Heute habe ich meinen Mastodon-Account von der lokalen Instanz Dresden.Network zu troet.cafe umgezogen. Der Grund dafür war nicht, dass Dresden.Network eine schlechte Instanz wäre oder dergleichen. Ich wohne nur derzeit nicht in Dresden und habe deswegen entschieden, wieder auf eine überregionale Instanz zu wechseln. Das hat vor allem mit der lokalen Timeline zu tun, die ich mir auf Mastodon doch gerne anschaue. Und mit den regionalen Themen auf Dresden.Network konnte ich manchmal einfach nicht viel anfangen – ganz einfach aus Gründen meines Wohnorts.

Dresden.Network ist eine tolle Instanz, aber natürlich am besten geeignet, wenn man auch in Dresden lebt. Beim troet.cafe sieht das schon anders aus, denn dieser Server ist weder thematisch noch lokal festgelegt sondern sehr allgemein gehalten. Das gefällt mir sehr, denn ich nutze gerade die lokale Timeline auch gerne, um neue Leute kennenzulernen, deren Themen mich interessieren.

Nach dem Instanzwechsel hatte ich wieder einmal besonders viel Spaß daran, Mastodon zu nutzen. Dabei habe ich auch einiges darüber erfahren, wie andere diese Plattform verwenden. Zum Beispiel ist mir gar nicht in den Sinn gekommen, dass die Inhaltsfilter bei einem Profil-Umzug anscheinend nicht mit übertragen werden – weil ich überhaupt keine Inhaltsfilter gesetzt habe. Ich schalte ganz selten vielleicht ein Profil stumm, aber ich blockiere eigentlich nicht und filtere auch keinen Inhalt. Auf größeren Instanzen habe ich mir früher manchmal nur Beiträge auf deutsch und englisch anzeigen lassen. Aber da ich mittlerweile eine primär deutschsprachige Instanz verwende, hat sich das Problem nun auch mehr oder weniger erledigt.

In die föderierte Timeline schaue ich bei Mastodon nur sehr selten, wenn ich mich ganz mutig und neugierig fühle. Denn dort geht ja eigentlich immer die Post ab. Da kann ich meistens gar nicht so schnell auf einen Beitrag klicken, oder ihn vollständig lesen. Schon ist er vorbeigescrollt und ich muss mich auf die Suche begeben in diesem Inhaltsstrom. Aber spannend ist das ja irgendwie auch. Gut, meistens lobe ich mir da eher meine eigene Zeitleiste oder die lokale einer Instanz, denn diese sind meist überschaubarer.

Im troet.cafe ist die lokale Zeitleiste meiner Meinung nach auch ziemlich interessant. Denn langweilig wird es da aufgrund der Instanzgröße eigentlich nicht. Bei sehr kleinen Instanzen liegen die einzelnen Toots in deren Timelines oft Stunden auseinandern, nicht so auf der „größte[n] deutschsprachige[n] Mastodon[-]Instanz“1. Und deswegen fand ich das troet.cafe auch so interessant.

Ich bin mir oft nicht ganz sicher, wie groß eine Fediverse-Instanz bestenfalls sein sollte. Zu große Instanzen führen meiner Meinung und Erfahrung nach zu unnötigen Dominanz-Situationen in Hinblick auf die Dezentralität. Zu kleine Instanzen haben manchmal eine Post-Flaute in den lokalen Timelines. Das troet.cafe ist nicht klein und auch nicht rießig und deswegen habe ich den Server auch gewählt. Dort heute ein paar Beiträge zu veröffentlichen, hat mir heute großen Spaß gemacht. Ich hoffe, dass das auch langfristig so bleibt.