Schlagwort: Editoren

18. Juli 2023

Spaß mit Zim

Kennt ihr das Desktop-Wiki „Zim“? Eigentlich ist das nur ein Texteditor, der über grundlegende Formatierungsoptionen verfügt. Aber Zim hat einige Besonderheiten: Am wichtigsten ist wohl, dass dieses freie Programm die angelegten Dateien in einer Wiki-artigen Struktur organisiert. Als Nutzer kann man dabei Haupt- und Unterseiten festlegen und sich seine eigene Wiki-Struktur zusammenstellen.

Damit lässt sich Zim sehr flexibel einsetzen. Egal ob es eine Wissensbasis, ein persönliches Journal oder eine Schreibumgebung werden soll – dank vielfältigen Einstellungs-Möglichkeiten und einem Erweiterungssystem lässt sich das selbsternannte Desktop-Wiki auch über diesen Zweck hinaus verwenden. Ich selbst habe vor kurzem angefangen, Recherchen und Texte in dem Programm zu organisieren. Es gibt aber beispielsweise auch eine Erweiterung zum ablenkungsfreien Schreiben.

In Zim kann ich zum Beispiel einen Eintrag für die Materialsammlung anlegen und einen zweiten für den eigentlichen Text. Diese kann ich in Zim sehr einfach zueinander ordnen, da das Programm für eine gewisse Übersichtlichkeit sorgt. Besonders hilfreich ist auch die Funktion zum automatischen Speichern, über die die Anwendung verfügt. Ich kann euch das Programm wirklich nur weiterempfehlen. Früher habe ich schon ein ähnliches Programm verwendet; Cherrytree heißt das. Auch das ist einen Blick wert, wobei ich mich momentan immer mehr mit Zim anfreunde.

Das mir das Programm heute mehrmals abgestürzt ist, als ich zu viele Unterfenster geöffnet habe, möchte ich am liebsten ausblenden… Aber die Version, die in den Mint/Ubuntu-Paketquellen für 22.04 verfügbar ist, hängt auch ein bisschen hinter dem aktuellen Entwicklungsstand hinterher. Naja, vielleicht waren drei einzelne Instanzen zuviel? Vielleicht waren das nur ungünstige Ausnahmen? Wer weiß. Dank dem automatischen Speichern muss ich mich darüber ja eigentlich nicht so sehr aufregen – und der Funktionsumfang, den Zim bietet, macht manches wieder wett.

Spaß mit WordPress

Ich habe mal wieder ein wenig gebastelt auf diesem Blog. Heute habe ich zum Beispiel weiter mit dem „Powder“-Theme gespielt, dass sich dank dem Website-Editor auch ziemlich gut und detailliert anpassen lässt. Ich bin mal gespannt, wie weit ich noch damit komme – auf dem Weg zu einem Blog-Design, das mir gefällt. Ich finde, dass das Ganze eigentlich einen recht guten Eindruck macht. 🙂

Schreiben mit dem Mousepad

Ich habe vor kurzem die neue Debian-Version „Bookworm“ installiert. Frisch, als diese herausgekommen ist; ich konnte mich einfach nicht mehr gedulden. Wie in meinem Artikel zu den ersten Eindrücken und erfahrungen mit dieser grandiosen neuen Version beschrieben, habe ich wieder mit dem Desktop der Herzen, Xfce, installiert. Mit Xfce wird standardmäßig der Texteditor „Mousepad“ ausgeliefert. Da konnte ich einfach nicht wiederstehen und habe mit dem Programm herumexperimentiert. In diesem Artikel möchte ich die Schreibumgebung beschreiben, die bei diesen Experimenten herausgekommen ist. Ihr müsst im Hinterkopf behalten: Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit verschiedenen Programmen, die ich als meine Schreibumgebung nutzen könnte. Von klassische Textverarbeitungsprogrammen bis zu einfachen Texteditoren habe ich schon vieles gesehen. Von LibreOffice bis Vim habe ich einiges ausprobiert.

Auch das Mousepad von Xfce lässt sich eher zu den leichtgewichtigen Programmen einordnen. Die Anwendung startet Xfce-typisch wahnsinnig schnell und standardmäßig in einer sehr einfachen Vorkonfiguration. Eine Statusleiste oben, das Textfeld unten: Das ist Mousepad, wie es aus der Tüte fällt. Schon in diesem Werkszustand ist Mousepad sehr angenehm zu nutzen, zumindest meiner Meinung nach. Ablenkungsfreier – das kann man sich an diesem Punkt vielleicht schon schwer vorstellen. Doch der Xfce-Editor wartet mit unzähligen Einstellungsmöglichkeiten auf, die diesen von einer klitzekleinen IDE bis hin zu einer Schreibumgebung zu wirklich vielen Anwendungszwecken passen lassen. Ich finde schon die Standardeinstellungen sehr gelungen, habe aber noch ein bisschen gebastelt und herumkonfiguriert.

Meine Schreibumgebung sieht derzeit so aus: Das Mousepad starte ich im Vollbildmodus, in dem die Statusleiste und zusätzlich die Tab-Reihe und eine Informationszeile unten im Fenster angezeigt werden. Dank den Einstellungen habe ich den Editor so konfiguriert, dass die zuletzt geöffneten Dateien bei jedem Neustart wiederhergestellt werden. Dabei behalte mit den Tabs die Übersicht über die Dateien, die ich gerade editiere. Ich brauche mich bei der Nutzung des Editors eigentlich nur um das Speichern zu sorgen – und natürlich das Schreiben selbst. Da ich den Gedanken hinter dieser Konfiguration noch ein wenig weiter durchsetzen wollte, habe ich mein Xfce jetzt auch so eingestellt, dass die Desktop-Sitzung beim Abmelden gespeichert und bei einer Neuanmeldung wiederhergestellt wird. Daher kann ich Mousepad nun auch einfach auf der vierten Arbeitsfläche ruhen lassen und weiß immer, wo mein Editor geduldig auf mich wartet. Mit der Tastenkombination ‚Strg‘ + ‚Alt‘ + Pfeiltasten kann ich jederzeit die Arbeitsfläche wechseln. Dadurch kann ich mich im Editor selbst auf den Text konzentrieren, sitze aber nicht „darin fest“.

Auch was das Farbschema angeht, habe ich mir Gedanken gemacht. Mousepad bringt als grafischer Editor einige vorkonfigurierte Farbprofile mit. Da ich die Anwendung derzeit nur im Vollbildmodus nutze, habe ich das dunkelblaue „Kobalt“-Schema gewählt. Dieses bietet meiner Meinung nach sehr gute Kontraste. Es ist aber nicht grell und blendet nicht, wie das die hellen Farbschemen, die ich sonst nutze, im Vollbildmodus tun würden. Stattdessen blicke ich derzeit auf einen mehr oder weniger mehrheitlich dunkelblauen Bildschirm. Die aktuelle Zeile – man könnte in diesem Fall auch vom aktuellen Absatz sprechen – lasse ich dabei hervorheben, wodurch diese etwas heller unterlegt wird. Insgesamt gefällt mir das Kobalt-Schema wirklich gut.

Man merkt es mir vielleicht schon an: Der Mousepad-Editor hat es mir wirklich angetan, und ich bin gespannt, inwiefern ich die beschriebenen Einstellungen im Alltag nutzen werde. Momentan finde ich die wirklich richtig klasse, auch wenn es hier und da noch ein bisschen zu schrauben gibt: Zum Beispiel würde ich gerne die Zahl der Zeichen mit Leerzeichen in der unteren Informationsleiste anzeigen lassen. Die entsprechende Einstellungsmöglichkeit habe ich bisher aber leider noch nicht gefunden. Auch an die Zeilen, die sich über die ganze Bildschirmbreite erstrecken, muss ich mich erst noch gewöhnen. Wobei ich zugeben muss, dass ich zum Ende dieses Artikels feststellen kann, dass das wirklich nicht so tragisch ist, wie erwartet. Insgesamt ist das Mousepad ein Editor ohne Schnick-Schnack, genau das gefällt mir. Ohne auf Funktionen wie eine Rechtschreibprüfung oder Syntax-Hervorhebungen verzichten zu müssen, konnte ich mir mit dem Programm in kurzer Zeit eine sehr angenehme Schreibumgebung zusammenstellen. Das macht Spaß und motiviert auch, das „Mousepad“ weiterhin zu verwenden.

Texten in einem Texteditor

Ich mache mir oft Gedanken zu der Schreibumgebung, die ich nutze. Denn irgendwie bin ich immer wieder unzufrieden mit den bekannten und beliebten Anwendungen. Natürlich betrifft das immer nur Kleinigkeiten. Natürlich ist das abhängig von eigenen Einschätzungen – und natürlich auch von den Anforderungen, die man stellt. Ich schreibe gern, ich schreibe viel. Wenn ich schreibe, dann meistens längere Texte. Über die Zeit habe ich es zu schätzen gelernt, eine einfache Umgebung nutzen zu können. Daher habe ich mich auch ausgiebig mit ablenkungsfreien Editoren beschäftigt. Eine Option habe ich aber bisher immer außen vor gelassen: Schlichte Texteditoren, wie sie unter GNU/Linux jede Arbeitsumgebung mitliefert.

Die Frage ist immer, inwiefern ein Editor auf einen bestimmten Zweck ausgelegt ist. Manchmal merkt man einfach, dass die Entwickler hinter einer Anwendung zum Beispiel Entwickler im Kopf haben. Eine integrierte Entwicklungsumgebung ist aber bekanntlich noch keine gute Schreibumgebung. Manchmal wird es dann schnell zu spezifisch, habe ich das Gefühl. Versteht mich nicht falsch: Ich brauche nicht viel. Da ich oft ohnehin Markdown nutze, bin ich eigentlich sehr pflegeleicht.

Aber wenn eine Anwendung nur so vor Symbolen strotzt, die sich primär an Coder richten – dann frage ich mich schon, ob ich nicht doch eine andere Anwendung verwenden sollte.

Diesen Text schreibe ich in KWrite, also im einfachen Texteditor von KDE. Während Kate eine schier unerschöpfliche Fülle an Möglichkeiten mitbringt, ist KWrite eher auf das Wesentliche reduziert. Das Schreiben in KWrite macht schon Spaß, aber ich muss mich noch weiter durch die Gegend testen. Das ist wohl auch ein sinnvolles Schlusswort: Mal schauen, mal testen.


Bildnachweis:

Underwood Typewriter“ by One Candle Photos is licensed under CC BY-ND 2.0 .