Gestern habe ich ja schon über Thunderbird geschrieben, den ich seit gestern auch als meinen RSS-Reader verwende – und langfristig verwenden möchte. Für mich ist es einfach ziemlich praktisch, E-Mail-Postfächer und Feed-Artikel in einer Anwendung zu vereinen; das klappt mit Thunderbird ziemlich gut.

Heute möchte ich aber auch ein bisschen anschneiden, wie ich meine neue Feed-Sammlung bisher gefüllt habe. Neben ein paar Nachrichten und den obligatorischen Feeds aus der FOSS-Blase und dem Tech-Umfeld habe ich jetzt auch einige Buchblogs abonniert. Ich habe mir schon lange vorgenommen, im Alltag mehr zu lesen. Gut, wer im Internet unterwegs ist ließt eigentlich ständig hier und da, aber ich meine wie einige andere wohl auch insbesondere längere Texte und Literatur, die ich stärker in meinem Alltag einbinden möchte.

Zuletzt habe ich den ersten Eintrag in der „John Sinclair“-Reihe fertig gelesen – ganz passend zum fünfzigsten Jubiläum der Reihe. Der „Nachtclub der Vampire“ war schon ganz spannend. Für meinen nächsten Leseausflug wollte ich aber noch etwas mehr Spannung. Deswegen habe ich mir den Psycho-Thriller „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek zugelegt. Gestern Abend habe ich angefangen, das Buch zu lesen. Jetzt bin ich bereits zu Seite 150 vorgedrungen – und ziemlich begeistert von dieser Lektüre.

Fitzek stürmt zumindest gefühlt mit allen Titeln, die er dieser Tage fertigstellt, die Bestenlisten bei den Bücherverkäufen. Und lange Zeit habe ich nicht ganz verstanden, warum eigentlich. Gut, „Der Heimweg“ ist ganz einfach auch das erste Werk, dass ich von Fitzek lese. Und wie gesagt: Ich bin ziemlich beeindruckt. Der Schreibstil hat mich schon nach den ersten Seiten fesseln können. Die Charaktere wirken auf mich sehr tief und gerade zu Beginn erschienen sie fast unergründlich – bisher sind die Seiten, die ich in dem Buch verbracht habe, förmlich an mir vorbeigeflogen.

Ich möchte hier noch nicht so viel zum Buch schreiben, vielleicht führe ich diese Gedanken in einem anderen Text aus. Aber irgendwie spiele ich spätestens seit dem Anblick dieser liebevoll gepflegten Buchblogs, die jetzt auch Teil meiner Feed-Sammlung sind – mit dem Gedanken, eine Rezension zu dem Fitzek-Thriller zu schreiben. Immer, wenn mir derartige Gedanken beim Lesen kommen, ärgere ich mich ein bisschen, dass ich meine Eindrücke dabei nicht protokolliere. Andererseits wirkt das für mich auch manchmal ein bisschen wie ein unerreichbares Ziel. Immerhin hat mich „Der Heimweg“ zum Beispiel richtig in seinen Bann gezogen – und Pausen einzulegen um Eindrücke festzuhalten, fällt da schwer.

Naja, ich werde das Buch wohl ersteinmal weiter – zu Ende – lesen. Das macht mir gerade unheimlichen Spaß. Und die Betonung liegt bei diesem spannenden Psycho-Thriller wohl auf dem Wort „unheimlich“. Vielleicht schreibe ich einfach noch einmal zu dem Gesamteindruck, den das Buch bei mir hinterlässt.