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Notizen. Notizen?

Gestern Abend hatte ich eine tolle Textidee – zumindest glaube ich, dass sie ziemlich gut war. Denn mittlerweile habe ich sie schon wieder vergessen. Ich habe noch daran gedacht, dass ich mir die Idee aufschreiben sollte. Tja, hätte ich das mal besser in die Tat umgesetzt; jetzt jedenfalls ist es zu spät. Irgendwie. Denn selbst aus der Tatsache, dass mir diese Idee flöten gegangen ist, kann ich ja anscheinend zumindest noch diesen einen Absatz füllen. Glücklicherweise hat mich meine Vergesslichkeit gleich auf eine neue Textidee gebracht: Notizen! Ja, ich hätte mir besser Notizen machen sollen, jetzt ist das leicht gesagt. Doch die Frage, wie genau man Notizen am besten aufheben sollte, die lässt sich nicht so einfach beantworten, finde ich.

Jeden Tag prasseln unzählige Informationen auf mich ein. Natürlich bin ich damit nicht allein, denn wir leben ja in der „Informationsgesellschaft“. Manchmal habe ich aber das Gefühl, dass es gar nicht so einfach ist, mit dieser Informations- und Nachrichtenflut umzugehen. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich dazu auch schon einmal einen Blogeintrag verfasst. Doch wie genau man am besten mit Nachrichten haushalten sollte, das weiß ich nicht so genau. Ganz grundlegend stellt sich erst einmal die Frage, ob man Merkenswertes besser digital oder doch analog festhalten sollte. Und da fängt es schon an: Die diversen Notiz-Programme am Rechner bieten unzählige Möglichkeiten, das festzuhalten, was man festhalten möchte. Und mit Markup-Sprachen wie „Markdown“ kann das Schreiben von Notizen am Rechner auch sehr komfortabel gestaltet werden. Ich habe schon sehr viele Notiz-Programme ausprobiert. Von einfachen digitalen Klebezetteln bis hin zu ganzen Anwendungen nur für Notizen oder auch Zettlr – dem Markdown-Alleskönner – war da alles dabei. Ich versuche natürlich immer, möglichst freie Software zu verwenden. Versteht mich nicht falsch: Viele der Notiz-Programme haben mir wirklich richtig gut gefallen. Ob Zim, Cherrytree, Zettlr oder SimpleNote; ich mag viele dieser Anwendungen sehr gern.

Doch ich habe auch ein kleines Problem: Im Alltag habe ich nicht immer den Laptop dabei, oder aber nicht immer die Möglichkeit, einen zu nutzen. Wenn ich zu hause vor dem Klapprechner sitze und vor mich hin tippe, ja dann lohnen sich die lokalen Notiz-Anwendungen natürlich ungemein. Doch wenn ich ohne den Laptop Termine und Notizen festhalten muss, greife ich doch sehr oft zu einem gedruckten Planer. Dieser eignet sich sehr gut für Termine, Notizen kann ich natürlich ebenso dort hinein kritzeln, auch wenn der Platz dann manchmal knapp wird. Ansonsten beschreibe ich noch ein kleines Notizbuch, das ist dann aber weniger für Termine geeignet.

So ganz optimal passt eigentlich keine der hier aufgezählten Möglichkeiten in meinen Alltag. Ich teste mich also wieder einmal munter durch die Software-Landschaft und denke auch darüber nach, wie ich meine analogen Notizen handhaben könnte. Dazu kommt noch: Wenn man ständig darüber nachdenkt, wie man Notizen machen sollte, kann man ziemlich schnell vergessen, überhaupt welche zu machen. Vielleicht habe ich genau deswegen diesen Text über Notizverwaltungen geschrieben – und nicht über diese ominöse Textidee, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Mich würde sehr interessieren, wie ihr Notizen macht. Nutzt ihr dazu Computerprogramme oder seid ihr eher analog unterwegs?

GNU/Linux: Zettlr-Flatpak und das Dateisystem

Neulich gab es im Zettlr-Subreddit einen Problembericht, in dem ein Nutzer beschrieb, dass sein Zettlr-Flatpak unter GNU/Linux nicht auf das gesamte Heimverzeichnis zugreifen konnte. Stattdessen werde nur der Ordner für Dokumente erkannt bzw. angezeigt. Der Fragesteller hat sich schließlich damit beholfen, an Stelle des Flatpaks einfach ein traditionelles Paket zu installieren. Das muss aber nicht sein, eigentlich ist das „Problem“ schneller gelöst, als man es vielleicht vermuten würde.

Flatpaks bieten als Container-Technologie die Möglichkeit, die Rechte, die Anwendungen auf dem Host-System haben, einschränken zu können. Das schließt einige Systemdienste ein, betrifft aber auch das Dateisystem. Diese besagten Rechte lassen sich mit einer weiteren Flatpak-Anwendung namens „Flatseal“ verwalten. Diese ist im Flathub verfügbar, kann also ganz einfach über grafische Werkzeuge wie Gnome Software oder die Shell installiert werden:

flatpak install flathub com.github.tchx84.Flatseal

Wer möchte, kann die Anwendung auch nur für den jeweiligen Benutzer installieren. Das bietet sich zum Beispiel unter openSUSE MicroOS Desktop an:

flatpak install --user flathub com.github.tchx84.Flatseal

Ist Flatseal einmal installiert, kann man in der Anwendungsliste einfach zur jeweiligen Anwendung, in diesem Fall also Zettlr navigieren. Dort findet sich dann in der deutschen Lokalisierung die Sektion „Filesystem“. Dort muss dann lediglich die Option „Alle Benutzerdateien“ aktiviert werden. Dadurch wird die Variable filesystem=home gesetzt und Zettlr kann (nach einem Neustart der Anwendung) auf das gesamte Heimverzeichnis zugreifen.

Im Allgemeinen sollte man im Hinterkopf behalten, dass die Rechteverwaltung bei Flatpak sicherheitstechnische Gründe hat. Das jeweilige Risiko einzuschätzen, liegt also an der Nutzerin selbst. Übrigens wird so auch klar, warum sich der Fragesteller auf Reddit mit dem traditionellen Paket behelfen konnte: Traditionelle Paketmanager weisen in der Regel keine Rechteverwaltung wie Flatpak auf. So kommt es dann auch nicht zu Fehlern durch mangelnde Berechtigungen.