Schlagwort: Desktop

  • LibreOffice: Eine neue Schreibumgebung?

    Auf diesem Blog habe ich schon einmal zu meiner Schreibumgebung geschrieben. Einmal zum Beispiel zu einer Konfiguration des einfachen Texteditors Mousepad, der aus der Xfce-Arbeits-umgebung stammt. Auch wenn ich das Mousepad für seine Einfachheit schätze und theoretisch jeden einzelnen Text über einen simplen Texteditor verfassen könnte, habe ich diese Schreibumgebung doch nicht so lange beibehalten, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt habe. Stattdessen habe ich oftmals direkt im WordPress-Editor Gutenberg geschrieben – oder aber über LibreOffice. Egal, wie oft ich es versuche: Diese Anwendung begleitet mich immer weiter, selbst wenn ich noch so interessante Schreibprogramme entdeckt habe.

    Und eigentlich kann ich mich ja auch nicht beklagen: Mit LibreOffice komme ich immer besser klar, je länger ich das Programm verwende. Dabei entdecke ich auch häufig neues. So habe ich erst vor kurzem die Option gefunden, LibreOffice vollständig in einen dunklen Darstellungsmodus zu versetzen: Unter „Extras“ – „Optionen“ und „Anwendungsfarben“ lässt sich das Programm nämlich auf das vorinstallierte Farbschema „LibreOffice Dark“ umschalten. Schon erscheint die Seite, die man so gerne beschreibt in dunklen Farbtönen, der Text in hellen. Gerade in den Abendstunden ist das sehr Augen-schonend. Und gerade wenn man ein dunkles Anwendungsthema nutzt, wirkt die Büro-Suite so auch einfach viel stimmiger.

    Anstatt auf eine weiße Seite zu starren, kann man so auch auf eine schwarze stieren. Welch Wunderwerk der Technik! So weit ich weiß gilt die dunkle Darstellung auch nur für die Anzeige in eurer LibreOffice-Installation und nicht für die Datei selbst. Ich habe noch nicht probiert, eine Datei aus dieser Einstellung heraus zu drucken, aber zumindest die Vorschau wird wieder schwarz-auf-weiß angezeigt.

    Praktisch finde ich auch die verschiedenen Darstellungsoptionen bei der Benutzeroberfläche: Hier lässt sich auswählen, ob die Bedienelemente eines LibreOffice-Programms in Symbolleisten, Registern oder Gruppen angezeigt werden sollen. Auch eine Seitenleiste ist möglich. Wer es etwas kompakter mag, kann bei bestimmten Stilen auch einige Knöpfe ausblenden lassen. Das halte ich für einen guten Kompromiss zwischen teils sehr komplexen Leisten und vollkommen ablenkungsfreien Editoren. Ich nutze momentan zum Beispiel die kompakte Darstellung in Symbolleisten. In einer Standardkonfiguration von LibreOffice könnt ihr das entsprechende Auswahlfenster ganz einfach unter „Ansicht“ und „Benutzeroberfläche…“ aufrufen.

    Desweiteren habe ich mir eine Dokumentenvorlage angelegt, die zu meinem derzeiten Geschmack bei der Formatierung eines Textes passt. Ich habe mir einen Abschnitt für eine Hauptüberschrift (ersten Grades) definiert und direkt danach einen weiteren Absatz mit der Vorlage „Textkörper“ festgelegt. Diese habe ich zusätzlich zu der Vorgabe beim Textkörper noch in den Blocksatz umgestellt. Über das Menü „Datei“ und den Unterpunkt „Dokumentvorlagen“ lässt sich ganz einfach ein so formatiertes Dokument als Dokumentvorlage speichern, welche dann auch direkt als Standard festgelegt werden kann. Übrigens erhält man mit dem Textkörper auch Word-ähnliche Absätze, die ich einst so mühsam in den Writer gebastelt habe.

    Sofern ihr euer LibreOffice entsprechend meiner hier dargelegten Einstellungen konfiguriert und den Yaru-Symbolstil für die Bürosoftware anwendet, sollte euer Writer jetzt zum Beispiel so aussehen:

    Happy writing!

  • 25. Juli 2023

    Als ich heute darüber überlegt habe, was für einen Text ich auf diesem Blog veröffentlichen könnte, habe ich zuerst an einen weiteren Artikel über meine Linux Mint-Installation gedacht. Aber was soll ich sagen, was soll ich schreiben: Dieses Betriebssystem läuft einfach nur, Bastelbedarf hatte ich bisher noch keinen. Hin und wieder wollen ein paar Aktualisierungen installiert werden, heute kam zum Beispiel ein Kernel-Update. Doch Probleme hat auch das nicht gemacht. Linux Mint verhält sich unauffällig, und das wollen viele Anwender dieser Distribution wohl auch.


    Heute habe ich auch die Marke von zweihundert Followern mit meinem Mastodon-Account gerissen. Oh Junge, das sind ganz schön viele Profile, die mir da folgen. Fragt sich nur, warum eigentlich… Naja, mir darf das ja egal sein. Gut, hier und da folgt mir sicherlich auch ein Testaccount von einer Fediverse-Bekanntschaft, wo es sich dann doppelt. Aber diese Zahl wirkt für mich trotzdem ziemlich hoch. Denn selbst auf den kommerziellen sozialen Medien hatte ich nie so viele Folgende – obwohl sich dort laut Statistik viel mehr Nutzerinnen und Nutzer tummeln sollten. Vielleicht liegt das aber auch ein bisschen daran, dass ich mich selbst einfach lieber im Fediverse aufhalte und beteilige.


    Ich habe nachdem ich den vorherigen Absatz fertig geschrieben habe, auf den Zeichenzähler in WordPress geschaut. Schon nach den ersten beiden Absätzen liege ich mit diesem Text über 1.200 Zeichen. Da fühle ich mich zurückerinnert: Vor wenigen Jahren habe ich für einige Monate ein Kolumne in einer Gratiszeitung in meiner Gegend geschrieben, da musste ich mich auch immer einem Zeichenlimit von 1.200 Zeichen mit Leerzeichen beugen. Das war immer richtig schwierig – deswegen bin ich jetzt auch umso glücklicher, dass ich sowohl online als auch im Print-Bereich mehr kreative Freiheit habe. Allerdings war diese Kolumne auch eine meiner ersten Erfahrungen im Bereich Printjournalismus. Meine ersten Schritte waren wirklich richtig holprig, aber es war wichtig, sie gemacht zu haben, denke ich.


    Ist es euch schon aufgefallen? Die Theme-Saga geht weiter, denn ich habe mal wieder ein neues Theme ausprobiert. Es trägt den schönen und irgendwie versöhnlichen Namen „Lovecraft“ und wurde von dem schwedischen Designer Anders Norén erstellt. Irgendwie bringt „Lovecraft“ genau den Charackter mit, den ich für diesen Blog gesucht habe. Ich habe noch ein paar Bedenken, was die Lesbarkeit angeht. Aber vielleicht lohnt es sich da ja auch, einfach nachzufragen: Was haltet ihr von diesem Theme?

  • 21. Juli 2023

    Spaß mit Thunderbird

    Ich bin ein großer Freund und Verfechter nativer E-Mail-Clients für den Desktop: Anstatt mich durch die Wirren einer Webmail-Oberfläche zu wühlen, bleibe ich lieber bei meinen geliebten Desktop-Anwendungen. Besonders gut gefällt mir schon lange der gute Thunderbird von Mozilla. Für mich verbindet diese Anwendung all die Vorzüge von Mailclients mit vielen nützlichen Funktionen und einer einfachen Einrichtung.

    Thunderbird ist aber nicht nur ein besonders toller E-Mail-Client – nein, der Donnervogel kann noch viel mehr: Das Programm lässt sich zum Beispiel auch als Kalender oder sogar für einfache Chat-Bedürfnisse verwenden. Thunderbird ist also ein Mailclient mit angehangener PIM-Abteilung.

    Besonders nützlich finde ich die News-Funktion, die Thunderbird mitbringt. Damit lassen sich nämlich auch RSS- oder Atom-Feeds abrufen und organisieren. Ich habe mir so eine Feed-Sektion direkt unter den Mailpostfächern einrichten können – das ist ziemlich praktisch.

    Manchmal merkt man Thunderbird zwar an, dass die Software primär auf den E-Mail-Betrieb angepasst ist. Aber wer einen einfachen RSS-Reader sucht, sollte mal einen Blick auf Thunderbird werfen. Nach ein bisschen Einarbeitung bin auch ich gut mit der grundlegenden Bedienung klargekommen. Ein bisschen schade ist, dass ich es noch nicht hinbekommen habe, neue Artikel in einem Feed-Sammeleingang darzustellen. Dazu müsste ich diese wohl in Ordnern umsortieren. Naja, irgendwie ist es mit den einzelnen Feeds auch ein bisschen übersichtlicher.

    Wie gesagt: Der Donnervogel kann mehr, als man auf den ersten Klick denken mag. Ich kann euch das Programm nur weiterempfehlen. Und zwar als Gesamtpaket.

    Charisma für den Blog

    Ich habe wieder ein bisschen am Layout dieser Seite gebastelt. Mein Ziel war es, dem Blog ein bisschen mehr Charakter zu geben. Derzeit basiert die grafische Gestaltung der „Kaffeediffusion“ auf dem Powder-Theme. Was sagt ihr dazu?

  • Linux Mint: Gut, wie erwartet

    Gestern habe ich es ja eigentlich schon versprochen: Heute möchte ich ein paar weiterführende Gedanken zu Linux Mint 21.2 aufschreiben – nachdem das Aufsetzen dieses tollen Betriebssystems endlich ohne diesen einen anstrengenden SquashFS-Fehler am Ende der Installation abgelaufen ist. In der Linux-Community hat Linux Mint sich vielerlei Meinungen und einen ganz bestimmten Ruf eingeholt: Das ist die Distribution, die einfach läuft, das Anfänger-Linux schlechthin, wie gemacht für Windows-Wechsler.

    Manchmal wird Mint deswegen belächelt. Doch wie ich schon gestern geschrieben habe: Um Linux Mint komme ich wieder und wieder einfach nicht herum. Ich habe mit Mint meine ersten Schritte im GNU/Linux-Umfeld getan. Und für mich hätte dieser Einstieg wohl nur schwer besser ausfallen können: Ich war (und bin) richtig begeistert von Mint auf dem Rechner, so sehr, dass ich mich immer weiter für das freie Betriebssystem interessiert habe.

    Mit Mint habe ich so gesehen meinen Weg in die Gemeinschaft rund um freie Software gefunden, dafür bin ich der Distribution und ihren Machern sehr dankbar. Ja, ich habe mich schon vor meiner Installation über Mint informiert, und auch als ich das System erstmals auf dem Laptop installiert habe, hat dieser Prozess nicht aufgehört – im Gegenteil. Doch auch wenn ich mir mit der Zeit immer mehr Wissen anzueignen versucht habe, denke ich, dass Mint sich ziemlich intuitiv bedienen lässt. Ich habe mich eigentlich ziemlich schnell zurechtgefunden.

    Rückblickend war Mint mein Sprungbrett zu anderen Distributionen, das finde ich einfach super. Doch auch als Distribution an sich finde ich Mint beachtlich: Das Projekt steht natürlich Schultern von Giganten. Debian und Ubuntu bieten schon eine wirklich richtig gute Basis, das sind ja auch die Distributionen, die ich sonst eigentlich am liebsten nutze, immerhin bin ich mit diesen vertraut. Doch manchmal tut es auch gut, sich auf Mint einzulassen. Denn wenn jemand diese Distro als „Rund-um-Sorglos-Paket“ beschreiben möchte, kann ich eigentlich nur zustimmen. Ich selbst habe Mint schon oft mit den verschiedenen Arbeitsumgebungen installiert, die das Projekt derzeit zur Verfügung stellt – und alle sind toll.

    Momentan läuft Mint bei mir mit dem Cinnamon-Desktop, der von den Entwicklern der Distro selbst vorangetrieben wird. Auch wenn die anderen beiden Desktops – namentlich Mate und Xfce – ebenso ausgearbeitet wirken, repräsentiert Cinnamon Mint aber auch ein wenig als ganzes. Der Desktop zielt ganz klar auf das gewohnte Bedienschema, das Nutzer womöglich von Windows 7 kennen. Allerdings wirkt die Arbeitsumgebung modern, aufgeräumt und zumindest für mich auch ziemlich intuitiv. Bei Cinnamon sind viele der Bedienelemente da, wo sie eine ehemalige Windows-Nutzerin wohl erwarten würde. Ich finde, dass auch die anderen Desktops ebenso gut sind – wenn nicht besser. KDE Plasma beispielsweise, ja selbst ein Xfce-Desktop, ist wohl hier und da anpassbarer als Cinnamon.

    Allerdings macht Cinnamon eines richtig: Diese Arbeitsumgebung überspringt beinahe diese gewisse Einarbeitunsgszeit, die man bei einer neuen Arbeitsumgebung manchmal einfach braucht. Damit bleibt der zimtige Desktop wohl auch den klassischen Bedienkonzepten verhaftet, wie man sie vom Windows-Desktop kennt. Vielleicht ist das aber auch genau das, was ein Teil der Mint-Gemeinschaft von ihrem Rechner verlangt.

    Mir macht es jedenfalls Spaß, Mint auszuprobieren und zu nutzen. Nicht dass das bei anderen Distros anders wäre – aber Mint möchte ich schon loben. Auch, aber sicher nicht nur für Einsteiger ist die Distribution sicherlich einen Blick wert.

  • Linux Mint 21.2: Läuft!

    Heute ist die neue Version 21.2 der sommerlich-frischen Distribution Linux Mint erschienen. Auf den Namen „Victoria“ hört diese Ausgabe, der ich direkt eine Chance auf meinem Laptop geben wollte. Ihr erinnert euch vielleicht: Bei meinen letzten Versuchen, Linux Mint auf Ubuntu-Basis zu installieren, hat mich beim initialen Neustart des Systems immer wieder ein SquashFS-Fehler geplagt.

    Ich war mir dann oftmals nicht so sicher, ob die Installation wirklich reibungslos abgelaufen war. Bei der neuen Version war bei mir also wieder einmal Vorsicht überall angesagt: Ich habe das Abbild mit der Checksumme geprüft, verifiziert und über dd langsam auf einen USB-Stick geschrieben. Hier muss ich anmerken: Ich habe extra einen anderen Stick verwendet, als beim letzten Mal.

    Leider hat mein Thread zu diesem Problem bis heute keine Antwort in den Linux-Mint-eigenen Foren keine Rückmeldung erhalten. Ein bisschen Internetrecherche hat aber gezeigt, dass der Fehler wohl entweder durch Fehlerhafte Installations-Abbilder oder aber kaputte Installationsmedien entstehen kann. Da ich den ersten Fall bereits durch die Verifizierung der Abbilder auszuschließen versuche, lag meine Hoffnung dieses mal bei dem anderen USB-Stick.

    Ob es nun am Stick oder an der neuen Version gelegen haben mag: Jetzt läuft bei mir Linux Mint 21.2 mit dem Cinnamon-Desktop auf dem Rechner. Und das, ohne dass sich SquashFS bei der Installation beanstandet hätte. Da bin ich wirklich froh, immerhin habe ich für Linux Mint eigentlich immer ein bisschen Liebe übrig. Das war ja schließlich meine erste Linux-Distribution. Jetzt werde ich das System ersteinmal entdecken und weiter einrichten – ich freue mich schon darauf.

  • Arbeitsumgebungen auf dem Linux-Desktop

    Als ich angefangen habe, GNU/Linux auf dem Desktop zu nutzen, war ich wirklich fasziniert von dem Konzept unterschiedlicher Arbeitsumgebungen. Als vormaliger Windows-Nutzer kannte ich so etwas einfach nicht. Für mich die Wahlfreiheit zwischen den unterschiedlichen grafischen Oberflächen das freie Betriebssystem als Ganzes spannender gemacht.

    Da meine erste Distribution Linux Mint war, habe ich zunächst den Cinnamon-Desktop kennengelernt. Dieser orientiert sich bekanntlich an den Designkonzepten der Windows-Benutzeroberfläche. Für den Einstieg war das wirklich super. Und durch die intuitive Bedienung habe ich mich auch schnell eingewöhnt. Schon allein die Möglichkeit, Dinge wie das Desktop-Theme oder das Symbolthema zu ändern, fand ich damals ziemlich beeindruckend.

    Auf Linux Mint habe ich mir später auch einmal die beiden anderen Arbeitsumgebungen angesehen, die diese Distro unterstützt. Mate und Xfce sind viel leichtgewichtiger als der Cinnamon-Desktop. Daher bleiben bei diesen Desktops auch oftmals etwaige Wartezeiten beim Anwendungsstart aus. Die kleinen Kniffe bei der Bedienung dieser Desktops kannte ich an dem Punkt aber noch nicht. Vorerst bei Cinnamon bleibend, habe ich die beiden Arbeitsumgebungen mittlerweile aber lieben gelernt.

    Für mich ging es unter Mint dann weiter mit dem Gnome-Desktop, den ich aus den Paketquellen installiert habe. Damals war das glaube ich Gnome in Version 3.34 oder 3.36. Das Bedienschema von Gnome habe ich dann immer weiter lieben gelernt, so sehr, dass ich den Desktop später auch auf meiner nächsten Distro installiert. Das war Manjaro. Nachdem ich aber dort sehr lange auf die bereits erschienene Version 40 von Gnome warten musste, kam mir mein Desktop ein wenig unausgeglichen vor. Manche Anwendungen wurden aktualisiert, die Shell aber nicht. Ich habe mir deshalb Debian 10 „Buster“ als nächste Distribution installiert.

    Mit Debian habe ich dann meine wohl mitunter liebste Distribution kennengelernt. Debian 10 mit Gnome 3.30 habe ich dann aber irgendwann auf Debian Bullseye in der Testing-Phase aktualisiert. Dabei habe ich insbesondere auch den Xfce-Desktop für mich entdeckt, Mate habe ich später auch ausprobiert und sehr ins Herz geschlossen.

    In meiner Manjaro-Zeit habe ich auch das erste Mal KDE getestet. Unter Distributionen wie openSUSE, Kubuntu und KDE Neon habe ich dann auch das riesiege Potential entdeckt, dass in diesem tollen Desktop schlummert.

    Die Enlightenment-Umgebung habe ich vor allem unter Devuan ausprobiert und eine Zeit lang richtig gemocht. Das ist bei dieser Software ja auch nicht schwer. Allerdings ist mir Enlightenment mittlerweile manchmal ein wenig zu „verworren“, ganz vorsichtig ausgedrückt – und zumindest gefühlt auch ein bisschen zu instabil.

    Mir macht es wirklich großen Spaß die schier unendliche Vielfalt auf dem Linux-Desktop zu entdecken. Die entsprechenden Projekte entwickeln sich ja auch stetig weiter. Gnome ab Version 40 fand ich anfangs zum Beispiel weniger toll, aber mittlerweile bin ich auch dort wieder ziemlich gern unterwegs: Gnome ist toll, KDE ist toll, Mate ist toll, Xfce ist toll – und die vielen anderen Desktops sind das natürlich auch. Da habe ich noch gar nicht von den flexiblen Fenstermanagern geschrieben! Der Linux-Desktop bietet so viele Möglichkeiten, und so viel zu entdecken. Das finde ich wirklich klasse.

  • Auf Debian ist Verlass

    Ja, eigentlich habe ich noch in meinem gestrigen Blogartikel geschrieben, dass ich mir Manjaro für meinen Laptop ansehen möchte. Und ja, eigentlich habe ich auch geschrieben, dass ich gerne wieder ein rollendes Betriebssystem auf meinem Rechner nutzen würde. Aber ich habe noch einmal über die ganze Sache nachgedacht: Als das rollende System KaOS meine bestehenden Partitionen im Zuge der unvollständigen Installation gelöscht hat, war es schon gut auf meinen alten Ausweichrechner zurückgreifen zu können. Und dieser läuft mit Debian – verlässlich und stabil, so wie man das von Debian gewohnt ist.

    Als ich nocheinmal über den Inhalt meines gestrigen Artikels nachgedacht habe, ist mir aufgefallen, dass Debian wirklich eine sehr vernünftige Wahl für meinen Klapprechner bleibt. Die Familie der Debian-basierten Distributionen sagt mir eigentlich auch am meisten zu, zumindest war das in der Vergangenheit oftmals so.

    Debian selbst finde ich sowohl von einem technischen wie auch von einem philosophischen Standpunkt aus betrachtet wirklich hervorragend. Ganz nebenbei war es ja mehr oder minder auch zu erwarten, dass sich die von Unternehmen vorangetriebenen Distributionen irgendwann ein bisschen unbeliebt machen würden: Das momentane Red-Hat-Drama oder die verschiedenen Unzufriedenheiten in der Ubuntu-Community sind häufig ziemlich absehbar gewesen – weil sich die Interessen der Unternehmen von denen der Community unterschieden haben.

    Bei Debian selbst gibt es dieses Problem nicht. Debian wird ja bekanntlich von seiner Gemeinschaft weiterentwickelt, und dafür bin ich sehr dankbar. Auch die Unternehmens-Distributionen sind technisch in der Regel wirklich toll. Dass es dann zu den besagten Problemen kommt, wird den technischen Innovationen, die die Entwickler hinter Ubuntu, RHEL oder SLED/SLES leisten nicht gerecht. Bei Debian gibt es solche Schwierigekeiten erst gar nicht, und das ist natürlich super.

    Ich habe mir also wieder Debian 12 installiert. Für mein jetziges System ist die Desktop-Wahl übrigens auf die Mate-Arbeitsumgebung gefallen. Zu dieser muss ich eigentlich noch einen gesonderten Artikel schreiben. Denn sie gefällt mir wirklich gut. Irgendwie bin ich also wieder am Ausgangspunkt meiner Distrohopping-Eskapaden angekommen: Jetzt bin ich wieder gespannt auf die Debian-basierten Distributionen, die in den nächsten Monaten erscheinen werden – dazu habe ich ja schon geschrieben.

    Andere Systeme sind zwar sicherlich auch interessant. Sonst hätte ich mir die ja auch nicht installiert – oder installieren wollen. Mit Debian-basierten Distros und Debian selbst bin ich aber schlicht am meisten Vertraut. Deswegen eignet sich diese Distributionsfamilie wohl auch so gut für mich. Nicht nur die Macht der Gewohnheit ist hier gemeint. Ich habe auch das Gefühl, dass die Debian-artigen Distros für mich am intuitivsten aufgebaut sind. Insbesondere die System- und Paketverwaltung finde ich hier einfach besonders gut.

    Mir macht es Spaß, mehr über GNU/Linux-Distributionen zu lernen. Auf echter Hardware geht das natürlich auch besonders direkt. Aber sofern eine Distro nicht zur Debian-Familie gehört, sollte ich meine ersten Schritte damit wohl lieber in einer virtuellen Maschine machen. Was danach kommt, wird sich schon zeigen. Momentan läuft mein Laptop jedenfalls wieder mit Debian Stable – und das ist ziemlich toll. 🙂

  • Chaos und Minze

    Ich weiß ja selbst nicht, was mich da geritten hat, als ich mich heute morgen entschieden habe, doch wieder die Distribution auf meinem Laptop zu wechseln. Anstatt bei meinem erst gestern konfigurierten Arch-System zu bleiben, wollte ich unbedingt „KaOS“ ausprobieren. Das ist eine KDE-zentrierte Distribution, die erst gestern Abend neue Installationsabbilder freigegeben hat. Als ich heute morgen davon gelesen habe, musste ich mir diese einfach anschauen. Eigentlich wollte ich KaOS schon länger installieren, bin bisher aber noch nie dazu gekommen.

    Nun ja, jetzt da ich die Distro ausprobiert habe, bin ich ziemlich ernüchtert. Nachdem ich das Abbild heruntergeladen, verifiziert und überprüft hatte, habe ich es voll motiviert auf meinen USB-Stick gebannt. Von diesem habe ich dann auch den Rechner gestartet; der Bootloader hat mich freundlich begrüßt – bis die ersten Verwirrungen aufkamen: Im Bootmenü haben die Entwickler angegeben, dass es beim Editieren des Start-Prompts auch die Möglichkeit gebe, die Systemsprache sofort umzustellen. Das wollte ich dann auch machen, allerdings konnte ich keine Länderkennung in diesem Bootprompt finden, die ich hätte editieren können. Ich musste also schon leicht verwirrt in eine englischsprachige Installationsumgebung starten.

    Dort angekommen wollte ich das System sofort auf die Platte installieren, da sich Live-Umgebungen meiner Ansicht nach nicht wirklich gut zum ausführlichen Testen einer Distribution eignen. Das Installationsprogramm, anscheinend der Calamares-Installer, startete auch wie erhofft und erwartet. Doch schon bei der Sprachauswahl gingen die Probleme weiter: Basierend auf Netzwerkinformationen, die über die Verbindung mit dem WLAN zugänglich geworden waren, hat KaOS richtigerweise Deutsch als Sprache vorausgewählt. Mal abgesehen davon, dass ein manche Knopfbeschriftungen und Texte durchaus übersetzt dargestellt wurden, hat das aber eigentlich nicht viel gebracht. Denn einige Teile des Installers blieben weiterhin englischsprachig. Merkwürdigerweise war es mir einige Augenblicke auch nicht möglich, den „Next“-Knopf zum Fortfahren der Installation zu drücken, obwohl bereits eine Sprache vorausgewählt war.

    Auch das allgemeine Layout des Calamares-Installers wirkte oftmals ziemlich verschoben, ich habe mir zunächst aber nicht viel dabei gedacht. Schon etwas verunsichert, ob das denn gut gehen könnte, habe ich mich dann weiter durch den Installationsvorgang geklickt. Bei der Partionierung angekommen, wollte ich von der Vorgabe des Installers abweichen. Anstatt keinen Swap anzulegen, wollte ich das System mit einer Swapdatei bestücken. Diese Option lässt Calamares normalerweise auch einfach über ein Menü zu – nur leider hat sich die Anwendung unter KaOS prompt aufgehangen. Leider ließ sie sich auch nicht mehr schließen, ich musste den Rechner neu starten.

    Wieder in der Live-Umgebung angekommen wollte ich dem Installationsassistenten beim zweiten Versuch einen Schritt voraus sein. Deshalb habe ich die Sprache einfach erneut auf Deutsch gesetzt, das konnte aber auch nichts gegen die Verzögerung helfen, die ich bereits beim ersten Mal abwarten musste. Das Calamares-Fenster zu maximieren war aber eine sehr gute Idee, da sich so zumindest kein Text mehr überlappte. Ich habe sogar nachgegeben, und die Partitionierung im entsprechenden Schritt nicht angepasst.

    Als dann schlussendlich alle Fragen beantwortet waren, wollte ich mich schon zurücklehnen: Vielleicht war der erste Versuch ja nur eine Ausnahme gewesen? Vielleicht würde das System ja jetzt ohne Probleme auf der Platte landen, immerhin hatte ich ihm ja auch den gesamten Plattenplatz zur Verfügung gestellt. Tja, das Anlegen der Partitionen verlief leider nicht nach Plan: Nachdem der KaOS-Installer die alten Partitionen gelöscht hatte, schlug das formatieren der Fat32-Partition zum Booten fehl. Damit war die Installation dann ja auch gelaufen, und noch dazu hatte sich mein vorheriges Arch-System in Luft aufgelöst. Da saß ich nun, mit einem Rechner ohne Betriebssystem.

    Glücklicherweise habe ich für solche Notfälle aber noch einen alten Rechner zur Hand. Dieser ist mit einem guten alten Debian-System ausgestattet, dass auch mit Sicherheit auf diesem Rechner bleibt – da traue ich mich nun wirklich nicht, aus Interesse die Distribution zu wechseln. Mittlerweile ist diese Debian-Installation zwar schon ein „Oldstable“ geworden, aber ich werde das schon noch aktualisieren. Auf diesen Rechner ist jedenfalls Verlass, dank Debian. Auf der Suche nach einer neuen Distribution für meinen Alltagslaptop habe ich mir dann Linux Mint ausgesucht. Das war auch mein Einstieg in die GNU/Linux-Welt.

    Ja, auch diesen Text schreibe ich gerade von besagtem Mint-System. Das funktioniert auch ziemlich gut, aber einen kleinen Fehler konnte sich Mint wohl auch bei dieser Installation nicht ersparen: Nachdem die eigentliche Installation abgeschlossen ist, geht es bei Mint bekanntlich an einen Neustart. Das System fragt dann nach, ob man denn das Installationsmedium entfernen könne, um danach mit der Eingabetaste zu bestätigen.

    Genau hier habe ich bei Mint, aber auch nur bei Mint (mit Ubuntu-Basis) ein Problem: Aus irgendeinem Grund behauptet SquashFS dann, ein Fehler würde vorliegen. Das Ergebnis sind unzählige vorbeiscrollende Fehlerzeilen, die den Neustart in das installierte System verhindern. Dieses funktioniert dann aber, wenn man den Rechner „per Knopfdruck“ ausschaltet. Sehr merkwürdig. Ich habe dazu auch mal im Linux-Mint-Forum nachgefragt. Vor mehreren Monaten, denn dieser Fehler tritt bei mir fast schon traditionell bei Mint-Installationen auf. Leider habe ich bis heute keine einzige Antwort in diesem Thread bekommen.

    Das Mint-System scheint jedenfalls zu funktionieren. Das ist schon mal ein großer Schritt vorwärts im Vergleich zu dem Chaos, das KaOS hinterlassen hat. Ich plane derzeit allerdings, mir morgen mal wieder Manjaro anzuschauen, eine Distribution, die ich eigentlich sehr positiv in Erinnerung habe. Das liegt übrigens auch daran, dass mein Interesse an einer langfristig rollenden Distro noch immer Bestand hat – irgendwie.

  • 11. Juli 2023

    Literatur im Fediverse

    Im Fediverse habe ich mich in letzter Zeit mehr und mehr für die Literatur-Blase dort interessiert. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut manche Leute microbloggen können; da muss ich ja bekanntlich noch üben. Besonders spannend finde ich es auch, wenn Menschen kleine Gedichte über diese sozialen Netzwerke teilen. Besonders gut lassen sich solche Fediverse-Literaten über die entsprechenden Hashtags verfolgen – und meine bunte Timeline spült ohnehin immer wieder interessante Inhalte zu Tage. So machen dann auch mir soziale Medien Spaß.

    Vielleicht ist es genau jetzt an der Zeit, doch einmal einen Ausflug zu machen in die Welt des kreativen oder kreativeren Schreibens. Ich weiß zwar nicht ganz, wie ich eine solche Geschichte angehen sollte, aber irgendwie könnte ich mich derzeit ziemlich gut dazu motivieren. Warum ich bisher nicht dazu gekommen bin, weiß ich ja selbst nicht so genau. Dazu habe ich auch schon einen Blogartikel verfasst. Jetzt, da ich so darüber nachdenke, bin ich versucht, diesen selbst noch einmal zu lesen…

    Meine Arch Linux-Installation

    Ich habe meine gestrigen Worte tatsächlich in die Tat umgesetzt: Diese Zeilen schreibe ich nun von einem frischen Arch Linux-System, das ich heute Vormittag aufgesetzt habe. Bei der Installation habe ich mich an der Kurzanleitung aus dem deutschsprachigen Wiki der Distribution entlang gehangelt. Und nach dieser Anleitung hat alles ziemlich gut funktioniert. Die Meta-Pakete für die KDE-Arbeitsumgebung Plasma musste ich auch erst einmal wieder verstehen, aber auch diese Hürde ist überwunden.

    Mein System läuft übrigens wieder mit einem LTS-Kernel, wie ich das bei den meisten Arch-Installationen vorziehe. Damit kann ich mir wieder ein Stückchen mehr Stabilität einreden. Auch LibreOffice habe ich in der etwas älteren Wartungsversion installiert. Zur Zeit ist das 7.4.7.2. Wenn man sich so ein eigenes System dann zusammen gestückelt hat, läuft das wirklich sehr gut – und dafür ist man ja bekanntlich selbst verantwortlich.

    Mal schauen, wie lange ich Arch auf meinem Laptop einsetzen werde. Derzeit bin ich vor allem auf die kommenden neuen Veröffentlichungen von Linux Mint, Linux Mint Debian Edition und MX Linux. Bis dahin: Viele Grüße von meinem Arch-Desktop mit KDE. 🙂