Monat: Mai 2023

  • Texten in einem Texteditor

    Texten in einem Texteditor

    Ich mache mir oft Gedanken zu der Schreibumgebung, die ich nutze. Denn irgendwie bin ich immer wieder unzufrieden mit den bekannten und beliebten Anwendungen. Natürlich betrifft das immer nur Kleinigkeiten. Natürlich ist das abhängig von eigenen Einschätzungen – und natürlich auch von den Anforderungen, die man stellt. Ich schreibe gern, ich schreibe viel. Wenn ich schreibe, dann meistens längere Texte. Über die Zeit habe ich es zu schätzen gelernt, eine einfache Umgebung nutzen zu können. Daher habe ich mich auch ausgiebig mit ablenkungsfreien Editoren beschäftigt. Eine Option habe ich aber bisher immer außen vor gelassen: Schlichte Texteditoren, wie sie unter GNU/Linux jede Arbeitsumgebung mitliefert.

    Die Frage ist immer, inwiefern ein Editor auf einen bestimmten Zweck ausgelegt ist. Manchmal merkt man einfach, dass die Entwickler hinter einer Anwendung zum Beispiel Entwickler im Kopf haben. Eine integrierte Entwicklungsumgebung ist aber bekanntlich noch keine gute Schreibumgebung. Manchmal wird es dann schnell zu spezifisch, habe ich das Gefühl. Versteht mich nicht falsch: Ich brauche nicht viel. Da ich oft ohnehin Markdown nutze, bin ich eigentlich sehr pflegeleicht.

    Aber wenn eine Anwendung nur so vor Symbolen strotzt, die sich primär an Coder richten – dann frage ich mich schon, ob ich nicht doch eine andere Anwendung verwenden sollte.

    Diesen Text schreibe ich in KWrite, also im einfachen Texteditor von KDE. Während Kate eine schier unerschöpfliche Fülle an Möglichkeiten mitbringt, ist KWrite eher auf das Wesentliche reduziert. Das Schreiben in KWrite macht schon Spaß, aber ich muss mich noch weiter durch die Gegend testen. Das ist wohl auch ein sinnvolles Schlusswort: Mal schauen, mal testen.


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  • Hallo openSUSE Tumbleweed!

    Hallo openSUSE Tumbleweed!

    Gestern habe ich es bereits beschrieben: Ich hatte mal wieder Lust auf einen Wechsel zu KDE – und heute habe ich Wort gehalten. Welche Distribution bietet sich denn besser an, als openSUSE, wenn es um KDE geht? Natürlich fallen vielen jetzt einige Optionen ein. Das war ja auch rhetorisch gemeint. Unbestreitbar ist, das openSUSE eine der traditionsreichsten KDE-Distributionen überhaupt ist. Wer einen gut integrierten KDE-Desktop sucht, der wird häufig zu openSUSE geschickt, und das hat auch einen Grund. Ich habe mich für den rollenden Tumbleweed-Zweig entschieden, der bekanntlich das Flaggschiff des Projekts ist.

    Nachdem ich das Installationsabbild heruntergeladen und mit der Checksumme überprüft hatte, konnte es losgehen: Die Installation mit YaST2 war wie gewohnt einfach und verlässlich. Ich habe dem System die volle Platte überlassen und – wie gesagt – mit KDE installiert. Nach dem initialen Neustart hat sich openSUSE freundlich präsentiert: Das Standardhintergrundbild holt zwar keinen hinter dem Ofen hervor, und KDE folgt auch den Standardeinstellungen. Aber das für mich kein Problem. OpenSUSE wirkt solide und verlässlich – und das bei einer rollenden Distribution. In der Vergangenheit habe ich openSUSE schon oft verwendet, bin aber nur selten über längere Zeit bei der Distribution geblieben.

    Dieses mal möchte ich das ändern. Nachdem ich das System eingerichtet, die gesicherten Daten auf die Platte kopiert und die Multimedia-Codecs installiert habe, bin ich jetzt sehr zufrieden mit dem System.

    OpenSUSE liefert ein „naturbelassenes“ KDE aus – und mir ging es ja nicht zuletzt um KDE. Mit Tumbleweed läuft der Desktop mit K bei mir jetzt in der neusten Version, auf einer gut etablierten Distribution. Ich bin froh, mein Verlangen nach KDE gleich dafür genutzt zu haben, openSUSE mal wieder auszuprobieren. Das System macht Spaß und ist für mich eine interessante Abwechselung, nachdem ich in den letzten Monaten meistens Debian-basierte Systeme verwendet habe.

    Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an meine Artikel zu openSUSE MicroOS. Das System habe ich vor kurzem ja ebenfalls ausgiebig getestet, bin dann aber wieder zur Debian-Familie zurückgewechselt. Debian-basierte Systeme machen für mich einen Großteil meiner GNU/Linux-Erlebnisse aus. Aber ich bin trotzdem immer interessiert an anderen Distributionen. Jetzt, da ich wieder bei Tumbleweed gelandet bin, freue ich mich aber ebenfalls auf die kommenden Wochen – und vielleicht sogar Monate. Rollende Distributionen bringen natürlich immer eine gewisse Spannung mit sich. Regelmäßiges Aktualisieren ist hier natürlich Pflicht, aber ich bin jetzt einfach mal guter Dinge. Heute bin ich ohnehin sehr motiviert, da meine ersten Eindrücke zu dieser Tumbleweed-Installation so positiv waren. Hoffen wir mal, dass das so bleibt, richtig?


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  • WP: Gutenberg ist wieder ganz!

    WP: Gutenberg ist wieder ganz!

    Ich möchte mich nur mal kurz freuen: Mein Gutenberg ist wieder ganz, das 6.2.1-Update für WordPress scheint es hinbekommen zu haben. Zuletzt war meine Darstellung mit dem momentanen Blog-Theme im Editor verschoben, so dass ich die themenspezifische Darstellung ausschalten musste. Jetzt läuft es wieder – und das ist super. Endlich kann ich wieder sehen, wie ein Beitrag aussieht, wenn ich ihn schreibe.

    Das Standardthema für Gutenberg ist nicht schlecht – aber gerade bei Bildern haben sich die unterschiedlichen Schriftarten und -größen doch bemerkbar gemacht: Jetzt funktioniert es wieder – das ist super. 😀


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  • Zeit für KDE

    Zeit für KDE

    Seitdem Ubuntu 23.04 herausgekommen ist, habe ich wieder Gnome genutzt. Ubuntu und Gnome machen schon Spaß – doch ich weiß nicht, ob Gnome wirklich der Desktop meiner Wahl ist. Ich weiß nicht, ob ich langfristig wirklich bei Gnome bleiben möchte. Hier und da kann ich einfach nicht mit der Design-Philosophie übereinstimmen. Dann wirkt KDE umso verlockender. Natürlich ist man nicht immer vollkommen zufrieden. Doch man kann sich auch umgewöhnen und anpassen, dazulernen und dann Spaß haben, womit man vorher nicht klar gekommen ist. Und bei KDE kommt immer ein Argument dazu: Ändere es doch einfach, wenn es dir nicht passt.

    Als ich KDE das erste mal genutzt habe, war ich heillos überfordert: Überall Menüs und vor allem Bezeichnungen, die ich von Gnome, Xfce und Cinnamon nicht kannte. Überall wirkte alles anders, irgendwie musste ich mich erst einarbeiten – und anfangs hatte ich dieses Gefühl ständig. Doch dann bin ich einmal tatsächlich drangeblieben. Dann habe ich mich irgendwann tatsächlich eingearbeitet. Und schon hat mir KDE mehr und mehr Spaß bereitet. Klar, Gnome bietet ganz eigene Vorzüge – aber bei KDE ist das ja nicht anders. Nach einigen Wochen Gnome bin ich heute wieder einmal in Wechsellaune. Vermutlich packe ich heute oder in den kommenden Tagen meine digitalen sieben Sachen und wandere mal wieder zu den Drachen ab. Konqi ich komme! 😉

    KDE macht Spaß, wo Gnome ein bisschen stur wirkt. Die Abläufe, mit denen man einen Gnome-Desktop nutzt, mögen ja nachvollziehbar sein – aber KDE wirkt irgendwie vertraut, irgendwie klassisch und doch modern; wie KDE eben. Ich fange schon wieder an zu schwärmen, und wenn das der Fall ist, bin ich meistens wirklich begeistert. Vermutlich ist es – mal wieder – Zeit für KDE.

  • 16. Mai 2023

    16. Mai 2023

    Ist es eine Kunst, sich selbst zu hinterfragen? Manchmal kommt es mir so vor. Über andere zu urteilen – das geht schnell, das geht einfach. Doch über sich selbst zu urteilen, und das auch noch fundiert? Da scheint es schon schwieriger zu werden. Ich möchte mich da gar nicht ausnehmen: Mal ehrlich, wie oft hatten wir schon einen vorschnellen Gedanken im Kopf, bei dem wir uns selbst gefragt haben, was er denn eigentlich soll? Klar, Vorurteile sind verpönt. Aber so wirklich abzulegen, wer traut sich das schon?

    Vielleicht geben Vorurteile Sicherheit. Die Sicherheit, eine andere Person anders, weniger gut einschätzen zu können, um sich selbst aufzuwerten. Vielleicht ist das eine Absicherung, die manche brauchen, von der andere sich lossagen. Doch manchmal ertappen sich vielleicht auch letztere bei einem Gedanken, den sie selbst nach Sekunden bereuen. Ich möchte hier nicht über irgendeine menschliche Natur schreiben: Ich bin kein Psychologe. Ich habe zwar meine Meinung – aber ist diese wirklich Wert, einfach so heraus posaunt zu werden? Ich weiß es nicht. Manchmal kommt es mir wie eine Kunst vor, sich selbst zu hinterfragen. Vielleicht müsste ich mich einmal selbst fragen, warum.

    Jetzt habe ich meine tägliche Dosis „vielleicht“ und „manchmal“ abgeladen – wieder ein Tag mehr, den ich täglich geschrieben habe. Noch ein paar rhetorische Fragen ins Internet abgeladen – Ziel erreicht. Doch die Frage, warum es uns hier und da schwer fällt, uns selbst zu hinterfragen, diese Frage bleibt. Braucht es immer eine rhetorische Frage, um aus den Menschen herauszubekommen, dass auch sie nicht immer „richtig“ handeln? Und was ist eigentlich dieses ominöse „richtig“? Fragen über Fragen, wie jeden Tag. Um philosophisch zu bleiben: Jede Frage eröffnet die Möglichkeit einer Antwort. Hin und wieder wird diese Antwort sogar provoziert. Wenn ich mir vorstelle, mich selbst häufiger zu hinterfragen – ich frage mich jetzt schon, ob ich dann vollkommen in Gedanken versinken, oder auf die Gedankenberge heraufsteigen könnte.

    Irgendwie habe ich es heute mit merkwürdigen Sätzen. Aber das muss wohl auch mal sein. Manchmal. Vielleicht. Wer weiß das schon? Ich?

  • 15. Mai 2023

    15. Mai 2023

    Gestern habe ich ein „FAQ“ zum Fediverse veröffentlicht – und war mal wieder überwältigt von den Rückmeldungen: Danke, dass so viele den Text gelesen haben, schön, dass er scheinbar einigen gefallen hat. Ich hoffe, so ein paar Fragen beantwortet zu haben. Vielleicht konnte ich so ja auch Neueinsteiger ins Fediverse locken, oder motivieren, dranzubleiben. Falls ihr Fragen zu den Fragen, oder natürlich den Antworten habt, schreibt mir gern einen Kommentar oder benachrichtigt mich über das Fediverse. Ich betreibe diesen Blog auch, um meinen Schreibstil zu verbessern und den Spaß, den mir das Bloggen birgt, ausleben zu können.

    Trotzdem freue ich mich natürlich auch, wenn anderen ein Text gefällt, der anderen gefallen könnte. Wenn ich informieren möchte, und „ihr“ euch informiert fühlt, finde ich das natürlich super toll.

    Übrigens habe ich beim Erstellen und Schreiben des FAQs festgestellt, wie viel Spaß es bringen kann, Texte zu illustrieren: Selbst, wenn Sprache Bilder malen kann, können Grafiken doch veranschaulichen, was manchmal nicht auf den ersten Blick deutlich wird. Ich hoffe, dass die verwendeten Bilder in den Beiträgen bereichernd sind. In meinem Text zum „Openverse“ habe ich das ja bereits angesprochen.

    Das Bloggen wird für mich immer mehr zum Alltag – und dafür bin ich sehr dankbar. Schön, diesen Blog schreiben zu dürfen. Schön, wenn er manchen gefällt. Und danke, wenn ihr einen Text lest – auch wenn ihr das nicht müsst. Heute halte ich mich also wieder einmal kurz. Ich kann euch aber nur ans Herz legen, irgendeine Form der kreativen Selbstverwirklichung auszuprobieren. Das muss kein Blog sein, auch wenn das mein liebstes Medium dazu ist. Vielleicht seid ihr musikalisch oder könnt gut zeichnen oder malen? Vielleicht seid ihr besonders unterhaltsam? Vielleicht steckt auch in euch ein kleiner Autor oder eine kleine Autorin, die nur darauf wartet, endlich schreiben zu dürfen.

    Egal wie: Ich hoffe, dass viele irgendwann eine kleine kreative Nische finden können. Vielleicht wird diese ja bald auch bei euch so alltäglich, wie es bei mir mittlerweile der Fall ist.


    Bildnachweise:

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    Art supplies“ by Average Jane is licensed under CC BY 2.0 .

  • Yet another Fediverse-FAQ

    Das Fediverse erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch viele Neulinge haben Schwierigkeiten, sich mit den Besonderheiten des Netzwerks zurechtzufinden. Es gibt aber keine „dummen“ Fragen, sondern nur dumme Antworten. Daher möchte ich hier einen kleinen Überblick über die Vielfalt des Fediverse geben. Das folgende FAQ richtet sich vor allem an Ein- und Umsteiger.

    Fediverse-Logo: Bunte, verbundene Punkte, die die Föderation darstellen.

    Falls jemand schon etwas Erfahrung mit dem Fediverse gesammelt hat, freue ich mich über Anregungen und Kritik.

    Ergänzungen sind ebenfalls gern gesehen. Schreibt mich dazu einfach im Fediverse an.

    Wer bist du überhaupt?

    Mein Name ist Fabian, ich bin Blogger und seit April 2021 im Fediverse aktiv. Ich finde das Netzwerk sehr interessant, weil es eine freie Alternative zu den großen sozialen Netzwerken darstellt.

    Hier möchte ich aber auch noch einmal ganz klar sagen: Niemand weiß alles, das gilt auch für mich.

    "Get Federated"

    Was ist das Fediverse?

    Das Fediverse ist ein Verbund aus verschiedenen Internetdiensten zur dezentralen Kommunikation. Die einzelnen Dienste des Fediverse sind mit standardisierten Protokollen wie ActivityPub oder DFRN miteinander verbunden. Das Besondere ist dabei, dass es nicht „das eine“ Fediverse gibt. Stattdessen setzt sich das Netzwerk aus unterschiedlichen Plattformen zusammen, die in der Regel unter freien Softwarelizenzen zur Verfügung stehen. Jeder kann seine eigene „Instanz“ eines Fedi-Dienstes eröffnen, indem die entsprechende Software auf einem Server installiert wird.

    Eine Grafik zeigt die verschiedenen Fediverse-Dienste mit den Protokollen, die verwendet werden. Dazu gehören unter anderem Mastodon mit ActivityPub, Friendica mit DFRN oder Diaspora* mit Diaspora. Teilweise unterstützen Dienste mehrere Protokolle.

    Hinweis: Mittlerweile ist ein aktuellere Version der obigen Grafik erschienen.

    Obwohl sich die verschiedenen Dienste teils stark spezialisiert haben, können sie stets miteinander Kommunizieren, weil die eigentlichen Inhalte über die Fediverse-Protokolle übertragen werden. Dieses Konzept nennt man „Föderation“. Es ist also möglich, dass die Nutzerinnen des Dienstes A mit den Nutzern des Dienstes B föderieren. Diese dezentrale Kommunikation ist aber nicht nur zwischen den Diensten, sondern auch zwischen den einzelnen Servern der jeweiligen Software möglich. So kann zum Beispiel Alice einen Server mit der Serversoftware A aufsetzen und mit Bob kommunizieren, der einen anderen Server mit der Software nutzt.

    Hier eine kleine Zusammenfassung:

    • das Fediverse besteht aus verschiedenen Diensten
    • diese Dienste föderieren über allgemeine Internet-Protokolle
    • eine Serversoftware kann auf mehreren Servern laufen, den „Instanzen“
    • Fediverse-Dienste sind in der Regel frei lizenziert

    Welche Funktionen übernehmen die einzelnen Dienste?

    Die Fediverse-Dienste haben sich oft auf konkrete Anwendungsfälle spezialisiert. So gibt es beispielsweise Dienste zum Microbloggen, die Twitter ähneln. Andere Dienste funktionieren nach dem „Macroblogging“-Prinzip und können daher Facebook ersetzen. Wieder andere haben sich auf das Veröffentlichen von Blogs, Bildern oder auch Videos ausgerichtet. Außerdem bietet das Fediverse Dienste zum Rezensieren von Büchern oder zum Betreiben eines Podcasts. Selbst soziale Nachrichten-Aggregatoren wurden über das Fediverse umgesetzt.

    Die Fediverse-Dienste können als ein Baum mit mehreren Ästen dargestellt werden.

    Im Folgenden möchte ich eine Auswahl der angesprochenen Dienste vorstellen. Vollständigere Listen bieten zum Beispiel die Webseiten „The Federation“ oder „Fediverse Observer„.

    Was ist Mastodon?

    Mastodon ist ein Fediverse-Dienst, der mit dem AcitivityPub-Protokoll arbeitet. Die Software ist in erster Linie zum dezentralen Microbloggen gedacht und erfreut sich heute großer Beliebtheit.

    Ein Bild zeigt ein kleines Mastodon, ein urzeitliches, elefantenähnliches Tier. Im Hintergrund sieht man einen Bildschirm, der einen Mastodon-Beitrag anzeigt.

    Seit 2016 wird der Dienst federführend von Eugen Rochko und der Mastodon gGmbH mit Sitz in Berlin weiterentwickelt.

    Mastodon kann als eine freie Alternative zu Twitter gesehen werden. Der Dienst hat insbesondere nachdem Elon Musk Twitter gekauft hat, an Popularität gewonnen. Ähnlich wie bei Twitter sind Mastodon-Nutzer auf ein Zeichenlimit für Beiträge beschränkt. Standardmäßig liegt dieses bei 500 Zeichen, wobei manche Instanzen diese Grenze angepasst haben. Neben dem Verbreiten von Textnachrichten erlaubt Mastodon auch das Teilen von Bildern, GIFs oder Videos. Nutzer können ihre Beiträge mit Hashtags bestimmten Themen zuordnen.

    Grundsätzlich kann Mastodon neue Beiträge in drei Timelines darstellen: Jeder Nutzer verfügt über eine eigene Timeline, in der Beiträge von Profilen oder Hashtags angezeigt werden, denen der Nutzer folgt. Desweiteren werden die Beiträge eines Servers in der „lokalen Timeline“ zusammengefasst. Nutzer des Servers „dresden.network“ sehen hier also zum Beispiel nur Beiträge von anderen Nutzern des Servers dresden.network. Um neue Inhalte entdecken zu können, verfügt Mastodon zudem über eine „föderierte Timeline“. Dort werden alle Beiträge aus dem dezentralen Netzwerk angezeigt, die von Servern stammen, die die eigene Instanz kennt.

    Alle Timelines werden chronologisch sortiert und verfügen nicht über Content-Algorithmen, wie diese zum Beispiel von Twitter, Instagram oder YouTube bekannt sind.

    Das Mastodon-Logo stellt stilisiert einen Mastodon-Kopf dar. Auf violettem Grund ist ein "m" dargestellt.

    Mastodon hat auch eine eingebaute Tweetdeck-Ansicht, diese erlaubt weitere Anpassungen. So kann man bis zu fünf Suchbegriffe als extra Spalte „anheften“ und die An- und Übersicht erweitern (nahezu wörtlich übernommene Ergänzung).

    Nutzer können sich außerdem Listen anlegen, zu denen dann einzelne Profile hinzugefügt werden können. Den jeweiligen Profilen muss man aber folgen (nahezu wörtlich übernommene Ergänzung). Diese ähneln der Listen-Funktion auf Twitter. Unter dem Reiter „Entdecken“ zeigt Mastodon momentan populäre Hashtags und Beiträge an. Ein Unterabschnitt der Entdecken-Seite heißt „Neuigkeiten“. Hier werden aktuelle journalistische Beiträge angezeigt, die derzeit im dezentralen Netzwerk geteilt und diskutiert werden. Ferner bietet der Entdecken-Abschnitt „Für dich“ eine Liste an Profilen, denen Nutzer folgen können.

    Wie bereits erwähnt ist Mastodon auf ActivityPub als Protokoll ausgelegt. Daher ist es möglich, anderen Mastodon-Nutzern sowie jenen von anderen Diensten zu folgen, die ActivityPub unterstützen. Dienste, die ActivityPub nicht implementieren, sind von der Föderation mit Mastodon ausgeschlossen. So können auf Diaspora* zum Beispiel keine Mastodon-Beiträge empfangen werden – und umgekehrt.

    Insgesamt gilt Mastodon dank seiner intuitiven Benutzeroberfläche als ein einsteigerfreundlicher Fediverse-Dienst.

    Was ist Friendica?

    Friendica ist ein freier Macroblogging-Dienst im Fediverse, der mehrere Protokolle unterstützt. Friendica verfügt so über das hauseigene „DFRN“-Protokoll, spricht aber auch ActivityPub und kann mit Diaspora föderieren.

    Anders als Mastodon implementiert Friendica kein (relevantes) Zeichenlimit für Beiträge. Friendica-Beiträge können folglich wesentlich länger sein, mit Markdown oder BBCode formatiert werden (nahezu wörtlich übernommene Ergänzung), und dann eher als klassische Blogbeiträge verstanden werden. Ähnlich wie Mastodon verfügt auch Friendica über mehrere Timelines und ein funktionsreiches Benachrichtigungs-System. Friendica ist in seinem Funktionsumfang wesentlich umfangreicher als Mastodon und kann fein eingestellt werden. Aufgrund der Fülle an Einstellungsmöglichkeiten kann Friendica etwas mehr Einarbeitungszeit erfordern, bleibt aber in der Regel übersichtlich.

    Das Friendica-Logo zeigt ein gelbes und ein blaues "F". Diese sind ineinander verdreht bzw. gespiegelt.

    Einige interessante Aspekte zu Friendica habe ich bereits in einem Textbeitrag auf GNU/Linux.ch dargelegt.

    Weitere Informationen bieten die Webseite des Projekts sowie der zugehörige Wikipedia-Eintrag.

    Was ist Writefreely?

    Writefreely ist eine dezentrale Blogging-Software, die mit ActivityPub angetrieben wird. Grundlegend versucht die Software, Blogautoren eine einfache und dezentrale Plattform zu bieten, ablenkungsfrei Texte zu schreiben und zu veröffentlichen.

    Während Nutzer von anderen Fediverse-Diensten Writefreely-Blogs folgen können, konzentriert sich die Software selbst auf das eigentliche Schreiben und Veröffentlichen von Texten. Writefreely-Blogs können öffentlich in einem instanzweiten „Reader“ angezeigt, nicht gelistet oder nur privat hochgeladen werden.

    Einen genaueren Überblick über Writefreely findet ihr in einem meinem Screencast zum Thema, sowie in einem Text auf GNU/Linux.ch. Eine weitere Fediverse-Bloggingsoftware ist „Plume“. Auch dieser Dienst wurde auf GNU/Linux.ch vorgestellt, derzeit ist die zukünftige Entwicklung der Plattform aber etwas unklarer als bei Writefreely.

    Was ist PeerTube?

    PeerTube ist ein dezentraler Video-Dienst, der funktional an YouTube erinnert. Nutzer können hier Videos hochladen und Livestreams veranstalten.

    Das PeerTube-Logo besteht aus einem schwarzen, einem grauen und einem orangen Dreieck. Diese sind so aneinandergelegt, dass sie ein weißes Dreieck einschließen.

    PeerTube föderiert über ActivityPub und verteilt einzelne Videos über Peer-To-Peer-Technologie. Auch PeerTube wurde bereits auf GNU/Linux.ch vorgestellt.

    Gibt es noch weitere Dienste?

    Ja! Das Fediverse besteht aus dutzenden Diensten, die miteinander in Verbindung stehen. Leider kann ich hier nur eine Auswahl genauer beschreiben. Auch interessant sind zum Beispiel:

    • Lemmy – eine freie Reddit-Alternative
    • Pixelfed – freie Instagram-Alternative
    • Bookwyrm – freie Buchrezensionen
    • Pleroma – ein freier Microblogging-Dienst
    • Misskey – ein freier Microblogging-Dienst
    • Funkwhale – dezentrale Podcasts
    • Hubzilla – Fediverse-Kommunikation mit wirklich allen Funktionen

    Eine Vielzahl interessanter Fediverse-Dienste wurde auf GNU/Linux.ch vorgestellt. Die entsprechende Liste der Serien-Einträge findet ihr unter diesem Artikel.

    Das Linux-Maskottchen "Tux" mit dem GNU-Maskottchen (halbtransparent) im Hintergrund.

    Brauche ich einen Account bei allen Diensten?

    Nein. Oder jain. Je nach dem: Eine der größten Stärken des Fediverse ist es, dass die einzelnen Dienste- und Instanzen miteinander föderieren. So kann ein Mastodon-Nutzer wie anderen Mastodon-Nutzern folgen, ohne auf deren Server sein zu müssen. Diese Föderation funktioniert auch Instanz-übergreifend. Was die unterschiedlichen Dienste angeht, kann es trotzdem sinnvoll sein, mehrere Accounts anzulegen, da jeder Dienst spezielle Funktionen bietet. Je nach dem werden Beiträge des Dienstes A in der Darstellung von Dienst B auch anders angezeigt. Hier lautet meine Empfehlung: Probiert euch einfach aus, das Fediverse ist frei und offen. Ich nutze beispielsweise Mastodon und Friendica parallel.

    Eine weitere Darstellung der Fediverse-Dienste mit den Protokollen, hier in einem Netz.

    Ist das Fediverse barrierefrei?

    Sagen wir es mal so: Man ist bemüht. Im Fediverse gehört es zum Beispiel zum guten Ton, Alternativ-Text zu Bildern hinzuzufügen, um Menschen mit eingeschränkter Sicht den Zugang zum dezentralen Netzwerk zu erleichtern. Bisher habe ich das Fediverse als sehr offen wahrgenommen. Ich hoffe, dass die Gemeinschaft auch in Zukunft darum bemüht sein wird, das Fediverse für alle zugänglich zu machen und halten.

    Eignet sich das Fediverse für private Chats?

    Die Fediverse-Dienste sind in der Regel soziale Netzwerke, also auf öffentliche Kommunikation ausgelegt. Auch wenn es hier Abweichungen geben mag, eignet sich das Fediverse daher nur bedingt für (sehr) private Chats. Das liegt vor allem daran, dass Direktnachrichten im Fediverse (in der Regel) nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt werden.

    Das Matrix-Logo zeigt ein "m" in eckigen Klammern.

    Theoretisch kann also zum Beispiel ein Instanz-Administrator jede Direktnachricht der Nutzer mitlesen. Für dezentrale Chats bietet sich dagegen das Matrix-Protokoll an.

    Ist wirklich alles schön im Fediverse?

    Das Fediverse funktioniert anders, als die großen sozialen Netzwerke. Hier und da gibt es Besonderheiten, die die Fedi-Dienste von ihren kommerziellen Mitbewerbern unterscheiden. Meiner Erfahrung nach gehört die Gemeinschaft im Fediverse zu den freundlichsten Internet-Communities überhaupt. Doch natürlich ist auch das Fediverse von den Nutzern abhängig, die sich darin aufhalten. In der Regel können Fediverse-Nutzer andere Nutzer stummschalten, blockieren oder melden, falls sie die entsprechenden Inhalte nicht wahrnehmen möchten.

    Wie sieht es mit der Moderation aus?

    Die einzelnen Fediverse-Dienste bieten teils sehr umfangreiche Werkzeuge für Administratoren und Moderatoren. Ich möchte hier beispielhaft Mastodon erwähnen: Jede Instanz kann die Server-Regeln festschreiben und außerdem einstellen, mit welchen anderen Servern föderiert werden soll. Dadurch ist es bei der Moderation möglich, Nutzern sehr unterschiedliche Inhalte zugänglich zu machen oder zu verbergen. Wenn Nutzer damit nicht einverstanden sind, können sie die Instanz einfach wechseln – das wäre auf zentralen Plattformen wie Twitter nicht möglich.

    Beispielsweise werden rechtsextreme Instanzen wie „Gab“ oder Donald Trumps „Truth Social“ konsequent von eigentlich allen Fediverse-Instanzen deföderiert und somit aus dem dezentralen Diskurs ausgeblendet. Sicherlich können rechte Instanzen unter sich weiter föderieren, bleiben aber dem Großteil des Fediverse erspart.

    Gibt es Spam im Fediverse?

    Ja, leider. Nachdem Elon Musk Twitter übernommen, und Mastodon.social zu einer der größten Instanzen geworden ist, hat sich dort ein kleines Spam-Problem entwickelt. Da die meisten Fediverse-Nutzer derartige Beiträge aber schnell melden, werden die Spam-Accounts in der Regel zeitnah ausfindig gemacht. Trotzdem zeigt das Problem, wie wichtig es ist, dass das Fediverse dezentral bleibt: Erst wenn ein Server zu groß ist, wird er für Spam-Bots „attraktiv“. Zu große Server können auch für die Nutzer der betroffenen Instanz negative Folgen haben. Das zeigt zum Beispiel der folgende Beitrag von Ückück, einer Mastodon-Moderatorin von Dresden.Network:

    Datenschutz, Werbung, Privatsphäre?

    Aber natürlich! Wie bereits beschrieben sind die einzelnen Fediverse-Dienste in aller Regel frei lizenziert. Somit ist der Quellcode einsehbar und kann auch in Hinblick auf den Datenschutz überprüft werden. Bei Mastodon ist es zum Beispiel möglich, die Datenschutzregeln einzelner Server einzusehen. Insgesamt wird der Datenschutz im Fediverse ziemlich groß geschrieben, zumindest nach meiner Erfahrung. Ist ja auch ein Substantiv.

    Das Fediverse-Logo, dargestellt mit leuchtenden Kugeln.

    Das Fediverse wurde als datenschutzfreundlicher Raum entworfen und auch bisher so verstanden. Dazu zählt auch, dass man Links nicht zu „problematischen“ Diensten setzt, sondern die über sogenannte Verschleierungsplattformen umleitet. So können „Nitter“ für Twitter-Links oder Individous für Youtube-Links verwendet werden. So möchte man sicherstellen, dass Menschen ohne das nötige Vorwissen nicht für interessante Inhalte von dritten Seiten ihre Anonymität aufgeben müssen. (Dieser ergänzende Absatz wurde unter inhaltlichen und stilistischen Anpassungen aus dem zugehörigen Etherpad übernommen.)

    Werbung spielt im Fediverse eigentlich keine Rolle. Die bekannten Dienste spielen keine Werbung aus. Daher verbessert sich natürlich auch die Privatsphäre der Nutzer: Wo es keine Werbung gibt, muss auch keine personalisiert werden. Was den Inhalt angeht, kommt es immer auf die einzelnen Instanzen an, inwiefern Werbung in eigenen Beiträgen erlaubt ist.

    Je nach Fediverse-Dienst können die eigenen Inhalte auch nur privat veröffentlicht werden, oder die Möglichkeit zum Folgen eingegrenzt werden. Ich empfehle hierbei einen Blick in die Dokumentation der einzelnen Dienste.

    Wo soll ich anfangen?

    Wer diese Frage stellt, der hat schon etwas richtig gemacht! Das Fediverse bietet unzählige Möglichkeiten, dezentrale Kommunikationswege zu nutzen. Für den Einstieg bieten sich die verschiedenen Dienste je nach dem an, was man bereits gewohnt ist. Wer zum Beispiel Twitter kennt, sollte sich bei Mastodon schnell aufgehoben fühlen, an Facebook kommt Friendica hingegen näher heran, was die Aufmachung angeht. Wer Instagram bevorzugt, kann sich Pixelfed einmal anschauen. Für einen allgemeinen Einstieg empfehle ich Mastodon oder Friendica, auch wenn das andere Menschen aus dem Fediverse vielleicht anders sehen würden.

    Sobald man sich für einen Fediverse-Dienst entschieden hat, kann man sich auf die Suche nach einer passenden Instanz machen. Viele Dienste stellen Referenz-Instanzen zur Verfügung, zum Beispiel betreiben die Mastodon-Entwickler mastodon.social und mastodon.online. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass es vor allem in den letzten Monaten sehr viele zu diesen Referenz-Servern gezogen hat. Die Folgen waren eine allgemeine Verlangsamung der Server und eine teilweise Zentralisierung der Nutzerschaft. Daher empfehle ich für Mastodon das offizielle Serververzeichnis und für andere Dienste die Webseite Fediverse.Observer.

    Instanzen können meistens in drei Kategorien unterschieden werden: Zum einen gibt es allgemeine Instanzen. Diese lassen alle Inhalte entsprechend der Serverregeln zu und richten sich an ein allgemeines Publikum. Themenspezifische Instanzen richten sich in der Regel an ein bestimmtes oder bestimmteres Publikum. Zum Beispiel existieren Instanzen für freie Software oder auch Vogelbeobachtung. Je nach dem ist es aber auch möglich, andere Inhalte über diese Instanzen zu veröffentlichen.

    Ein gelbes Comic-Mastodon freut sich sehr.

    Außerdem gibt es regionale oder lokale Instanzen. Meistens kann auch hier alles mögliche veröffentlicht werden, aber in der lokalen Timeline tauchen teils auch lokale Themen auf.

    Was genau auf einem Server hochgeladen werden darf, hängt von den jeweiligen Regeln ab.

    Ist meine Server-Auswahl bindend?

    Das kommt darauf an. Mastodon ermöglicht es beispielsweise, einen Account von einer Mastodon-Instanz zu einer anderen umzuziehen. Dabei werden insbesondere die eigenen Follower übertragen, auch die Liste der gefolgten Profile lässt sich in das neue Konto importieren. Ein derartiger Umzug von Mastodon zu einem anderen Dienst ist aber nicht oder nur bedingt möglich. Immerhin können zum Beispiel alle eigenen Inhalte aus einem Mastodon-Profil heraus exportiert werden.

    Politische Fragen hinter dem Fediverse

    Eine Grafik zeigt das Fediverse-Logo. Dabei sind die Logos der verschiedenen Fedi-Dienste eingearbeitet.

    Da soziale Netzwerke menschliche Kommunikation abbilden, werfen sie natürlich auch politische Fragen auf.

    Ich möchte dieses FAQ nicht zu einem Meinungsartikel werden lassen und beschränke mich daher auf einige grundsätzliche Aspekte:

    Hinter dem Fediverse steht kein zentrales Unternehmen und keine Einzelperson. Auch wenn die Entwicklung von einzelnen Diensten durch Unternehmen vorangetrieben werden kann, hängen diese eigentlich nicht wirklich davon ab. Immerhin kann jeder einen eigenen Server aufsetzen, den Quellcode einsehen und dementsprechend auch in Eigenregie weiterentwickeln. Da das Fediverse dezentral aufgebaut ist, halte ich eine Übernahme wie bei Twitter für de facto ausgeschlossen.

    Was die Moderation angeht, habe ich bereits oben angesprochen, dass jede Instanz hier prinzipiell ihr eigenes Süppchen kochen kann. Andere Instanzen können dann entsprechend ihrer Moderationsmittel darauf reagieren. Manche Instanzen werden strenger moderiert als andere, was in Einzelfällen auch Auswirkungen auf die Föderation haben kann. Bevor man also einen Server auswählt, sollte man unbedingt einen Blick auf das Regelwerk werfen.

    Hinweise zu diesem FAQ

    Dieses FAQ befindet sich unter fortlaufender Bearbeitung und sollte nicht als bindend angesehen werden. Ich habe die entsprechenden Texte nach bestem Wissen verfasst, möchte aber nichts garantieren. Die verwendeten Bilder unterliegen gegebenenfalls einer anderen Lizenz als der von mir verfasste Text.

    Um sicherzustellen, dass die hier geteilten Inhalte fachlich richtig sind, habe ich ein Etherpad eingerichtet. Dieses ist nach einer Änderung ein weiteres Jahr „haltbar“ bevor es gelöscht wird. Ich freue mich über Vorschläge im Pad, möchte aber auch darauf hinweisen, dass dieser Text einer CreativeCommons-BY-SA-Lizenz unterliegt. Textabschnitte, die ich wörtlich oder nahezu wörtlich übernommen habe, habe ich mit einem Verweis in Klammern, also zum Beispiel (nahezu wörtlich übernommene Ergänzung), gekennzeichnet. „Nahezu wörtlich“ kann hierbei stilistische Änderungen oder leichte inhaltliche Anpassungen umfassen. Ein Diskussions-Thread zu diesem FAQ befindet sich auf Mastodon.


    Bildquellen und -lizenzen

    File:Fediverse logo proposal.svg“ by Eukombos is marked with CC0 1.0 .

    File:Gráfico sobre los protocolos compatibles en redes sociales libres.svg“ by Tobias Diekershoff (versión vectorizada por Niamfrifruli) is licensed under CC BY-SA 4.0 .

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    friendika, friendica, ImgBotApp, abinoam, Public domain, via Wikimedia Commons

    English: PeerTube contributorsFrançais : Les contributeurs PeerTube, Public domain, via Wikimedia Commons

    ™/®Matrix.org, Public domain, via Wikimedia Commons

    Eugen Rotchko, AGPL, via Wikimedia Commons

    Tobias Buckdahn (@tobias@my.brick.camp), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

    GNU_and_Tux.svg: Tux.svg: Larry Ewing, Simon Budig, Anja GerwinskiHeckert_GNU_white.svg: Aurelio A. Heckert <aurium@gmail.com>Gnulinux.png: Aurelio A. Heckert <aurium@gmail.com>, lewing@isc.tamu.edu (using The GIMP), Dudufderivative work: Wondigoma, FAL, via Wikimedia Commons

    Eukombos, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

  • 14. Mai 2023: Spaß mit dem „Openverse“

    14. Mai 2023: Spaß mit dem „Openverse“

    Gestern habe ich vom „Openverse“ gelernt, einer Art Suchmaschine für frei lizenzierte Inhalte. Ursprünglich als ein CreativeCommons-Projekt gestartet, gehört der quelloffene Dienst nunmehr zu WordPress – und ich bin ziemlich begeistert davon. Unter der Adresse openverse.org lassen sich diverse Inhalte aus den unterschiedlichsten Plattformen suchen, die freie Lizenzen erlauben.

    Gemalte schwarze Katze an einer Hauswand.

    Einmal gesucht, können die Ergebnisse dann auch noch gefiltert werden, zum Beispiel nach einer bestimmten CreativeCommons-Lizenz (CC).

    Ich finde dieses Angebot richtig gut: Als Autor sieht mein Blog ohne fremde Bilder schnell wie eine Bleiwüste aus. Und manchmal überkommt mich das Gefühl, einfach ein bisschen freie Kunst einfließen zu lassen. Vielleicht hat es jemand schon mitbekommen: In ein paar älteren Artikeln habe ich gestern Abend schon ein paar Werke eingebunden, die ich durch Openverse gefunden habe. Ich hoffe, den Blog so ein bisschen ergänzen zu können, und gleichzeitig auf die Werke aufmerksam machen zu können. Hierbei noch ein kleiner Hinweis: Die einzelnen Texte und Bilder sind teilweise unterschiedlich lizenziert. Texte, die ich veröffentliche, stehen hier standardmäßig unter einer CC-BY-SA-Lizenz. Die verwendeten Bilder können davon abweichen. Ich möchte deswegen darauf hinweisen, dass Texte und Bilder getrennt voneinander zu betrachten sind.

    Außerdem verlinke ich die einzelnen Werke mit der zugehörigen Lizenz unter den einzelnen Beiträgen, auch wenn ich das nicht immer müsste. Wie gesagt: Ich möchte auch ein wenig auf die Kunst aufmerksam machen und sozusagen eine kleine „Symbiose“ aufbauen. Freie Kultur lebt meiner Meinung nach auch von dem ständigen Geben und Nehmen. Daher freue ich mich auch so sehr, hier freie Inhalte teilen zu können. Jeder sollte einen Zugang zu Kultur haben – und in der digitalen Welt sind freie Lizenzen ein wichtiger Teilschritt hin zu diesem Ziel.

    Daher möchte ich hier auch einmal eine Bitte an alle Blogger richten: Überlegt doch einfach mal, ob ihr nicht auch Inhalte unter freie CreativeCommons-Lizenzen stellen möchtet. Ich denke, dass man so Kultur im Internet auch als Ganzes nach vorn bringen kann. Die CreativeCommons erlauben es auch, die eigene Lizenzierung penibel auszuwählen, je nach dem, welche Rechte man gewähren möchte und kann. Ich respektiere es auch, wenn Künstler restriktivere oder freiere CC-Lizenzen als ich verwende. Daher bitte ich auch so direkt darum, Text und Bild in sich zu betrachten. Insgesamt bin ich sehr froh, dass Projekte wie CreativeCommons das Internet als einen Ort zum freien Austausch am Leben halten: Hoch lebe freie Kultur!


    Bild:

    2016.09 – Amsterdam photo of a wall-painting / wall-print: Urban fauna on the wall in the city; Photography of The Netherlands; geotagged free photo in public domain – Fons Heijnsbroek“ by Amsterdam free photos & pictures of the Dutch city is marked with CC0 1.0 .

  • Suchen und gesucht werden

    Suchen und gesucht werden

    Viele Blogger versuchen, ihre Webseiten für Suchmaschinen zu optimieren. „SEO“ nennt man diese Versuche. Wie genau das abläuft? Ich weiß es nicht, denn ich habe damit so gut wie gar nichts zu tun. Und wenn ich etwas damit zu tun hätte, dann wäre ich wohl unglaublich schlecht darin.

    Schön, wenn ein Blogeintrag bei einer Websuche auch tatsächlich angezeigt wird. Schön, wenn er dann von Hilfesuchenden angeklickt wird. Schön, wenn ein Artikel gelesen wird. Aber aktiv herbeizuführen, dass ein Artikel gefunden wird – das war für mir bisher immer die schwarze Magie hinter Google und Co.

    Ich bewundere Menschen, die sich um SEO kümmern. Aber nicht wirklich, weil sie dann manchmal ihre Ziele erreichen. Vielmehr noch, weil ich mich dazu nicht wirklich motivieren könnte. Ein paar Schlagworte zu den Artikeln setzen, von mir aus. Aber danach hört es bei mir oftmals schon auf. Schön, wenn ihr eure Blogartikel auf die Suchmaschinen zugeschnitten habt. Schön, wenn ihr gelesen werdet. So lässt sich meine Herangehensweise an das Thema SEO wohl zusammenfassen.

    Für mich stellt sich bei der Suchmaschinenoptimierung eine große Frage: Möchte ich das wirklich? Denn wenn ich meinen Blog auf Suchmaschinen anpassen würde, wäre er dann immer noch so, wie er jetzt ist? Vermutlich nicht. Suchmaschinen funktionieren nun einmal nach ihren eigenen Regeln – zu erwarten, dass sie sich an jeden Blogger, an jede Webseite anschmiegen könnten, das scheint zu viel verlangt. Wenn ich meinen Blog „optimieren“ würde, würde ich mich selbst einschränken. Doch das ist es mir nicht wert. Wer meine Texte lesen möchte, der kann sie lesen. Das freut mich auch. Doch mir geht es nicht zuletzt auch um das Schreiben. Meine Texte daher zu verbiegen, nur damit sie bei Google an erster Stelle stehen – das wäre ein Widerspruch im Konzept dieses Blogs.

    Die Kaffeediffusion ist mein persönlicher Blog. Schön, wenn ihr den Blog lest, schön, dass ich ihn schreiben kann. Sind Suchmaschinen meine Zielgruppe? Ich glaube nicht. Natürlich ist es klar, dass so ziemlich jeder im Netz eine Suchmaschine verwendet. Doch irgendwie habe ich einfach keine Lust, keine Motivation mich um diese zu kümmern. Natürlich möchte ich keine Leserverweigerung betreiben. Aber wenn ich höre, wie sich manche mit Plugins und Verlinkungen, mit Stichworten und Formulierungen herumschlagen, nur um Google zu gefallen, dann sitze ich oft verständnislos dar. Irgendwie habe ich so einen inneren Drang, jeden SEO-Profi zu belächeln. Zumindest, weil mir das Konzept hinter SEO so fern erscheint. Ich kann es nachvollziehen, dass manche SEO betreiben. Und ich kann auch verstehen, dass manche SEO betreiben müssen. Zum Beispiel, weil sie von ihren Internetveröffentlichungen leben. Trotzdem kann ich mich selbst nicht dazu motivieren, mich tiefer mit SEO-Themen zu beschäftigen.


    Beitragsbild:

    Mixed Media Painting by Dean Russo / Dumbo Arts Center: Art Under the Bridge Festival 2009 / 20090926.10D.54883.P1.L1.CC / SML“ by See-ming Lee (SML) is licensed under CC BY-SA 2.0 .