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Mein E-Mail-Alltag

Was gehört im Zeitalter der Digitalisierung für so viele Menschen eigentlich mehr zum Alltag als E-Mails? Eine E-Mail-Adresse ist oft eine ganz grundlegende Voraussetzung, wenn man Web-Dienste benutzen und somit im Internet aktiv werden möchte. Für mich persönlich ist das Konzept hinter den Mails schon interessant, immerhin funktioniert die digitale Post über offene Protokolle und als dezentrales System – und trotzdem ist es für viele ganz selbstverständlich.

Das Internet wird heute maßgeblich von großen Firmen geprägt. Und diese haben historisch vor allem ihre geschlossenen Systeme aufgebaut und eben auch geschlossen gehalten. Ob Google unter den Suchmaschinen oder Meta im Raum der sozialen Netzwerke, ob Paypal beim Bezahlen oder YouTube unter den Videoplattformen: In vielen Netzbereichen haben sich einzelne Anbieter durch- oder zumindest weit vor der Konkurrenz abgesetzt. Als das Fediverse als dezentrales Netzwerk an Auftrieb gewinnen konnte, war der föderierte Aufbau für viele ein Problem – aber beim Thema E-Mail ist er noch selbstverständlich. Das finde ich wirklich ziemlich spannend, aus meinem Interesse an den Technologien des Internets heraus.

Einmal kurz die E-Mails checken – dass ist doch digitaler Alltag, oder? Ich bilde da auch keine Ausnahme, gut schlimm ist das ja auch nicht. Natürlich haben auch die E-Mails ihre Schwächen, die Verschlüsselung zum Beispiel könnte einfacher gelöst sein. Aber insgesamt komme ich mit meinem digitalen Postfach in der Regel doch ganz gut zurecht, oder kann mich zumindest an die Stärken erinnern.

Wie händelt ihr eigentlich euren digitalen Postverkehr? Nutzt ihr dazu die Webmail-Oberfläche eures Anbieters, oder doch ein dediziertes Softwareprogramm? Ich selbst verwende im Alltag liebend gern den Mozilla Thunderbird, der für mich in Sachen Nutzerfreundlichkeit einfach alles richtig macht – man könnte auch sagen: Ich habe mich an den Donnervogel gewöhnt, jetzt möchte ich ihn nicht mehr missen. Nachdem ich so manch einen Mail-Client am Desktop ausprobiert habe, namentlich vor allem Evolution, KMail, Claws Mail oder auch Sylpheed, bin ich immer wieder zu Thunderbird zurückgekehrt und nutze das Programm auch heute noch im Alltag.

Vor allem die Kontoeinrichtung finde ich bei Thunderbird als „Langzeitnutzer“ besonders angenehm, immer mal wieder musste ich ihn ja doch neu einrichten, vor allem wegen Distributions-Wechseln. Auch die ergänzenden Funktionen die der Donnervogel bietet mag ich sehr, zum Beispiel die RSS-Reader-Funktionalität. Für den Desktop kann ich mir momentan wirklich kein anderes Mail-Programm so richtig gut vorstellen.

Am Smartphone bin ich da schon ein wenig unentschlossener. Aus dem F-Droid-Store habe ich mir einst FairEmail installiert, dass ich auch jetzt noch nutze und natürlich möglichst aktuell halte. Im Gegensatz zum Desktop-Bereich habe ich mir das Anwendungsangebot auf der mobilen Android-Plattform bisher allerdings noch viel weniger intensiv angeschaut. So höre ich immer mal wieder von alternativen Anwendungen, die andere verwenden – und bin froh, dass mein FairEmail einfach läuft und funktioniert. Auch über das klassische E-Mail-Konzept bin ich noch nicht so wirklich herausgekommen, wobei Chat-Programme auf E-Mail-Basis wie etwa DeltaChat durchaus interessant klingen. (Danke für die Empfehlung, Gerhard!) Jetzt ist es aber wieder Zeit, eine Frage im Raum stehen zu lassen. Ich möchte ja Kommentare lesen: Wie verwaltet ihr eure E-Mails?

21. Juli 2023

Spaß mit Thunderbird

Ich bin ein großer Freund und Verfechter nativer E-Mail-Clients für den Desktop: Anstatt mich durch die Wirren einer Webmail-Oberfläche zu wühlen, bleibe ich lieber bei meinen geliebten Desktop-Anwendungen. Besonders gut gefällt mir schon lange der gute Thunderbird von Mozilla. Für mich verbindet diese Anwendung all die Vorzüge von Mailclients mit vielen nützlichen Funktionen und einer einfachen Einrichtung.

Thunderbird ist aber nicht nur ein besonders toller E-Mail-Client – nein, der Donnervogel kann noch viel mehr: Das Programm lässt sich zum Beispiel auch als Kalender oder sogar für einfache Chat-Bedürfnisse verwenden. Thunderbird ist also ein Mailclient mit angehangener PIM-Abteilung.

Besonders nützlich finde ich die News-Funktion, die Thunderbird mitbringt. Damit lassen sich nämlich auch RSS- oder Atom-Feeds abrufen und organisieren. Ich habe mir so eine Feed-Sektion direkt unter den Mailpostfächern einrichten können – das ist ziemlich praktisch.

Manchmal merkt man Thunderbird zwar an, dass die Software primär auf den E-Mail-Betrieb angepasst ist. Aber wer einen einfachen RSS-Reader sucht, sollte mal einen Blick auf Thunderbird werfen. Nach ein bisschen Einarbeitung bin auch ich gut mit der grundlegenden Bedienung klargekommen. Ein bisschen schade ist, dass ich es noch nicht hinbekommen habe, neue Artikel in einem Feed-Sammeleingang darzustellen. Dazu müsste ich diese wohl in Ordnern umsortieren. Naja, irgendwie ist es mit den einzelnen Feeds auch ein bisschen übersichtlicher.

Wie gesagt: Der Donnervogel kann mehr, als man auf den ersten Klick denken mag. Ich kann euch das Programm nur weiterempfehlen. Und zwar als Gesamtpaket.

Charisma für den Blog

Ich habe wieder ein bisschen am Layout dieser Seite gebastelt. Mein Ziel war es, dem Blog ein bisschen mehr Charakter zu geben. Derzeit basiert die grafische Gestaltung der „Kaffeediffusion“ auf dem Powder-Theme. Was sagt ihr dazu?