Monat: Dezember 2023

Blog-Update | Buchstäblich abstrakt

Ich habe ein bisschen an diesem Blog gefeilt. Vielleicht habt ihr eine Änderung schon bemerkt: „Buchstäblich abstrakt“ hat jetzt ein neues Favicon bzw. Blog-Logo. Dieses wird zum Beispiel in eurem Browser-Tab angezeigt, wenn ihr auf diese Webseite navigiert. Eine weitere Neuerung ist die frische Blogroll-Seite, die ich soeben erstellt habe. Darin habe ich all die Blogs aufgelistet, deren RSS-Feeds ich derzeit abonniert habe. Vielleicht findet ihr dort ja neuen Lesestoff. 🙂

Bis dahin: Happy Blogging!

Aus „Kaffeediffusion“ wird „Buchstäblich abstrakt“

Schon gestern wollte ich diesen Blog umbennenen. Zunächst sollte der Name „Wortwahlberechtigt“ die alte Blog-Bezeichnung „Kaffeediffusion“ ablösen. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, gefiel mir dieser neue Name aber doch nicht mehr. Deswegen habe ich weiterüberlegt und einen guten Freund zu einem neuen Vorschlag befragt: Und von genau diesem lest ihr hier.

Typewriter Keyboard“ von Daniel McCullough/ CC0 1.0

Die Gründe, weswegen ich den Namen meines Blogs ändern möchte, sind noch immer die selben: Kaffeediffusion – das ist für mich über die Zeit immer mehr zu einem Begriff geworden, mit dem ich selbst nichts mehr anfangen konnte. Zunehmend kam bei mir das Gefühl auf, dass dieser nicht zu meinem Blog und dessen Inhalten passen würde. Ein neuer Name sollte her, der den Charakter dieser Seite besser einfangen könnte. Nachdem ich einen ersten merkwürdigen Versuch unternommen und zurückgedreht habe, möchte ich hier den wirklich neuen Titel dieses Blogs vorstellen: „Buchstäblich abstrakt“.

Für mich stellt mein Blog einen digitalen Raum voller Möglichkeiten dar, insbesondere, um über Themen zu schreiben, die mich bewegen. Auf dieser Webseite habe ich mir daher bisher möglichst wenige Einschränkungen gemacht, was mir auch ziemlich gut getan hat. In Zukunft möchte ich mich aber mehr auf konkrete Inhalte konzentrieren, weil ich so auch mir selbst das Gefühl gebe, inhaltlich voranzukommen. Ich möchte mich aber auch nicht einengen und die Chancen einer Plattform wie dieser weiterhin nutzen. Diese Hintergedanken stecken auch im neuen Blogtitel „Buchstäblich abstrakt“.

Die Worte buchstäblich und abstrakt stellen in gewisser Weise einen Widerspruch dar. Wenn etwas buchstäblich genommen werden soll, ist es meist eben nicht abstrakt. Genau diesen Widerspruch finde ich spannend: Auf diesem Blog möchte ich mir die thematische Freiheit erlauben, auch solche Texte zu veröffentlichen, die meiner Ansicht nach genau hier hin passen, aber eben auch solche, die ich einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Das Wort buchstäblich soll hierbei auch als Anspielung auf diesen Text-Fokus dienen – denn auch das ist für mich ein wichtiger Aspekt, der diesen Blog meiner Ansicht nach ausmacht.

Buchstäblich abstrakt soll nicht zu sehr einengen aber auch keinen Wortwildwuchs bedeuten. In Zukunft möchte ich mich hier weiterhin auf die Themen konzentrieren, die ich bis jetzt auf diesem Blog behandelt habe. Politische Texte werden vermutlich oftmals parallel auf meinem politischen Blog „other society“ erscheinen. Meine Texte zu freier Software werden vermutlich in erster Linie bei GNU/Linux.ch veröffentlicht werden. Auf diesem Blog möchte ich also insbesondere ein Themenspektrum von Politik über Gesellschaft bis hin zu gewissen Aspekten der Netzkultur behandeln. Ich denke, zu diesen thematischen Vorhaben passt auch der neue Name dieses Blogs. Bis dahin: Happy blogging! 🙂

Zusammenarbeit in der Blogosphäre | Buchstäblich abstrakt

Habt ihr schon einmal über den Begriff „Internet“ nachgedacht? Da steckt net drin, englisch für Netz. Bei der Vokabel „World Wide Web“ sieht es ganz ähnlich aus. Denn auch Web steht bekanntlich für Netz. Irgendwas muss mit diesem Wort also sein, dass es gleich in beiden Begriffen gelandet ist, die wir nutzen um zu beschreiben, was wir sehen, wenn wir mit dem Browser surfen.

Teamwork word game“/ CC0 1.0

Um es weniger kryptisch auszudrücken: Vernetzung ist das, was das Internet und das Web nicht weniger zusammenhält. Aber wenn man so durch eben dieses Web navigiert, kann schnell der Eindruck aufkommen, dass Vernetzung vielleicht technisch ganz grundlegend sein mag, inhaltlich und philosophisch aber zur Seltenheit geworden ist.

Aber es gibt doch soziale Netzwerke! Sind die etwa nicht vernetzt?

Auf den ersten Blick wirkt solch eine Kritik der obigen Aussage natürlich vollkommen berechtigt, das muss ich zugeben Aber spätestens auf den zweiten Blick kommen zumindest bei mir gewisse Zweifel hoch. Denn abgesehen vom Fediverse laufen alle mir bekannten sozialen Netzwerke derzeit auf jeweils überaus zentraler Infrastruktur – und untereinander sind sie eigentlich gar nicht vernetzt.

Klar, man kann diese Seiten verlinken – aber durch so einen Hyperlink sind die eigentlichen Inhalte irgendwie doch noch entfernt, zumindest gefühlt. Vermutlich liegt das daran, dass sie in ganz anderen digitalen Welten stattfinden – und stattfinden sollen. Sie wurden schlicht nicht dazu kreiert, in einem gemeinsamen Internet zu funktionieren. Zumindest ist das das Gefühl, was mir die „Walled Gardens“ der großen Social-Media Unternehmen vermitteln.

Weswegen sollte ein Unternehmen auch ein Interesse daran haben, auf die Inhalte der Konkurrenz zu verweisen? Die spannende Sache ist: Wir als Einzelpersonen haben durchaus ein Interesse an der Vernetzung von Inhalten. Nicht immer vielleicht, das möchte ich einräumen. Aber manchmal eben doch, sei es etwa in der Form von Zusammenarbeit. Vielleicht braucht es ja auch in der Blogosphäre im Jahr 2023 – bald 24 – mehr Zusammenarbeit. 😉