mehr verrichten wollte. Dahingehend ist das wohl eine ziemliche zunehmenden, zusätzlichen Anspruchs, der sich in einem Wunsch nach Verlässlichkeit niederschlägt.

Klar, ich könnte an Stelle meiner primären Hardware auch sekundäre zum Testen verwenden, oder gleich virtuelle Maschinen einsetzen. In der Vergangenheit ist Zweithardware für mich aber zu einer sicheren Bank geworden, auf die ich im Notfall, das heißt bei einem Ausfall meines Hauptrechners, zurückfallen könnte – damit hat sich mein alter Laptop im Grunde für ausgiebiges Ausprobieren disqualifiziert. Und virtuelle Maschinen? Nun, die sind für mich einfach nicht das selbe, wie echte Hardware – und für Reviews könnten sie schnell verzerrte Ergebnisse bedeuten.

Ich habe das Gefühl, dass viele, wenn nicht die meisten, auch in der FOSS-Community, einen ziemlich ähnlichen Anspruch an ihre Rechner haben, wie sich dieser auch bei mir eingestellt hat. Nachvollziehbar ist das, verständlich auch. Dauerhaft? Wer weiß das schon?