Schlagwort: Kaffeediffusion

  • 24. August 2023

    Ich denke heute schon eine ganze Weile über ein sinnvolles Thema für meinen heutigen Blogartikel nach. Aber bis jetzt ist mir noch kein wirklich interessanter Aufhänger eingefallen – keine wirklich spannende Frage, mit der ich mich heute auseinandersetzen möchte. Gut, mir sind schon Dinge eingefallen, aber ich war mit diesen Ansätzen eben noch nicht so wirklich zufrieden. Irgendwie zu vage, irgendwie zu unkonkret und irgendwie insgesamt nicht geeignet. Vielleicht setze ich mich später mit diesen Themen auseinander – aber heute wohl eher nicht.

    Dieses Gefühl, einfach keine spannende Textidee zu finden, kann ganz schön nerven. Wenn man eigentlich schreiben möchte, aber man weiß nicht so ganz, über was. Und dann setzt das Nachdenken ein: Wenn ich jetzt über dieses oder jenes Thema schreibe, ohne das wirklich zu wollen – führt der Text dann nicht in die Irre. Ich habe mit der Kaffeediffusion so betrachtet ja eigentlich auch einen ziemlich eigenen inhaltlichen Anspruch: Nicht zu privat, halbwegs persönlich, aber bestenfalls doch noch einigermaßen sachbezogen – das macht die Suche nach einem passenden Thema doch schon ein wenig schwieriger.

    Aus der Motivation heraus, dass mir einfach kein passendes Thema eingefallen ist, wollte ich schon über die Langeweile als Solches schreiben – aber diese Idee habe ich jetzt doch wieder verworfen. Wäre es nicht ein bisschen ironisch, wenn mein Text über die Langeweile selbst langweilig wäre? Würde es sich dann wirklich lohnen, darüber zu schreiben? Ja, ich möchte mich mit bestimmten Themen auseinandersetzen. Aber manchmal ist es einfach nicht so leicht wie vielleicht erhofft, eine Idee wirklich umzusetzen. Manchmal muss ich erst ein bisschen über eine Artikelidee grübeln, um herauszufinden, wie ich diese wirklich angehen könnte.

    Textideen zu finden ist für mich als Blogger also ganz grundlegend wichtig. Selbst wenn mir welche einfallen, habe ich aber eine gewisse Tendenz entwickelt, diese gründlich zu überdenken. Man könnte fast sagen, dass ich ein bisschen vorsichtiger geworden bin, bevor ich zu einem Thema schreibe, darüber informiere oder auch Stellung beziehe. Es ist eben nicht immer leicht, wirklich hinter die eigentlichen Sachzusammenhänge zu steigen. Und das selbst dann nicht, wenn man sich eigentlich für diese interessiert.

    Auf meinem politischen Blog „other society“ bei den taz-Blogs ging es mir eine Zeit lang sehr ähnlich: Ich wollte eigentlich mehr Inhalte für diesen Blog schreiben – aber ich war eben sehr kritisch gegenüber meinen eigenen Ideen und habe sie oft verworfen. Das hat am Ende des Tages dazu geführt, dass ich bei einer neuen Textidee fast schon nach einem Grund gesucht habe, sie nicht umzusetzen. Über die Zeit hat mich das ziemlich frustriert, denn eigentlich wollte ich ja schreiben – und zwar über Themen die ich am laufenden Band ausgeschlossen habe. Mittlerweile liegt der letzte Text, den ich für „other society“ verfasst habe, wieder beinahe vier Monate zurück. Das finde ich wirklich schade, denn ich freue mich ja auch selbst wenn ich einen Beitrag dort veröffentlichen kann. Über einen gewissen Zeitraum habe ich mich sozusagen selbst demotiviert – obwohl ich das gar nicht wollte. Jetzt fällt es mir schwer, wieder mit dem politischen Schreiben zu starten, wie ich es einst getan habe.

    Allerdings muss ich auch dazu sagen: Während es auf „other society“ über die letzten Monate hinweg beängstigend stillt geworden ist, habe ich natürlich nicht aufgehört zu schreiben. Im Gegenteil verfasse ich momentan wohl deutlich mehr Texte im Monat als zu Zeiten in denen ich meinem Polit-Blog mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe. Ich habe auch nicht damit aufgehört, mich über die Nachrichtenlage zu informieren und unpolitisch bin ich auch nicht geworden. Aber es kann eben doch demotivierend wirken, wenn man jedes eigene Wort auf die Goldwage legen möchte, weil man sich fragt, wie es von den Lesern aufgenommen wird. Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft wieder. Ich bin momentan jedenfalls froh, dass ich mit der Kaffeediffusion auch einen Platz habe, um genau diese Gedanken zu teilen.

  • Trete ich inhaltlich auf der Stelle?

    Seit Monaten schreibe ich täglich Artikel für diesen Blog, ich mache das richtig gerne. Für mich ist das unbestritten zu einer Routine geworden – und ablegen möchte ich sie nicht. Mir macht es wirklich viel Spaß, diesen Blog mit Inhalten zu befüllen und mit Leserinnen und Lesern in den Austausch kommen zu können. Über die Wochen und Monate habe ich oft über meine Herangehensweise an diesen persönlichen Weblog nachgedacht – und hier und da unterschiedliche Schlüsse gezogen.

    Ich finde es ganz logisch, dass sich die eigene Motivation mit der Zeit wandelt, man selbst vielleicht manche Themen lieber beleuchten möchte, als andere. Für meinen Blog habe ich mir deswegen bewusst keine inhaltlichen Richtlinien gesetzt – egal ob bei der Textlänge, dem Inhalt, der Aufmachung oder sonstigen Aspekten. Gerade für den Anfang fand ich das auch unglaublich wichtig, da es mir sonst wohl viel schwerer gefallen wäre, das Bloggen konsistent in meinen Alltag zu integrieren.

    Auf der „Kaffeediffusion“ habe ich schon ganz verschiedene Themen behandelt, und jedes hat hier irgendwie seinen Platz gefunden. Ich bin sehr dankbar über die inhaltliche Freiheit, die mir dieser Blog bietet. Noch immer sehe ich diesen als einen digitalen Raum, den ich selbst befüllen kann – ohne, dass mir jemand dabei reinredet, und ohne dass ich mich an bestimmten Standards messen müsste. Ich gebe zu: Natürlich habe ich selbst gewisse Erwartungen an mich. Immerhin ist dieser Blog öffentlich und unmittelbar mit mir als Autor verbunden. Da fühle ich mich auch für meinen Inhalt verantwortlich – ich würde es komisch finden, falls das nicht so wäre.

    Meine Texte müssen am Ende des Tages meinen eigenen Ansprüchen genügen; das geht vermutlich den meisten Autoren so. Klar, manchmal bin ich mit meinen Texten mehr zufrieden als bei anderen. Aber das gehört für mich dazu; mir geht es eher um dieses grundlegende Mindestmaß an Erwartungen, die ich an mich selbst stelle. Das möchte und werde ich auch in Zukunft nicht ablegen.

    Ich möchte sagen: Auch, wenn ich mir auf diesem Blog bisher weniger strenge Vorschriften gesetzt habe, war ich nie ganz frei von dieser Betrachtung aus einem ganz bestimmten Blickwinkel: Meinem eigenen. Momentan bin ich mir aber wirklich unsicher, ob es dafür nicht doch einmal an der Zeit wäre. Denn an manchen Tagen habe ich schlicht das Gefühl, ein bisschen auf der Stelle zu treten. Immer wieder die selben Gedanken aufzuschreiben, vielleicht nur unter anderen Gesichtspunkten oder gar Umständen betrachtet.

    Ich weiß nicht, ob es nicht doch besser wäre, mich inhaltlich auf diesem Blog etwas mehr festzulegen – damit ich vielleicht nicht mehr nur an der Oberfläche der Themen kratze, für die ich mich begeistern kann. Ich habe eigentlich Lust darauf, mich tiefer in eine bestimmte Materie einzuarbeiten und Themen anstatt einfach nur wiederholt, anders, tiefer und weiter zu denken. Allerdings bietet es natürlich auch Vorteile, sich inhaltlich weniger zu präzisieren – denn dann bleibt man eben doch thematisch flexibler. Ich habe in einem anderen Artikel bereits mit dem Gedanken gespielt, in den kommenden Tagen und Wochen wieder etwas mehr mit serienartigen Inhalten zu arbeiten. Vielleicht wäre das ein guter Kompromiss – vielleicht kann ich mich so auf ein Thema konzentrieren, so lange ich möchte, ohne mich direkt darauf zu beschränken. Vielleicht ist das einen Versuch wert.

  • Weitere Gedanken zu WordPress

    Nicht einmal eine halbe Stunde ist es her, da bekam ich eine E-Mail-Benachrichtigung zu dieser WordPress-Seite: Mein Blog wurde automatisch auf die neue Version 6.3 des am weitesten verbreiteten Webseiten-CMS der Welt aktualisiert. Ich dachte heute morgen noch daran, dass ich irgendwann gelesen habe, die neue Version solle im August erscheinen – tja, das ist sie ja anscheinend auch. Ich freue mich ziemlich über die neue Veröffentlichung. Leider bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, mir die neuen Funktionen anzusehen. Eigentlich wird es jetzt ja höchste Zeit dazu. So wirklich habe ich bisher nur von der Funktion mitbekommen, jetzt auch für Block-Themes einen Vorschaumodus verwenden zu können. Das finde ich richtig klasse: Vorbei sind die Tage, an denen ich möglichst schnell die nötigsten Änderungen vornehmen musste, wenn ich auf ein Block-Theme gewechselt bin. 🙂

    Naja, ich schweife schon wieder ab. Eigentlich wollte ich die Gelegenheit nutzen, wieder einmal ein paar Gedanken zu WordPress aufzuschreiben. Mir kommt es also eigentlich ganz gelegen, dass mich die neue Version daran erinnert hat. Ich finde, dass WordPress ein wirklich tolles Blog-System ist. Manchmal bin ich zwar ein bisschen traurig, dass sich die Entwickler nicht noch mehr auf dieses eigentlich ganz ursprüngliche Ziel der Software konzentrieren… Der Erfolg von WordPress gibt ihnen ja aber auch irgendwie Recht.

    Für mich ist WordPress in den letzten Monaten bekanntlich zu einem täglichen Begleiter geworden, immerhin nutze ich die Software ja täglich. Ich finde es noch immer unschlagbar, wie viel Kontrolle ich so über meinen Blog haben kann: Ein eigener Blog – das war lange Zeit mein Traum. Als ich mich durch die verschiedenen Angebote im Web gewühlt habe, konnte ich wirklich einiges sehen und testen. WordPress ist wirklich nicht ohne Grund die absolute Nummer eins unter den Blogsystemen, auch wenn ich manchmal an gewissen Stellen gerne meine Kritik üben würde. Ein Missstand ist meiner Meinung nach zum Beispiel das Angebot an wirklich gut gepflegten Themes, die sich primär an Blogger richten.

    Das Theme-Verzeichnis von WordPress ist voll mit so vielen tollen Seitendesigns. Aber das richtige zu finden ist doch nicht ganz einfach. Und da wo zum Beispiel Blogger.com eine einfache Standardauswahl an Blog-Themes bereithält, muss man bei WordPress ganz schön wühlen. Wühlen zwischen so vielen Themes für Unternehmens-Webseiten zum Beispiel. Wenn ich dann mal ein besonders schönes Theme gefunden habe, besteht eine gute Chance, dass dieses den Google Fonts-Dienst einbindet oder lange Zeit nicht aktualisiert wurde. Zwei Umstände, die ich eigentlich möglichst vermeiden möchte. Gut, wenn man lange genug sucht, findet man tolle Themes. Auch Twenty-Twenty Three, also das momentane Standard-Thema gefällt mir im Großen und Ganzen recht gut. Aber so wirklich zur Ruhe gekommen bin ich in dieser Hinsicht eben doch noch nicht.

    Eigentlich meckere ich hier aber auf einem sehr hohen Niveau: WordPress selbst wird stetig weiterentwickelt und das ist richtig klasse. Über die eigentliche Funktionalität kann ich mich ja im Grunde auch nicht beschweren. Übrigens bin ich was das angeht umso glücklicher, dass jetzt die Möglichkeit besteht, Block-Themes vor dem Aktivieren auszuprobieren. Denn jetzt kann ich mir ja einfach einmal ein bisschen Zeit nehmen, ein Block-Theme nach meinen Anpassen und so auch das Theme-Problem umgehen – denn wenn man sich zu helfen weiß, ist das vielleicht gar nicht so ein großes Problem.

    Ich finde, dass die vielen Blog-Systeme, die ich verwenden könnte und die ich mir bereits angesehen habe, alle ihre ganz eigenen Vorteile bieten. Da kann man dann wohl auch einmal über gewisse Schwächen hinwegsehen. Und da es bei WordPress wirklich nicht an Flexibilität mangelt, möchte ich das ganze hier auch gar nicht so schlimm darstellen. Eigentlich bin ich mit WordPress ziemlich zufrieden. Ich freue mich oft über die vielen Möglichkeiten, die mir dieses System bietet – und genau das ist womöglich auch dessen größte Stärke. Ich denke nicht, dass ich es in irgendeiner Art und Weise bereuen müsste, auf WordPress umgestiegen zu sein. Denn wie genau WordPress für mich ist, nun das hängt davon ab, wie ich die Software nutze. Ich glaube, auf eines kann ich mich hier festlegen: In den meisten Fällen nutze ich WordPress ziemlich gerne. 😀