Schlagwort: Schreiben

  • Texten in einem Texteditor

    Texten in einem Texteditor

    Ich mache mir oft Gedanken zu der Schreibumgebung, die ich nutze. Denn irgendwie bin ich immer wieder unzufrieden mit den bekannten und beliebten Anwendungen. Natürlich betrifft das immer nur Kleinigkeiten. Natürlich ist das abhängig von eigenen Einschätzungen – und natürlich auch von den Anforderungen, die man stellt. Ich schreibe gern, ich schreibe viel. Wenn ich schreibe, dann meistens längere Texte. Über die Zeit habe ich es zu schätzen gelernt, eine einfache Umgebung nutzen zu können. Daher habe ich mich auch ausgiebig mit ablenkungsfreien Editoren beschäftigt. Eine Option habe ich aber bisher immer außen vor gelassen: Schlichte Texteditoren, wie sie unter GNU/Linux jede Arbeitsumgebung mitliefert.

    Die Frage ist immer, inwiefern ein Editor auf einen bestimmten Zweck ausgelegt ist. Manchmal merkt man einfach, dass die Entwickler hinter einer Anwendung zum Beispiel Entwickler im Kopf haben. Eine integrierte Entwicklungsumgebung ist aber bekanntlich noch keine gute Schreibumgebung. Manchmal wird es dann schnell zu spezifisch, habe ich das Gefühl. Versteht mich nicht falsch: Ich brauche nicht viel. Da ich oft ohnehin Markdown nutze, bin ich eigentlich sehr pflegeleicht.

    Aber wenn eine Anwendung nur so vor Symbolen strotzt, die sich primär an Coder richten – dann frage ich mich schon, ob ich nicht doch eine andere Anwendung verwenden sollte.

    Diesen Text schreibe ich in KWrite, also im einfachen Texteditor von KDE. Während Kate eine schier unerschöpfliche Fülle an Möglichkeiten mitbringt, ist KWrite eher auf das Wesentliche reduziert. Das Schreiben in KWrite macht schon Spaß, aber ich muss mich noch weiter durch die Gegend testen. Das ist wohl auch ein sinnvolles Schlusswort: Mal schauen, mal testen.


    Bildnachweis:

    Underwood Typewriter“ by One Candle Photos is licensed under CC BY-ND 2.0 .

  • WP: Gutenberg ist wieder ganz!

    WP: Gutenberg ist wieder ganz!

    Ich möchte mich nur mal kurz freuen: Mein Gutenberg ist wieder ganz, das 6.2.1-Update für WordPress scheint es hinbekommen zu haben. Zuletzt war meine Darstellung mit dem momentanen Blog-Theme im Editor verschoben, so dass ich die themenspezifische Darstellung ausschalten musste. Jetzt läuft es wieder – und das ist super. Endlich kann ich wieder sehen, wie ein Beitrag aussieht, wenn ich ihn schreibe.

    Das Standardthema für Gutenberg ist nicht schlecht – aber gerade bei Bildern haben sich die unterschiedlichen Schriftarten und -größen doch bemerkbar gemacht: Jetzt funktioniert es wieder – das ist super. 😀


    Bildnachweis:

    Gutenberg“ by zigazou76 is licensed under CC BY 2.0 .

  • Tägliches Bloggen: Ein erster Rückblick

    Tägliches Bloggen: Ein erster Rückblick

    Seit dem 29. April 2023 habe ich täglich mindestens einen Artikel auf diesem Blog veröffentlicht. Heute, nach ziemlich genau zwei Wochen möchte ich ein wenig resümieren: Das ist die Bilanz nach den ersten, aber hoffentlich nicht letzten zwei Wochen des täglichen Bloggens.

    Motivation und Herausforderung

    Ich hatte es schon einmal in einem anderen Text angesprochen: Zu wissen, dass man kontinuierlich über einen längeren Zeitraum Texte schreibt und geschrieben hat, kann sehr motivieren. Mich zumindest. Wenn ich weiß, dass ich schon zwei Wochen drangeblieben bin, fallen mir die Wochen danach umso leichter. Jeden Tag ein neuer Text; diese Vorstellung wird schon wesentlich einfacher, wenn man weiß, dass man es in den letzten Wochen auch irgendwie hinbekommen hat. Anstatt Textideen stets und ständig zu verwerfen, habe ich mittlerweile auch gelernt, mit meinen Texten ein bisschen zufriedener zu sein. Meine kleine Herausforderung ist auch zu einem Ansporn geworden, weiter zu Texten und nicht einfach wieder einzuschlafen und eine Pause zu machen. Klar, Pausen müssen manchmal sein. Aber wenn man immer wieder mit den eigenen Texten unzufrieden ist, sagt es sich so leicht, einfach mal eine kleine Pause zu machen. Dann werden aus zwei Tagen schnell zwei Wochen. Und von zwei Wochen aus ist es manchmal nicht weiß zu den zwei Monaten.

    Wo mich das tägliche Texten motiviert, fordert es mich auch immer wieder heraus. Vielleicht ist es gerade das, was motiviert. Zu wissen, dass man ansonsten das eigene Ziel nicht erreichen könnte, kann manchmal einfach sehr wurmen. Für mich funktioniert diese selbstgesteckte Herausforderung unglaublich gut. Da wäre ich mir zu Beginn selbst nicht so sicher gewesen. An manchen Tagen habe in letzter Zeit ziemlich viel Stress. Doch selbst dann habe ich versucht, kleine Pausen einzulegen um zu schreiben. Das ist manchmal auch einfach wohltuend. Leser dieses Blogs merken vielleicht, wann und wie ich zum schreiben komme, immerhin hängt es ja davon ab, wann sich diese Seite verändert. Mal erscheint ein Text in aller Frühe, mal am Abend: Je nach dem, wann ich Zeit finde.

    Ein Ausblick

    Ich freue mich sehr, dass meine kleine Herausforderung bis jetzt so gut funktioniert hat. Das nächste Ziel ist es nun natürlich, nach den zwei Wochen auch die vier Wochen mitzunehmen: Ich möchte noch mindestens den Mai über „durchhalten“. Mal schauen, ob ich das schaffen werde. Momentan möchte ich aber eigentlich nicht darüber nachdenken, ob ich mein Ziel irgendwann verfehlen könnte. Stattdessen überlege ich lieber darüber, dass ich es irgendwann erreichen könnte. Übrigens weiß ich nicht, ob ich das Überschriften-Format mit dem Namen im Titel beibehalten möchte. Einerseits ist es irgendwie interessant zu sehen, welche Einträge ich primär für diese kleine Herausforderung geschrieben habe. Andererseits möchte ich mich wirklich nicht eingrenzen. Daher nur fürs Protokoll: Mir geht es darum, täglich zu schreiben, nicht darum den Kalender in den Titel zu kopieren. 😀

  • 10. Mai 2023

    10. Mai 2023

    Was geschieht eigentlich, wenn ich mal keine Textideen habe? Richtig, dann schreibe ich darüber, was bei dieser Frage am nächsten liegt: Darüber, wie ich eigentlich zu meinen Textideen komme. Heute möchte ich einerseits beschreiben, woher ich meine Ideen nehme – mich interessiert aber andererseits auch, wie andere neue Textideen finden und wie bei anderen der Prozess bis zu einem fertigen Artikel aussieht. Schreibt das gern in die Kommentare.

    Politische Texte

    Wenn ich politische Texte schreibe, brauche ich meist einen Anlass: Irgendetwas muss bei mir oftmals eine Meinung provozieren. Denn dann habe ich manchmal einfach so ein inneres Bedürfnis, meine Meinung aufzuschreiben: Meinungsbeiträge können nur dann entstehen, wenn man selbst eine Meinung hat. Sei es durch Nachrichten, Gespräche oder Diskussionen: Mir hilft es meistens, irgendwie mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Nur wenn ich hier und da mitbekomme, was um mich herum geschieht, kann ich dazu schreiben. Nur wenn ich weiß, wo es Probleme gibt, kann ich mich darüber aufregen.

    Früher habe ich mich, glaube ich, häufiger und vor allem schneller aufgeregt. Heute sieht das anders aus. Denn wo ich früher einfach in die Tasten gehauen habe, überdenke ich die Ideen für politische Artikel heute viel gründlicher. Weiß ich wirklich genug, um mich zu einem Thema auszulassen? Kenne ich wirklich genug Details, um das Gesamtbild kritisieren zu können? Derartige Fragen schießen mir vorm, aber auch beim Schreiben politischer Texte durch den Kopf. Das Ergebnis: Meinungsbeiträge werden seltener, aber ich bin nach ein paar Wochen wenigstens noch mit meiner eigenen Meinung im Reinen.

    Zuletzt ist es mir immer schwerer gefallen, mich auf einen politischen Standpunkt festzulegen. Einerseits sind deswegen Texte genau über diese Unentschiedenheit entstanden. Andererseits habe ich es manchmal auch vorgezogen, einfach mal meinen Mund zu halten und lieber etwas anderes in Worte zu fassen. Mal bin ich danach froh darüber gewesen, mal habe ich mich insgeheim geärgert, nicht früher etwas dazu geschrieben zu haben. Das beste Beispiel um nachzuvollziehen, wie sich der Prozess meiner Meinungsbildung über die Zeit verändert hat, ist wohl mein politischer Blog „other society„.

    Technische Artikel

    Wenn ich zu technischen Themen schreibe, ist meine „innere Hemmschwelle“ oft deutlich geringer. Oft fällt es mir leichter, einen technischen Artikel, zum Beispiel zu freier Software zu verfassen, da ich mich dann schlicht an objektive Fakten halten kann. Diese sind als Tatsachen nicht so verhandelbar wie politische Ansichten und Meinungen. Natürlich habe ich auch Meinungen zu technischen Themen – und auch darüber diskutiere ich viel und gern. Aber: Politische Meinungen werden oft viel persönlicher debattiert. Zumindest habe ich da so ein Gefühl. Vielleicht sehe ich das falsch. Natürlich bauen manche auch eine Art Bindung zu der Software auf, die sie nutzen. Und dann kann es natürlich auch schnell persönlich werden. Aber das sind dann doch noch einmal „andere Hausnummern“.

    Persönliche Beiträge

    Bei persönlichen Beiträgen kenne ich vor allem eine Frage: Was ist noch persönlich, und was ist schon privat? Manchmal ist das ein schmaler Grat – und eine Entscheidung fällt nicht immer leicht. Doch bei Blogeinträgen wie diesem, die sich schwer den obigen Kategorien zuordnen lassen, kann ich oft einfach drauf los tippen. Das hat etwas befreiendes. Genau deswegen versuche ich auch, so oft wie möglich zu schreiben. Ja, zu diesem Thema habe ich schon einige Texte verfasst. Deshalb möchte ich es hier nur kurz zusammenfassen: Persönliche Texte entstehen bei mir (erschreckend) oft sehr spontan.

    Social Media

    Hin und wieder schreibe ich hier und da Beiträge in sozialen Netzwerken. Klar, das ist oft nicht sonderlich weitschweifig. Aber irgendwie ist diese Abwechslung auch spannend. Irgendwie macht es Spaß, hin und wieder etwas anderes in die Tastatur zu zimmern, als einen seitenlangen Text oder einen Blogartikel mit hunderten von Worten. Hin und wieder macht es Spaß, das Medium eines Microblogs auszuprobieren. Wenn meine persönlichen Texte spontan sind, dann sind meine Fediverse-Einträge vermutlich wilde Hirngespinste – vielleicht könnte man es auch so sagen: Das, was ich im Fediverse schreibe, ist das, was mir in diesem Augenblick durch den Kopf schießt. Ob das dann so sinnvoll ist, sei mal dahingestellt.

  • Einfach einfach

    Einfach einfach

    Müssen Blogs eigentlich mit den klassischen Bedienelementen befüllt werden? Braucht es eine klassische Seitenleiste? Braucht es eine klassische Navigation? Nutzen die Leserinnen und Leser eigentlich das Archiv oder ist das nur Deko? Muss ich meine Kategorien darstellen und die Schlagworte anzeigen?

    Diese Fragen stelle ich mir in letzter Zeit sehr häufig. Vor ein paar Tagen habe ich daher eine regelrechte Ode an die Seitenleiste geschrieben. Doch die Fragen blieben: Wird das, was ich da in die Seitenleiste schreibe eigentlich beachtet oder lenkt das nur ab?

    Kurz: Braucht der Blog das wirklich, brauchen die Leser das wirklich für eine einfachere Nutzung? Leider habe ich in dieser Hinsicht keine Statistiken und kann auch nicht auf irgendeine Befragung zurückgreifen. Vielleicht sollte ich mal im Fediverse nachfragen.

    WordPress jedenfalls scheint sich vom klassischen Konzept der Widgets wegzuentwickeln. Die neueren Gutenberg-Themen, vor allem die Standard-Themes, wirken auf Einfachheit ausgelegt. Ich habe einfach mal das Standard-Theme für 2023 auf diesen Blog angewandt: Klar, das funktioniert auch. Aber ist das wirklich schon der Standard, oder braucht das noch seine Zeit? So ein WordPress-Standardthema kann sicherlich Akzente setzen, die sich auf das Webdesign insgesamt auswirken. Ob das nun aber jeder gut findet, ist eine andere Frage. Ich glaube, ich probiere mich einfach mal wieder durch die Gegend.

    Momentan sieht der Blog sehr, sehr minimal aus. Ich habe das 2023-Thema momentan so eingestellt, dass auf der Startseite drei Blogeinträge in Auszügen, nebeneinander angezeigt werden. So einfach hatte ich das Layout noch nie, zumindest nicht auf diesem Blog. Denn die Kaffeediffusion war ja nicht immer ein WordPress-Blog. Wenn man auf die writefreely-Kaffeediffusion zurückblickt, wirkt selbst das jetzige Layout überladen. Ich verlinke den alten Blog mal hier. Was haltet ihr von minimalen Blogs? Was darf nicht fehlen? Und was lenkt nur ab? Denn schließlich geht es am Ende des Tages ja eigentlich um die Texte, oder?


    Bonus: „Geologist“

    Als kleinen Bonus möchte ich hier wie versprochen einen Eintrag aus der Theme-Saga bringen: Ich habe oben zwar erwähnt, dass ich das „Twenty-Twenty-Three“-Theme angewandt hätte, aber das stimmt schon nicht mehr. Momentan habe ich gerade wieder den „Geologist“ installiert. Das ist ein sehr einfaches Block-Thema, das auf „Blockbase“ basiert. Damit ähnelt es nicht nur dem Muttertheme sondern auch Themen wie z.B. „Zoologist“.

    Eine stärke von „Geologist“ ist, dass das Thema sehr viele Farbschemen mitliefert, mit denen sich die eigene Seite sehr schnell anpassen lässt. Standardmäßig setzt das Thema auf eine dunkle Hintergrundfarbe und serifenlose Schrift. Das wirkt allenfalls sehr modern und angenehm simpel. Gepaart mit dem Vollbild-Modus des Gutenberg-Editors, am besten noch mit der Option für ablenkungsfreies Schreiben, macht das Thema auch im Backend Spaß. Vielleicht nehme ich zukünftig ja auch dieses Thema? Wir werden sehen. 😀


    Beitragsbild:

    Mod Podge and paint and…“ by Matt Callow is licensed under CC BY-SA 2.0 .

  • 7. Mai 2023: Kreatives Schreiben

    7. Mai 2023: Kreatives Schreiben

    Mittlerweile schreibe ich so gut wie täglich irgendwelche Texte. Aber ich schreibe dabei immer für irgendeinen Blog, oder ein anderes Medium. So wirklich habe ich mich noch nie in die Welt des kreativen Schreibens gewagt – ich weiß auch nicht, wo ich da anfangen sollte: Immer wieder lese ich im Internet von Menschen, die kreative Texte schreiben. Ob Kurzgeschichten, Romane oder andere Fiktion: Irgendwie finde ich es faszinierend, eigene Geschichten aufzubauen. Ich finde es zwar sehr interessant, wenn andere davon schreiben, wie sie spannende Charaktere und Handlungen aufbauen. Manchmal habe ich sogar so eine ganz leise Stimme in mir, die sagt, dass ich das einfach einmal ausprobieren sollte. Aber dann denke ich mir, dass ein derartiger Versuch vermutlich ohnehin scheitern würde. Versteht mich nicht falsch: Das eigentliche Schreiben würde mir vermutlich viel Spaß machen, und der Prozess dahinter klingt ebenfalls sehr erfüllend. Aber dann denke ich mir, dass ich dieser Aufgabe gar nicht so nachkommen könnte, wie ich das bisher gewohnt bin.

    Ich glaube, dass man sich stets verbessern kann, wenn man etwas lange genug immer und immer wieder versucht und übt. Daher schreibe ich auch so oft in diesen Blog: Das hier ist auch ein Übungsfeld für mich. Hier kann ich an meiner eigenen Schriftsprache arbeiten, ohne mich auf ein anderes Ziel konzentrieren zu müssen. Viele Aspekte, die dieser Blog für mich bietet, wären auf anderen Medien wohl wesentlich schwerer umsetzbar. Hier kann ich sozusagen üben zu üben, und lernen zu lernen.

    Für kreativen Schreiben hat sich eine solche Gelegenheit noch nicht ergeben. Ich überlege mir oft, das einfach mal auszuprobieren. Nur als einen Versuch. Nur um zu sehen, wie ich damit klarkommen würde. Sozusagen als eine kleine Herausforderung für mich selbst und eine Aufgabenstellung an meine Kreativität.

    Wenn ich Romane lese bin ich auch davon begeistert, wie gewisse Autorinnen und Autoren ihre Handlungen aufbauen. Dann frage ich mich, ob man dazu ein gewisses Händchen braucht, oder ob man sich das antrainieren kann. Jeder hat mal angefangen, und man hört auch immer wieder gewisse Tipps von Menschen, die anderen vom kreativen Schreiben erzählen. Doch ich frage mich, ob das überhaupt mit meiner Herangehensweise an das Schreiben und die Sprache zusammenpassen würde: Bisher habe ich Sprache immer dazu genutzt, anderen Inhalte zu vermitteln. Dieses gewisse künstlerische Element habe ich noch nicht oft erforscht. Aber vielleicht wäre es einmal an der Zeit erste Schritte zu gehen. Nur als Versuch.

    Vielleicht ließt ein Autor oder eine Autorin diesen Blogeintrag. Ich würde mich sehr über Rückmeldungen und Anregungen freuen. Immerhin kann der Austausch oft weiterhelfen. Wie seid ihr zum Schreiben gekommen? Wie geht ihr an das Schreiben heran?


    Photo of the Week – Winner of the Federal Junior Duck Stamp Art Contest“ by U. S. Fish and Wildlife Service – Northeast Region is marked with Public Domain Mark 1.0 .

  • WordPress: Gutenberg anpassen

    Ich experimentiere noch immer mit Gutenberg herum, und je mehr ich mich durch die verschiedenen Konfigurationsoptionen probiere, desto mehr gefällt mir der Editor. Vor kurzem habe ich in einem Blogeintrag zum Beispiel kritisiert, dass Gutenberg in seiner Standardansicht nicht wirklich in das WordPress-Dashboard passt. Mittlerweile habe ich eine Einstellungsmöglichkeit gefunden, die wirklich sehr gut Abhilfe schafft: Über das Gutenberg-Menü in der oberen rechten Ecke lässt sich der Editor in den Vollbild-Modus schalten. Diese Option ist standardmäßig angewählt, wodurch Gutenberg in seiner eigenen Ansicht startet. Nachdem ich Option abgewählt habe, fügt sich Gutenberg jetzt wesentlich besser in das restliche Dashboard ein, die Seitenleiste bleibt dauerhaft sichtbar. Das gefällt mir wesentlich besser.

    Eine weitere interessante Option ist das dauerhafte Einblenden der Block-Werkzeugleiste über dem Text. Diese Konfiguration kann ebenfalls über das bereits erwähnte Konfigurationsmenü eingerichtet werden. Der Vorteil an dieser Konfiguration ist, dass beim Auswählen von Text das entsprechende Menü nicht immer mitten im Artikel erscheint. Stattdessen wird es verlässlich nach oben verschoben, was ich wesentlich angenehmer finde.

    Insgesamt wirkt Gutenberg mit diesen kleinen Handgriffen wesentlich mehr wie ein klassischer Editor. Anstatt aber bei TinyMCE bleiben „zu müssen“ kann ich so die moderneren Vorschläge der WordPress-Entwickler mit-nutzen. Dementsprechend gefällt mir Gutenberg jetzt ein gutes Stück besser als zuvor. Wenn ich mich jetzt doch auf das TinyMCE-Plugin festgelegt hätte, hätte ich vermutlich nie von den erweiterten Einstellungen in Gutenberg mitbekommen.

    Natürlich haben die hier genannten Vorteile auch ihre „Nebenwirkungen“. So ist meine Gutenberg-Konfiguration jetzt ein wenig mehr mit Einstellungs- und Bearbeitungsoptionen gespickt und wirkt etwas voller. Wenn ich aber eine ablenkungsfreie Schreibumgebung suche, habe ich bisher eigentlich immer auf Anwendungen wie Zettlr oder Vim in einer speziellen Konfiguration zurückgegriffen. Momentan bin ich vielmehr beeindruckt, dass sich Gutenberg derartig anpassen lässt. Man merkt schon, das man Gutenberg nutzt. Aber mal abgesehen von der Ladesekunde, die es beim Editor-Start braucht, muss das ja nichts schlechtes sein. Gutenberg bietet im Umgang mit Multimedia-Inhalten und erweiterten Beitragselementen objektive Vorteile gegenüber TinyMCE. Auch die eingebauten Markdown- und Formatierungs-Funktionen gefallen mir dann doch.

    Von daher kann ich es vor allem den Gutenberg-Kritikern empfehlen, einfach mal damit herumzuspielen. Ich kann beide Seiten nachvollziehen, also sowohl die WordPress-Entwickler mit Gutenberg aber auch die Community-Mitglieder, die lieber bei dem klassischen Editor bleiben. Nachdem ich mich aber heute noch mehr in Gutenberg eingearbeitet habe, bin ich momentan überaus zufrieden mit Gutenberg. Dass manche diese Software nicht mögen, ist nachvollziehbare Geschmackssache. WordPress aber deswegen an den Pranger zu stellen, finde ich nicht gerechtfertigt. Gutenberg bietet bei einem zweiten Blick mehr, als manch einer vielleicht ursprünglich angenommen hat. Außerdem ist natürlich auch ein Stück weit klar, dass der Block-Editor noch immer weiterentwickelt wird. Ich bin daher gespannt auf die zukünftigen Entwicklungen und heute doch positiv erfreut von Gutenberg. Vielleicht war es aber auch noch einmal ganz gut, den direkten Vergleich zum klassischen Editor zu ziehen. Nicht zuletzt auch, damit ich diesen nicht unbegründet bevorzuge.

  • 1. Mai 2023

    Das tägliche Schreiben geht weiter, ich versuche einfach mal, das wirklich durchzuziehen. Da der Tag ja noch lange nicht vergangen ist, aber ich komme jetzt schon zum Schreiben. Daher möchte ich jetzt ein wenig zu WordPress und meinen bisherigen Erfahrungen resümieren. Irgendwie ist es schon beachtlich, dass mein Umzug zu WordPress schon wieder einen ganzen Monat her ist. Meine ersten Eindrücke zu WordPress habe ich tatsächlich am 1. April geteilt, jetzt ist der April 2023 schon wieder Geschichte.

    Das schöne an diesem Blog ist, dass ich hier eigentlich alles selbst in der Hand habe. Vom Hosting mal abgesehen, kann ich hier meine WordPress-Installation, die Plugins, die Aufmachung der Seite und alles, was dazu gehört selbst verwalten. Das macht mir großen Spaß. Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, dass ich mich einmal mehr in den Untiefen der Einstellungsmöglichkeiten verlieren könnte. Ich hatte ein bisschen Angst, dass das eigentliche Schreiben dadurch auf der Strecke bleiben könnte. Ich konnte aber feststellen, dass so ziemlich das genaue Gegenteil eingetreten ist. Die Stunden, die ich bisher in diesen Blog investiert habe, waren allesamt sehr lehrreich. Ich habe viel gelernt über WordPress und den Aufbau eines Blogs – und lerne noch immer.

    Wer einen Blick auf das Archiv dieses Blogs wirft, kann schnell feststellen, wie mich dieser Blog zum Schreiben anregt. Im April 2023 habe ich so viele Texte geschrieben, wie in keinem Monat zuvor, wobei ich hier nur die Texte für die „Kaffeediffusion“ mitzähle. Fakt ist: Dieser Blog motiviert mich momentan ungemein, und tägliches Schreiben ist so zu einem noch größeren Bestandteil meines Alltags geworden. Für mich hat das eine sehr, sehr angenehme Auswirkung. Das Schreiben wird für mich schnell zu einer Art der Selbstverwirklichung. Schön ist auch, dass ich hier so ungebunden schreiben kann. Wo ich mich auf anderen Medien und Blogs an thematische Rahmenbedingungen halten möchte, ist es umso schöner, hier einfach drauf los schreiben zu können.

    Momentan bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich einfach vor den Laptop setzen und in den meisten Fällen einfach drauf los tippen kann. Das ist mir vor einem Monat noch wesentlich schwerer gefallen. Als ich die Idee für diesen Blog in seiner jetzigen Form im Kopf hatte, war es mir umso wichtiger, ihn nicht direkt in irgendwelche Vorgaben und Rahmenbedingungen einzusortieren. Und mittlerweile wage ich zu behaupten, dass das die absolut richtige Entscheidung war.

  • WordPress: Doch den klassischen Editor? Die Qual der Wahl.

    Ich konnte einfach nicht widerstehen und habe jetzt doch wieder den klassischen Editor installiert. Gutenberg macht sicherlich Spaß und bietet einige Funktionen, die der TinyMCE schlicht nicht kann. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich der klassische Editor noch besser in WordPress integriert.

    Wenn ich in Gutenberg einen neuen Entwurf anlege, wechselt direkt die gesamte Darstellung in den „Gutenberg-Modus“ – so nenne ich das jetzt einfach mal. Dadurch habe ich ein bisschen das Gefühl, als würde die „WordPress-Erfahrung“ mehr oder weniger unterbrochen. Irgendwie fühle ich mich ein wenig aus dem Dashboard gerissen, wenn ich in den Gutenberg-Modus wechsele. Mit TinyMCE kommt dieses Gefühl nicht auf, im Gegenteil.

    Die größten Stärken von Gutenberg liegen vermutlich in der Verwaltung von Bildern und Multimedia in Beiträgen. Gutenberg wurde teils sogar vorgestellt, Probleme in diesem Zusammenhang zu lösen. Ich persönlich verwende aber im Alltag so gut wie nie Bilder in Beiträgen, zumindest auf diesem Blog. Von daher werde ich wohl erst einmal wieder den klassischen Editoren verwenden. Vielleicht entscheide ich mich ja auch in den nächsten Tagen wieder um. Da bin ich mir ja nie so sicher. 🙂

    Edit: Nachdem ich eine Nacht über das ganze Thema geschlafen habe, habe ich mich doch dazu entschieden, den klassischen Editor wieder zu deinstallieren. Ich weiß, meine Unentschiedenheit kennt keine Grenzen. Aber vielleicht muss ich Gutenberg auch einfach weiter nutzen, um die Vorteile richtig kennen zu lernen. In den letzten Tagen und Wochen habe ich mir oft die verschiedenen Videomitschnitte der jährlich abgehaltenen „State of the Word“-Veranstaltungen bzw. -Vorträge angesehen. Mir ist dabei aufgefallen, dass sich die WordPress-Entwickler Gutenberg nicht „einfach so“ aus den Fingern saugen, sondern versuchen tatsächliche Probleme zu lösen. Von daher werde ich einfach mal versuchen, mit Gutenberg weiterzuschreiben. Sicherlich macht auch der klassische Editor Spaß, aber ich bin auch ein bisschen zu neugierig, Gutenberg komplett auszublenden. Von daher: Willkommen zurück, Gutenberg.