Schlagwort: Plasma

Zurück bei KDE neon

Habe ich auf diesem Blog eigentlich schon einmal über KDE neon geschrieben? Ich glaube ja, aber ich müsste jetzt selbst noch einmal nachsehen. So weit ist es schon gekommen: Ich weiß selbst nicht mehr ganz genau, welche Themen ich auf diesem Blog bereits behandelt habe. Nun ja, das liegt sicherlich an der Vielzahl an Texten, die ich bereits auf der Kaffeediffusion veröffentlicht habe. Wie dem auch sei: KDE neon ist mehr oder minder die Hausdistribution der KDE-Entwicklergemeinschaft, die auf einer stabilen Ubuntu-LTS-Basis immer die neuesten Pakete der Plasma-Arbeitsumgebung bereitstellt.

Neon wird maßgeblich vom ursprünglichen Kubuntu-Gründer Jonathan Riddel und anderen Mitgliedern der Kubuntu-Gemeinschaft entwickelt, steht aber dem KDE-Projekt noch ein wenig näher. Die Entwickler dieser Distro bringen das, was bei KDE entsteht oftmals am schnellsten unter die Nutzer. Ich selbst habe mir heute einmal mehr die User-Edition installiert, die momentan mit KDE Plasma 5.27 daherkommt.

Bei KDE-Plasma verläuft die Entwicklung in der Regel recht schnell. Lange Zeit haben sich die Entwickler an einem Veröffentlichungszyklus von drei Releases pro Jahr orientiert, wobei das für Plasma 6 schon zur Diskussion gestellt wurde. In der Vergangenheit musste man sich daher oft entscheiden: Entweder man nutzt die neueste Plasma-Version unter einer rollend veröffentlichen Distribution oder eine abgehangene Veröffentlichung bei einer stabilen Distro. So gesehen musste man auch wählen, ob man regelmäßig Aktualisierungen des eigenen Betriebssystems anstoßen wollte oder auf einige neue Funktionen verzichten konnte.

KDE neon vereint hier das beste aus beiden Welten: Das eigentliche Grundsystem basiert wie erwähnt auf Ubuntu-LTS, also derzeit der Version 22.04. Die Arbeitsumgebung aber reichen die neon-Devs über eine eigene Paketquelle nach. So erhalten Nutzer schnell das neueste vom neuesten. Für mich ist natürlich in erster Linie die Nutzer-Variante interessant, die ich ja mittlerweile auch wieder verwende. Damit erhalte ich Aktualisierungen für die aktuellste öffentliche Freigabe von KDE. Für Entwickler und Abenteuerlustige gibt es auch die Testing-Edition und eine instabile Ausgabe mit Entwicklungspaketen.

Im Grunde sind die verschiedenen neon-Editionen verschiedene Paketquellen, die auf das bestehende Grundsystem aufsetzen. Auf ihrer Webseite beschreiben die KDE neon-Entwickler ihr System auch so und nicht als komplette Distribution. Der Hauptfokus liegt eben auf KDE; aber beim restlichen System kann mit Ubuntu-LTS als Basis ja auch wenig schief gehen. Manchmal gehen die neon-Entwickler aber auch eigene Wege. So ist der Firefox-Webbrowser Standard, obwohl er nicht zum KDE-Projekt gehört. Besonders ist auch, dass der Fuchs als deb-Paket installiert ist, nicht als Snap. Hinzu kommt noch eine integrierte Unterstützung für Flatpak: Das hat nicht unbedingt mit KDE zu tun, ist aber nutzerfreundlich.

Das KDE neon-Konzept finde ich ziemlich interessant. Ein bisschen erinnert das auch an Linux Mint. Diese Distro setzt bekanntlich ebenfalls auf Ubuntu-Versionen mit Langzeitpflege auf und reicht dazu eine aktuelle Arbeitsumgebung, gerade in der Cinnamon-Edition. Die KDE neon-Installation lief wirklich problemlos, die Nutzeredition läuft ziemlich gut und macht viel Spaß. Eigentlich hatte ich mir gestern ja MX Linux installiert. Allerdings verlief eine Paketinstallation über den MX-Paketinstaller etwas hakelig. Da ich so oder so wieder Lust auf KDE bekommen habe, bin ich nun also wieder gewechselt.

Meine bisherigen Gehversuche mit dem neuen System waren wie angedeutet sehr angenehm und machen Lust, das OS zu nutzen. Momentan schaue ich mich noch ein wenig um – gut, eigentlich ist das Grundsystem sehr minimal gehalten. Nachdem ich meine Dateien auf die Platte kopiert und meine Alltags-Anwendungen nachinstalliert habe, sitze ich nun vor einem ziemlich interessanten System, was förmlich „KDE!“ schreit – und das finde ich ziemlich toll. Ich freue mich auf die kommende Zeit mit KDE neon. 🙂

11. Juli 2023

Literatur im Fediverse

Im Fediverse habe ich mich in letzter Zeit mehr und mehr für die Literatur-Blase dort interessiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut manche Leute microbloggen können; da muss ich ja bekanntlich noch üben. Besonders spannend finde ich es auch, wenn Menschen kleine Gedichte über diese sozialen Netzwerke teilen. Besonders gut lassen sich solche Fediverse-Literaten über die entsprechenden Hashtags verfolgen – und meine bunte Timeline spült ohnehin immer wieder interessante Inhalte zu Tage. So machen dann auch mir soziale Medien Spaß.

Vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, doch einmal einen Ausflug zu machen in die Welt des kreativen oder kreativeren Schreibens. Ich weiß zwar nicht ganz, wie ich eine solche Geschichte angehen sollte, aber irgendwie könnte ich mich derzeit ziemlich gut dazu motivieren. Warum ich bisher nicht dazu gekommen bin, weiß ich ja selbst nicht so genau. Dazu habe ich auch schon einen Blogartikel verfasst. Jetzt, da ich so darüber nachdenke, bin ich versucht, diesen selbst noch einmal zu lesen…

Meine Arch Linux-Installation

Ich habe meine gestrigen Worte tatsächlich in die Tat umgesetzt: Diese Zeilen schreibe ich nun von einem frischen Arch Linux-System, das ich heute Vormittag aufgesetzt habe. Bei der Installation habe ich mich an der Kurzanleitung aus dem deutschsprachigen Wiki der Distribution entlang gehangelt. Und nach dieser Anleitung hat alles ziemlich gut funktioniert. Die Meta-Pakete für die KDE-Arbeitsumgebung Plasma musste ich auch erst einmal wieder verstehen, aber auch diese Hürde ist überwunden.

Mein System läuft übrigens wieder mit einem LTS-Kernel, wie ich das bei den meisten Arch-Installationen vorziehe. Damit kann ich mir wieder ein Stückchen mehr Stabilität einreden. Auch LibreOffice habe ich in der etwas älteren Wartungsversion installiert. Zur Zeit ist das 7.4.7.2. Wenn man sich so ein eigenes System dann zusammen gestückelt hat, läuft das wirklich sehr gut – und dafür ist man ja bekanntlich selbst verantwortlich.

Mal schauen, wie lange ich Arch auf meinem Laptop einsetzen werde. Derzeit bin ich vor allem auf die kommenden neuen Veröffentlichungen von Linux Mint, Linux Mint Debian Edition und MX Linux. Bis dahin: Viele Grüße von meinem Arch-Desktop mit KDE. 🙂