Schlagwort: Schreiben

  • 5. August 2023

    Ja, heute möchte ich wieder einen Tagebuch-artigen Eintrag für diesen Blog schreiben. Mir sind in den letzten Stunden und Tagen viele Textideen eingefallen, aber diese möchte ich in gesonderten Beiträgen behandeln. Vielleicht ist das auch genau die Gelegenheit, um endlich damit anzufangen, wieder Serien-Beiträge auf der Kaffeediffusion zu veröffentlichen. Hier möchte ich deswegen beschreiben, was mir in letzter Zeit so eingefallen ist – ohne direkt ins Detail zu gehen.

    Langsamkeit gegen die Hektik des Alltags

    Ich weiß nicht ganz wieso, aber irgendwie fallen mir derzeit die hektischen Seiten meines Alltags wieder etwas mehr auf als zum Beispiel vor ein paar Tagen. Wie gesagt: So ganz sicher, woran das liegen könnte, bin ich mir hier noch nicht. Aber bei mir gibt es da oft so ein zyklisches Verhalten: Mal habe ich richtig Lust auf das, was mir später vielleicht als viel zu stressig erscheint. Bestes Beispiel ist hier wiedereinmal mein Verhältnis zu den sozialen Netzwerken und Kurznachrichtendiensten wie Mastodon: Mal bin ich fast zu aktiv auf solchen Seiten, mal surfe ich sie tagelang nicht an. Das schwankt bei mir.

    Allerdings habe ich einen großen Vorteil: Das, was ich gern mache, kann ich jederzeit tun – nur manchmal gehe ich anders an gewisse Situationen heran: Mal schreibe ich zusätzlich zu meinen täglichen Blogeinträgen auch kurze Tröts bei Mastodon, mal konzentriere ich mich doch eher auf diese längeren Texte und verfasse vielleicht einen Absatz mehr. Und selbst bei bestimmten Themen ist es genau diese Herangehensweise, die sich bei mir unterscheiden kann: Mal versuche ich, eher einen Überblick über ein bestimmtes Thema zu erhalten, mal konzentriere ich mich auf ein Detail. Aber im Grunde macht mir beides Spaß. Und selbst wenn ich mal zu einer Herangehensweise neige, kann ich mich immer noch an der anderen versuchen. Da besteht dann natürlich auch die Chance, dass ich sie für mich wieder entdecke.

    Egal für welches Medium: Das nicht-fiktionale und journalistische Schreiben ist für mich nie langweilig – und genau deswegen mache ich das auch so gerne. Was meine Meinung zum (vermeintlichen) Stress des Alltags angeht, möchte ich in den nächsten Tagen auch einen Artikel schreiben. Mal schauen, wann ich dazu komme; ich mache mir da mal keinen Stress. 😉

    Distrohopping

    Da ich wieder einmal Zeit dazu finden konnte, bin ich gerade wieder dabei, mir Distributionen anzusehen. Ich habe mir heute die neue MX Linux-Version 23 auf den Rechner installiert, ganz klassisch mit dem Xfce-Desktop. Meine Ersteindrücke zu dieser Distribution möchte ich ebenfalls noch in einem Text beschreiben. Aber vielleicht sollte ich sie dazu noch ein wenig testen. Naja, wir werden sehen. Spaß macht es auf jeden Fall, sich mal wieder im Dschungel der Distributionen umzuschauen. 🙂

    „Journaling“

    Insbesondere aus dem englischsprachigen Sprachraum habe ich in letzter Zeit einige Internet-Inhalte zum „Journaling“ gesehen. Darin haben Menschen beschrieben, wie sie ihr Leben in einer Art Tagebuch dokumentieren. Dazu gibt es wohl ganz verschiedene Lösungen – analog in einem Notizbuch oder digital, nach einer gewissen Struktur oder eher weniger streng. Ich muss mich noch einmal ein wenig genauer damit beschäftigen. Ihr müsst wissen, dass ich derartige Ansätze auch gerne mit meinem täglichen Blogging auf dieser Seite vergleiche. Vielleicht wäre das auch einmal einen Text wert. Naja, und den Unterschied zu einem klassischen Tagebuch muss ich auch noch herausfinden.

  • Blogging im August

    Wir leben ja schon im August! Über den Monatswechsel habe ich eigentlich noch gar nicht so genau nachgedacht, dieses Mal. Zumindest nicht darüber, was das für diesen Blog heißt: Ich habe auch den Juli hindurch jeden Tag einen Text für diesen Blog geschrieben. Damit ist das schon der dritte Monat, in dem ich dieses Ziel erreichen konnte. Falls ihr jetzt verwundert auf das Artikel-Archiv in der Seitenleiste schaut, müsst ihr nicht verwirrt sein: Ja, da fehlen drei Texte. Das sind die, die ich seinerzeit per Hand verfasst habe – und bisher bin ich einfach noch nicht dazu gekommen, diese auf diesen Blog zu übertragen.

    Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, würde es eigentlich höchste Zeit dazu. Denn ich weiß noch genau, dass ich den einen Text unbedingt hier hochladen wollte; die anderen natürlich auch. In besagtem Artikel habe ich zum Thema „Generationen“ geschrieben. Das wollte ich schon so lange behandeln, jetzt versauert der Text in meinem Notizbuch… Naja, vielleicht finde ich im August eine freie Minute, um die Texte abzutippen.

    Wo wir schon dabei sind, wäre das doch eigentlich der richtige Moment, um über meine Pläne für den August zu schreiben. Gut, so richtig konkrete Vorstellungen habe ich da eigentlich noch nicht – allerdings schon ein paar grundlegende Ideen. Zum einen würde ich gern die Stilanalyse meiner Texte in Angriff nehmen, um etwas an meinem Schreibstil zu schrauben. Derzeit bemerke ich selbst, dass ich hin und wieder bestimmte Worte und Phrasen wiederholt verwende. Besonders ungünstig ist das vor allem, wenn es mir innerhalb eines Textes passiert und ich vor der Veröffentlichung nicht noch einmal darüber lese. Klar, irgendwie war es abzusehen, dass ich mit der Zeit gewisse Vorlieben für bestimmte Formulierungen entwickele. Da wäre ich wohl früher oder später nicht umhin gekommen. Vielleicht muss ich mir hier also ein Ziel setzen: Ich würde es sehr schön finden, wenn ich bis Ende August aus Vorlieben für einzelne Formulierungen eine Vorliebe für eine bestimmte Art zu formulieren machen könnte.

    Einen eigenen Schreibstil zu finden und zu stärken, ist wohl eine gute Sache. Nur ist es sicherlich auch wichtig, dabei auf ganz bestimmte Aspekte aufzupassen. Zum Beispiel darauf, dass ein Text durch einen bestimmten Stil nicht fade und auch nicht wie „von der Stange“ wirkt. Ich möchte auf einen flexiblen und verständlichen Schreibstil hinarbeiten. Zumindest bin ich schon froh, dass ich mittlerweile nicht mehr so oft ellenlange Sätze schreibe. Was meinen Schreibstil angeht, wäre es wohl auch sehr sinnvoll, mit anderen ins Gespräch zu kommen. Allerdings wüsste ich auf die Schnelle nicht, in welchem Rahmen so etwas möglich wäre – und vor allem auch nicht wo.

    Auf diesem Blog kann jede und jeder kommentieren. Das finde ich auch wunderbar, der Austausch ist toll. Allerdings möchte ich auch niemanden mit Fragen zu meinem Schreibstil nerven, der sich womöglich gar nicht dafür interessiert. Gerade in einer Themen-bezogenen Diskussion ist es ja nachvollziehbar, wenn Kommentarschreiber lieber beim Thema bleiben wollen. Andererseits: Fragen kostet nichts. Was haltet ihr von meinem aktuellen Schreibstil?

    Neben dem Feilen an meinem Stil wäre es vielleicht auch eine Überlegung wert, im August ein wenig mehr mit Beitragsserien für diesen Blog zu arbeiten. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich dazu schon einen Blogartikel geschrieben habe. Aber im großen und ganzen lässt sich meine Meinung dazu so zusammenfassen: Beiträge in Serien zu strukturieren, kann mich dazu motivieren, länger an einem Themengebiet dran zu bleiben. Das habe ich schon bemerkt, als ich die Kaffeediffusion noch über writefreely veröffentlicht habe. Und noch mehr, als ich für GNU/Linux.ch einige Beiträge innerhalb verschiedener Artikelserien verfasst habe. WordPress bietet mir viele Möglichkeiten, Beiträge einzuordnen und zu organisieren. Dazu ließen sich zum Beispiel die Kategorien oder Schlagworte verwenden. Wie gesagt: Besonders konkret sind meine Vorstellungen in dieser Hinsicht noch nicht, aber vielleicht entwickeln die sich ja noch über den Monat hinweg.

    Außerdem habe ich überlegt, ob ich in diesem Monat wieder aktiver für meinen politischen Blog „other society“ schreiben sollte – da bin ich mir aber selbst noch nicht so sicher. Immerhin ist das auch eine Frage, die ich mir schon länger stelle. Ich werde einfach mal versuchen, optimistisch an die Sache heranzugehen. Das klingt auch nach einer guten Idee für alle Ideen, die ich in diesem Beitrag zusammengefasst habe. Denn festgelegt habe ich mich da ja offensichtlich noch nicht. Und wenn ich mich nicht so sehr festlege, kann ich vielleicht auch nicht so heftig an meinen eigenen Erwartungen scheitern.

    Bis dahin:
    Happy blogging!

  • LibreOffice: Eine neue Schreibumgebung?

    Auf diesem Blog habe ich schon einmal zu meiner Schreibumgebung geschrieben. Einmal zum Beispiel zu einer Konfiguration des einfachen Texteditors Mousepad, der aus der Xfce-Arbeits-umgebung stammt. Auch wenn ich das Mousepad für seine Einfachheit schätze und theoretisch jeden einzelnen Text über einen simplen Texteditor verfassen könnte, habe ich diese Schreibumgebung doch nicht so lange beibehalten, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt habe. Stattdessen habe ich oftmals direkt im WordPress-Editor Gutenberg geschrieben – oder aber über LibreOffice. Egal, wie oft ich es versuche: Diese Anwendung begleitet mich immer weiter, selbst wenn ich noch so interessante Schreibprogramme entdeckt habe.

    Und eigentlich kann ich mich ja auch nicht beklagen: Mit LibreOffice komme ich immer besser klar, je länger ich das Programm verwende. Dabei entdecke ich auch häufig neues. So habe ich erst vor kurzem die Option gefunden, LibreOffice vollständig in einen dunklen Darstellungsmodus zu versetzen: Unter „Extras“ – „Optionen“ und „Anwendungsfarben“ lässt sich das Programm nämlich auf das vorinstallierte Farbschema „LibreOffice Dark“ umschalten. Schon erscheint die Seite, die man so gerne beschreibt in dunklen Farbtönen, der Text in hellen. Gerade in den Abendstunden ist das sehr Augen-schonend. Und gerade wenn man ein dunkles Anwendungsthema nutzt, wirkt die Büro-Suite so auch einfach viel stimmiger.

    Anstatt auf eine weiße Seite zu starren, kann man so auch auf eine schwarze stieren. Welch Wunderwerk der Technik! So weit ich weiß gilt die dunkle Darstellung auch nur für die Anzeige in eurer LibreOffice-Installation und nicht für die Datei selbst. Ich habe noch nicht probiert, eine Datei aus dieser Einstellung heraus zu drucken, aber zumindest die Vorschau wird wieder schwarz-auf-weiß angezeigt.

    Praktisch finde ich auch die verschiedenen Darstellungsoptionen bei der Benutzeroberfläche: Hier lässt sich auswählen, ob die Bedienelemente eines LibreOffice-Programms in Symbolleisten, Registern oder Gruppen angezeigt werden sollen. Auch eine Seitenleiste ist möglich. Wer es etwas kompakter mag, kann bei bestimmten Stilen auch einige Knöpfe ausblenden lassen. Das halte ich für einen guten Kompromiss zwischen teils sehr komplexen Leisten und vollkommen ablenkungsfreien Editoren. Ich nutze momentan zum Beispiel die kompakte Darstellung in Symbolleisten. In einer Standardkonfiguration von LibreOffice könnt ihr das entsprechende Auswahlfenster ganz einfach unter „Ansicht“ und „Benutzeroberfläche…“ aufrufen.

    Desweiteren habe ich mir eine Dokumentenvorlage angelegt, die zu meinem derzeiten Geschmack bei der Formatierung eines Textes passt. Ich habe mir einen Abschnitt für eine Hauptüberschrift (ersten Grades) definiert und direkt danach einen weiteren Absatz mit der Vorlage „Textkörper“ festgelegt. Diese habe ich zusätzlich zu der Vorgabe beim Textkörper noch in den Blocksatz umgestellt. Über das Menü „Datei“ und den Unterpunkt „Dokumentvorlagen“ lässt sich ganz einfach ein so formatiertes Dokument als Dokumentvorlage speichern, welche dann auch direkt als Standard festgelegt werden kann. Übrigens erhält man mit dem Textkörper auch Word-ähnliche Absätze, die ich einst so mühsam in den Writer gebastelt habe.

    Sofern ihr euer LibreOffice entsprechend meiner hier dargelegten Einstellungen konfiguriert und den Yaru-Symbolstil für die Bürosoftware anwendet, sollte euer Writer jetzt zum Beispiel so aussehen:

    Happy writing!

  • Gedankenspiele zu Microblogs

    Als ich vor ein paar Tagen „einfach so“ nach dem Begriff Microblogging gesucht habe, wusste ich, dass ich mich wieder einmal auf ein Thema eingeschossen habe: Das Konzept eines Microblogs. Dieses Phänomen habe ich schon in einem zurückliegenden Blogartikel angesprochen. Heute möchte ich ein wenig darüber schreiben, was mir da eigentlich so durch den Kopf gegangen ist.

    Was ist Microblogging für mich?

    Microblogging heißt für mich, kurze Beiträge etwa in der Länge von üblichen Textnachrichten abzusetzen. Dabei können die Beiträge entweder in sich geschlossen oder in einem Thread miteinander verknüpft werden, um den Inhalt zu transportieren. Grundlegend ist Microblogging also irgendwie, als würde man einen klassischen Blogartikel nehmen und ihn zu einem Extrakt einkochen: Aus einem umfangreichen Text kann beim Microblogging die Essenz herausgefiltert werden.

    Früher habe ich gedacht, dass Microblogs damit immer zu reduziert sein würden, und zwanghaft kreative Freiheit und den Raum zur Information einschränken würden. Ich finde diesen Gedankengang noch immer nachvollziehbar, allerdings möchte ich ihn ein wenig relativieren. Denn wo Plattformen wie Twitter oder Mastodon das Zeichenlimit krass einschränken, regen sie ja ein Stück weit auch dazu an, den verbliebenen „Platz“ bestmöglich zu nutzen. Sprachliche Kniffe zum Beispiel würde ich heute nicht mehr ganz ausschließen wollen. Stattdessen funktionieren derartige Gestaltungsmittel im Konzept Microblogging wohl einfach ein bisschen anders.

    Für mich ist der Gedanke hinter einem Microblog wieder interessant geworden, als ich mir die Vorteile davon vor Augen geführt habe. Zum Beispiel, dass Kommunikation und Austausch sehr direkt ablaufen und soziale Netzwerkaspekte schneller und einfacher implementiert und genutzt werden können. Damit stellt sich natürlich auch die Frage, wofür sich ein Microblog eignet und wofür keineswegs – womöglich liegt es in der Natur der Sache, dass sich einige Inhalte besser für einen Microblog aufbereiten lassen. Wo ich deshalb vor einiger Zeit noch den Microblog als solches schuldig gesprochen habe, bin ich heute eher geneigt, diesen Umstand als Herausforderung zu sehen.

    Wie ich micro-blogge

    Ihr wisst ja, dass die Fediverse-Plattformen meine primär genutzten sozialen Netzwerke sind. Derzeit verwende ich dabei meistens Mastodon. Interessanterweise mag das auch mit diesem Blog zusammenhängen. Denn seitdem ich Gedankengänge hier in voller Länge ausführen kann, ist es für mich mittlerweile weniger entscheidend, wie viele Zeichen mir in einem sozialen Netzwerk zur Verfügung stehen. Das war vor ein paar Monaten noch anders. Ich kann mich so gesehen darauf einlassen, in einem sozialen Netzwerk nur kurze Beiträge abzusetzen.

    Trotzdem muss ich mich damit ersteinmal einspielen. Denn auch wenn ich Vorteile und Potential hinter dem Konzept eines Microblogs sehe, kann eine derartige Veröffentlichungsform meiner Ansicht nach keineswegs lange Texte, also auch keinen klassischen Blog ersetzen. Dafür ist ein Microblog aber wohl auch nicht gedacht. Ich versuche daher eher, das ganze als eine Ergänzung und gleichzeitig auch als eine für sich eigenständige Lösung zu sehen. Für mich steht ein Microblog derzeit eher für einen zusätzlichen digitalen Raum. Nur bisher wusste ich manchmal nicht so ganz, wie ich diesen füllen möchte.

    Vielleicht habe ich mir auch zu viele Gedanken gemacht, wie ich einen Microblog bespielen sollte. Vielleicht sollte ich mich einfach mal mehr darauf einlassen. Jetzt, da ich mich irgendwie dazu motivieren kann. Wenn ich Artikel für diesen Blog schreibe, freue ich mich oft, dass ich meiner Kreativität auch was die Zeichenanzahl angeht freien Lauf lassen kann. Das wird sich wohl auch nicht ändern.

    Kreativ micro-bloggen

    In den letzten Tagen habe ich ein bisschen darüber nachgedacht, wie man kreativer micro-bloggen könnte. Oder zumindest, wie man dieses Format auch unkonventionell nutzen könnte. Eine Idee, die mir dabei im Kopf herumschwirrt ist die des „Kuratierens“. Diesen Begriff habe ich in diesem Zusammenhang mal unter einem Beitrag zu Tumblr aufgeschnappt und fand ihn sehr faszinierend. Denn so eine Art Themenblog im Micro-Format würde ich schon sehr spannend finden. Und so etwas könnte ich mir dann auch als eine Art Ressource vorstellen, die sich thematisch abschließen ließe.

    Das ist nur eine Idee, aber meine Gedanken schweifen bei soetwas schnell ein bisschen ab. Ich möchte nur sagen: Ich kann mich gerade dazu motivieren, die Vorteile im Microblogging zu sehen – vielleicht sollte ich dahingehend einfach nicht so stur sein.

  • 25. Juli 2023

    Als ich heute darüber überlegt habe, was für einen Text ich auf diesem Blog veröffentlichen könnte, habe ich zuerst an einen weiteren Artikel über meine Linux Mint-Installation gedacht. Aber was soll ich sagen, was soll ich schreiben: Dieses Betriebssystem läuft einfach nur, Bastelbedarf hatte ich bisher noch keinen. Hin und wieder wollen ein paar Aktualisierungen installiert werden, heute kam zum Beispiel ein Kernel-Update. Doch Probleme hat auch das nicht gemacht. Linux Mint verhält sich unauffällig, und das wollen viele Anwender dieser Distribution wohl auch.


    Heute habe ich auch die Marke von zweihundert Followern mit meinem Mastodon-Account gerissen. Oh Junge, das sind ganz schön viele Profile, die mir da folgen. Fragt sich nur, warum eigentlich… Naja, mir darf das ja egal sein. Gut, hier und da folgt mir sicherlich auch ein Testaccount von einer Fediverse-Bekanntschaft, wo es sich dann doppelt. Aber diese Zahl wirkt für mich trotzdem ziemlich hoch. Denn selbst auf den kommerziellen sozialen Medien hatte ich nie so viele Folgende – obwohl sich dort laut Statistik viel mehr Nutzerinnen und Nutzer tummeln sollten. Vielleicht liegt das aber auch ein bisschen daran, dass ich mich selbst einfach lieber im Fediverse aufhalte und beteilige.


    Ich habe nachdem ich den vorherigen Absatz fertig geschrieben habe, auf den Zeichenzähler in WordPress geschaut. Schon nach den ersten beiden Absätzen liege ich mit diesem Text über 1.200 Zeichen. Da fühle ich mich zurückerinnert: Vor wenigen Jahren habe ich für einige Monate ein Kolumne in einer Gratiszeitung in meiner Gegend geschrieben, da musste ich mich auch immer einem Zeichenlimit von 1.200 Zeichen mit Leerzeichen beugen. Das war immer richtig schwierig – deswegen bin ich jetzt auch umso glücklicher, dass ich sowohl online als auch im Print-Bereich mehr kreative Freiheit habe. Allerdings war diese Kolumne auch eine meiner ersten Erfahrungen im Bereich Printjournalismus. Meine ersten Schritte waren wirklich richtig holprig, aber es war wichtig, sie gemacht zu haben, denke ich.


    Ist es euch schon aufgefallen? Die Theme-Saga geht weiter, denn ich habe mal wieder ein neues Theme ausprobiert. Es trägt den schönen und irgendwie versöhnlichen Namen „Lovecraft“ und wurde von dem schwedischen Designer Anders Norén erstellt. Irgendwie bringt „Lovecraft“ genau den Charackter mit, den ich für diesen Blog gesucht habe. Ich habe noch ein paar Bedenken, was die Lesbarkeit angeht. Aber vielleicht lohnt es sich da ja auch, einfach nachzufragen: Was haltet ihr von diesem Theme?

  • Bloggen über Bücher

    Gestern habe ich ja schon über Thunderbird geschrieben, den ich seit gestern auch als meinen RSS-Reader verwende – und langfristig verwenden möchte. Für mich ist es einfach ziemlich praktisch, E-Mail-Postfächer und Feed-Artikel in einer Anwendung zu vereinen; das klappt mit Thunderbird ziemlich gut.

    Heute möchte ich aber auch ein bisschen anschneiden, wie ich meine neue Feed-Sammlung bisher gefüllt habe. Neben ein paar Nachrichten und den obligatorischen Feeds aus der FOSS-Blase und dem Tech-Umfeld habe ich jetzt auch einige Buchblogs abonniert. Ich habe mir schon lange vorgenommen, im Alltag mehr zu lesen. Gut, wer im Internet unterwegs ist ließt eigentlich ständig hier und da, aber ich meine wie einige andere wohl auch insbesondere längere Texte und Literatur, die ich stärker in meinem Alltag einbinden möchte.

    Zuletzt habe ich den ersten Eintrag in der „John Sinclair“-Reihe fertig gelesen – ganz passend zum fünfzigsten Jubiläum der Reihe. Der „Nachtclub der Vampire“ war schon ganz spannend. Für meinen nächsten Leseausflug wollte ich aber noch etwas mehr Spannung. Deswegen habe ich mir den Psycho-Thriller „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek zugelegt. Gestern Abend habe ich angefangen, das Buch zu lesen. Jetzt bin ich bereits zu Seite 150 vorgedrungen – und ziemlich begeistert von dieser Lektüre.

    Fitzek stürmt zumindest gefühlt mit allen Titeln, die er dieser Tage fertigstellt, die Bestenlisten bei den Bücherverkäufen. Und lange Zeit habe ich nicht ganz verstanden, warum eigentlich. Gut, „Der Heimweg“ ist ganz einfach auch das erste Werk, dass ich von Fitzek lese. Und wie gesagt: Ich bin ziemlich beeindruckt. Der Schreibstil hat mich schon nach den ersten Seiten fesseln können. Die Charaktere wirken auf mich sehr tief und gerade zu Beginn erschienen sie fast unergründlich – bisher sind die Seiten, die ich in dem Buch verbracht habe, förmlich an mir vorbeigeflogen.

    Ich möchte hier noch nicht so viel zum Buch schreiben, vielleicht führe ich diese Gedanken in einem anderen Text aus. Aber irgendwie spiele ich spätestens seit dem Anblick dieser liebevoll gepflegten Buchblogs, die jetzt auch Teil meiner Feed-Sammlung sind – mit dem Gedanken, eine Rezension zu dem Fitzek-Thriller zu schreiben. Immer, wenn mir derartige Gedanken beim Lesen kommen, ärgere ich mich ein bisschen, dass ich meine Eindrücke dabei nicht protokolliere. Andererseits wirkt das für mich auch manchmal ein bisschen wie ein unerreichbares Ziel. Immerhin hat mich „Der Heimweg“ zum Beispiel richtig in seinen Bann gezogen – und Pausen einzulegen um Eindrücke festzuhalten, fällt da schwer.

    Naja, ich werde das Buch wohl ersteinmal weiter – zu Ende – lesen. Das macht mir gerade unheimlichen Spaß. Und die Betonung liegt bei diesem spannenden Psycho-Thriller wohl auf dem Wort „unheimlich“. Vielleicht schreibe ich einfach noch einmal zu dem Gesamteindruck, den das Buch bei mir hinterlässt.

  • 19. Juli 2023

    Ich habe heute mal wieder auf einen meiner Versuche zurückgeblickt, eine gute und frei verfügbare Blogging-Plattform zu finden. Besonders interessant finde ich ein Projekt namens „Dreamwidth.org“, wo ich unter https://fabians.dreamwidth.org einen Testblog angelegt habe. Als ich diesen heute angesurft habe, bin ich gleich zwei mal erschrocken.

    Dreamwidth.org ist was das Layout angeht wesentlich weniger flexibel als WordPress, insbesondere, wenn man ein Block-Theme für WP einsetzt. Ja, für mich war es schon sehr anstrengend, den Blog halbwegs in deutscher Sprache darzustellen. Denn Dreamwidth.org unterstützt anscheinend keine wirklich konsistente Lokalisierung bei den einzelnen Seitenteilen und -knöpfen. Diese lassen sich aber zum Glück per Hand übersetzen, was zwar ein bisschen nervt aber zumindest Abhilfe schaffen kann.

    Mir ist aber eines aufgefallen: Die Themes, die für Dreamwidth bereit stehen, sind so wunderbar einfach. Das kann ich bei WordPress nicht immer so unterschreiben. Besonders deutlich wird das, wenn sich im Theme-Repositorium auf die Suche begiebt nach einem einfach Theme für einen persönlichen Blog wie diesen: Gefühlt sind die meisten Themes entweder sehr spezifisch auf einen bestimmten Zweck ausgelegt – zum Beispiel für Unternehmenswebseiten. Auf der anderen Seite stehen die wahnsinnig flexiblen Themen, die für Anfänger manchmal gar nicht so einfach zu verstehen sind.

    Bei Dreamwidth sieht das ein bisschen anders aus: Da findet sich schnell ein recht einfaches Theme, dass sich nicht so schnell festlegt auf eine bestimmte Verwendung. Versteht mich nicht falsch: Dieser Eindruck von Dreamwidth basiert auf den Erinnerungen, die ich von meinem letzten Besuch auf dieser Seite vor einigen Monaten behalten habe. Und auch WordPress möchte ich nicht einfach so schlecht dastehen lassen, denn wenn man lange genug sucht findet man im Theme-Verzeichnis dieser tollen Plattform auch einige Perlen.

    Das zweit Mal bin ich erschrocken, als ich auf die Beiträge auf diesem Testjournal geschaut habe. Ich habe mal einen Eintrag darüber geschrieben, dass ich nicht ganz hinter den Begriff „Vielschreiber“ steigen würde. Und dass ich es nicht verstehen könnte, wie sich manche Leute täglich neue Themen und Ideen für neue Texte einfallen lassen können. Na, da bin ich aber froh, dass ich mich zumindest in dieser Hinsicht geändert habe: Happy blogging, happy writing!

  • 18. Juli 2023

    Spaß mit Zim

    Kennt ihr das Desktop-Wiki „Zim“? Eigentlich ist das nur ein Texteditor, der über grundlegende Formatierungsoptionen verfügt. Aber Zim hat einige Besonderheiten: Am wichtigsten ist wohl, dass dieses freie Programm die angelegten Dateien in einer Wiki-artigen Struktur organisiert. Als Nutzer kann man dabei Haupt- und Unterseiten festlegen und sich seine eigene Wiki-Struktur zusammenstellen.

    Damit lässt sich Zim sehr flexibel einsetzen. Egal ob es eine Wissensbasis, ein persönliches Journal oder eine Schreibumgebung werden soll – dank vielfältigen Einstellungs-Möglichkeiten und einem Erweiterungssystem lässt sich das selbsternannte Desktop-Wiki auch über diesen Zweck hinaus verwenden. Ich selbst habe vor kurzem angefangen, Recherchen und Texte in dem Programm zu organisieren. Es gibt aber beispielsweise auch eine Erweiterung zum ablenkungsfreien Schreiben.

    In Zim kann ich zum Beispiel einen Eintrag für die Materialsammlung anlegen und einen zweiten für den eigentlichen Text. Diese kann ich in Zim sehr einfach zueinander ordnen, da das Programm für eine gewisse Übersichtlichkeit sorgt. Besonders hilfreich ist auch die Funktion zum automatischen Speichern, über die die Anwendung verfügt. Ich kann euch das Programm wirklich nur weiterempfehlen. Früher habe ich schon ein ähnliches Programm verwendet; Cherrytree heißt das. Auch das ist einen Blick wert, wobei ich mich momentan immer mehr mit Zim anfreunde.

    Das mir das Programm heute mehrmals abgestürzt ist, als ich zu viele Unterfenster geöffnet habe, möchte ich am liebsten ausblenden… Aber die Version, die in den Mint/Ubuntu-Paketquellen für 22.04 verfügbar ist, hängt auch ein bisschen hinter dem aktuellen Entwicklungsstand hinterher. Naja, vielleicht waren drei einzelne Instanzen zuviel? Vielleicht waren das nur ungünstige Ausnahmen? Wer weiß. Dank dem automatischen Speichern muss ich mich darüber ja eigentlich nicht so sehr aufregen – und der Funktionsumfang, den Zim bietet, macht manches wieder wett.

    Spaß mit WordPress

    Ich habe mal wieder ein wenig gebastelt auf diesem Blog. Heute habe ich zum Beispiel weiter mit dem „Powder“-Theme gespielt, dass sich dank dem Website-Editor auch ziemlich gut und detailliert anpassen lässt. Ich bin mal gespannt, wie weit ich noch damit komme – auf dem Weg zu einem Blog-Design, das mir gefällt. Ich finde, dass das Ganze eigentlich einen recht guten Eindruck macht. 🙂

  • 11. Juli 2023

    Literatur im Fediverse

    Im Fediverse habe ich mich in letzter Zeit mehr und mehr für die Literatur-Blase dort interessiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut manche Leute microbloggen können; da muss ich ja bekanntlich noch üben. Besonders spannend finde ich es auch, wenn Menschen kleine Gedichte über diese sozialen Netzwerke teilen. Besonders gut lassen sich solche Fediverse-Literaten über die entsprechenden Hashtags verfolgen – und meine bunte Timeline spült ohnehin immer wieder interessante Inhalte zu Tage. So machen dann auch mir soziale Medien Spaß.

    Vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, doch einmal einen Ausflug zu machen in die Welt des kreativen oder kreativeren Schreibens. Ich weiß zwar nicht ganz, wie ich eine solche Geschichte angehen sollte, aber irgendwie könnte ich mich derzeit ziemlich gut dazu motivieren. Warum ich bisher nicht dazu gekommen bin, weiß ich ja selbst nicht so genau. Dazu habe ich auch schon einen Blogartikel verfasst. Jetzt, da ich so darüber nachdenke, bin ich versucht, diesen selbst noch einmal zu lesen…

    Meine Arch Linux-Installation

    Ich habe meine gestrigen Worte tatsächlich in die Tat umgesetzt: Diese Zeilen schreibe ich nun von einem frischen Arch Linux-System, das ich heute Vormittag aufgesetzt habe. Bei der Installation habe ich mich an der Kurzanleitung aus dem deutschsprachigen Wiki der Distribution entlang gehangelt. Und nach dieser Anleitung hat alles ziemlich gut funktioniert. Die Meta-Pakete für die KDE-Arbeitsumgebung Plasma musste ich auch erst einmal wieder verstehen, aber auch diese Hürde ist überwunden.

    Mein System läuft übrigens wieder mit einem LTS-Kernel, wie ich das bei den meisten Arch-Installationen vorziehe. Damit kann ich mir wieder ein Stückchen mehr Stabilität einreden. Auch LibreOffice habe ich in der etwas älteren Wartungsversion installiert. Zur Zeit ist das 7.4.7.2. Wenn man sich so ein eigenes System dann zusammen gestückelt hat, läuft das wirklich sehr gut – und dafür ist man ja bekanntlich selbst verantwortlich.

    Mal schauen, wie lange ich Arch auf meinem Laptop einsetzen werde. Derzeit bin ich vor allem auf die kommenden neuen Veröffentlichungen von Linux Mint, Linux Mint Debian Edition und MX Linux. Bis dahin: Viele Grüße von meinem Arch-Desktop mit KDE. 🙂