Wie versprochen möchte ich jetzt ein wenig über meine bisherigen Eindrücke zu den Widgets in oder vielmehr über Gutenberg schreiben, diese lassen sich ebenfalls mit dem famosen Block-Editor verwalten.

Der erste Eindruck ist: Auf der Beitragsebene ist Gutenberg schon wesentlich weiter. Ich kann nachvollziehen, warum Nutzer die klassischen Widgets bevorzugen könnten, und habe mir zwischenzeitlich auch das dazugehörige Plugin installiert. Anders als auf der Beitragsebene scheint es aber bei der Konvergenz zwischen Widget-Gutenberg und den klassischen Widgets noch ein bisschen zu hakeln.

Am Ende habe ich meine jetzige Sidebar also schon drei mal erstellt: Anfangs mit Gutenberg, dann mit dem klassischen Editor, und dann wieder mit Gutenberg. Warum das Ganze? Nun, als ich Widget-Gutenberg zuerst genutzt habe, hatte ich noch einige Schwierigkeiten mit der Handhabung von Listen. Kleiner Tipp: Der Cursor-Fokus liegt automatisch auf der Liste, sobald man diese anlegt. Darauf musste ich erst einmal kommen. Da ich wieder viel zu neugierig war, musste ich, genau wie den klassischen Editor auch die klassischen Widgets einmal ausprobieren.

Was die Handhabung angeht, bin ich dahingehend wirklich zwiegespalten. Einerseits fühlen sich auch die klassischen Widgets entsprechend des Names „klassischer“ an. Und doch bietet Gutenberg wieder einige Komfortfunktionen, die ich beim traditionellen Pendant dann doch vermisst habe. Beispielsweise kann Gutenberg bloginterne Seiten einfach über das Feld zur Linkeingabe finden. Und das ist dermaßen praktisch, meine Güte! In meiner Seitenleiste habe ich zum Beispiel die Datenschutzerklärung verlinkt, also einen bloginternen Verweis gesetzt. In Gutenberg geht das mit einem Klick und zwei Sekunden tippen, im klassischen Widget-Editor muss die gesamte URL eingetragen werden.

Das ist natürlich nur eine Kleinigkeit, und ich habe auch das Gefühl, dass man sich spätestens beim zweiten Nutzen an die Eigenheiten der jeweiligen Methode gewöhnt. Alles in allem fühlt sich Gutenberg aber moderner an — wäre ja auch irgendwie merkwürdig, sollte dies nicht der Fall sein.

Ich für meinen Teil werde wohl bei Gutenberg bleiben und auf den klassischen Editor bei Beiträgen und Widgets für diese Seite hier verzichten. Dazu bietet mir Gutenberg doch zu viele interessante Funktionen, und ist, was die offizielle Entwicklung angeht natürlich auch von Natur aus wesentlich „zukunftsfähiger“ als das klassische Pendant.

Vielleicht schreibe ich dazu ja auch noch einen Text, heute bin ich aber müde, weil erkältet.